Das sind die Smartphones der inside-handy.de-Redakteure

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Die Handys der Redaktion
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Die Redakteure von inside-handy.de haben täglich mit neuen Smartphones unterschiedlicher Hersteller zu tun. News, Testberichte, Fotos und Videos: Jeder Aspekt eines Geräts wird ausgeleuchtet und über die Schreibtische der Redaktion wandern zahllose neue Geräte. Doch welches Handy nutzen Technik-Redakteure wirklich in ihrem persönlichen Alltag? Sieben Antworten auf die Frage, was in den Hosen- und Handtaschen der Redaktion steckt.

Christian Koch – Samsung Galaxy S7 edge

Seit rund drei Monaten nutze ich nun das Samsung Galaxy S7 edge und bin immer noch überzeugt, dass es für mich derzeit das perfekte Smartphone darstellt. Ich habe auch früher immer mal wieder Samsung-Geräte aus beruflichem Interesse genutzt, aber nie so richtig Gefallen an ihnen gefunden. Die Modelle bis zum Galaxy S5 konnten meinen Design-Geschmack nicht treffen und im Alltag wollte ich ein Smartphone mit Plastik-Haptik nicht täglich in die Hand nehmen müssen. Gestört hat mich bei Samsung außerdem regelmäßig, dass die Software ein wenig zu aufdringlich war und der Akku ein wenig zu schwach auf der Brust. All diese Probleme habe ich mit dem Galaxy S7 edge nicht.

Spritzwasserschutz ist Pflicht

Theoretisch hätte ich auch dem Galaxy S6 schon eine Chance geben können – praktisch steht dem aber eins meiner Hobbys entgegen: Ich nutze meine Smartphones auch auf dem Fahrrad mit verschiedenen Apps für Navigation und Routen-Tracking. Bei Regen müsste ich ein nicht wasserdichtes Smartphone wie das Galaxy S6 regelmäßig unter einer Plastik-Hülle verstecken, was Bedienung und Ablesbarkeit drastisch verschlechtert. Mit der S7-Serie hat Samsung die IP-Zertifizierung zurückgebracht, so dass dieses Argument nicht mehr zieht.

Somit ist meine Wahl also in diesem Jahr erstmals wieder auf ein Samsung-Flaggschiff gefallen. Bei den technischen Daten in der absoluten Oberklasse ist die Luft sehr dünn und zwischen den Top-Modellen von Samsung, HTC, LG, Sony und Co. gibt es kaum Unterschiede. Die Geschwindigkeit des Prozessors und die Brillanz des Displays sind in dieser Liga so ausgeprägt, dass die Wahl schwer fällt. Ein entscheidender Vorteil des S7 edge, der für mich derzeit den Ausschlag gibt, ist jedoch die überragende Kamera. Es wird für ambitionierte Fotografen bessere Modelle geben und die Feinheiten der manuellen Einstellungen mag ich nicht so gut beurteilen wie die Foto-Experten bei uns in der Redaktion. Da die Automatik jedoch so gut ist, dass selbst mir häufig sehr ästhetische Aufnahmen gelingen und ich nur wenig an den Einstellungen herumspielen muss, konnte mich Samsung mit diesem Feature überzeugen.

Samsungs Galaxy S7 edge ist nicht perfekt

Trotzdem gibt es auch Kritikpunkte, die mich am S7 edge stören: Die abgerundeten Ränder sind für mich nur ein Design-Faktor – im Alltag nutze ich die dynamische Seitenleiste und die anderen Extra-Funktionen überhaupt nicht. Wahrscheinlich hätte mir daher auch die Standard-Version des Galaxy S7 gereicht. Außerdem zieht das Always-On-Display zu sehr am Akku, so dass ich diese Funktion schnell deaktviert habe. Mehr als die Uhrzeit und verpasste Anrufe habe ich der Anzeige ohnehin nicht entnehmen können. Für mich wichtige Benachrichtigungen wie WhatsApp sieht man auf ihr nicht.

Hayo Lücke – iPhone 6s & Huawei Mate S

Es ist im Zeitalter von Dual-SIM-Smartphones eigentlich unnötig, aber ich nutze tatsächlich zwei Smartphones. Das eine – ein Apple iPhone 6s – für geschäftliche Angelegenheiten zusammen mit einem umfangreich ausgestatteten Laufzeitvertrag, das zweite – ein Huawei Mate S – nur gelegentlich für private Zwecke zusammen mit einer Prepaidkarte. Über eine lange Zeit war es anders herum, doch dann kam der Tag X.

Ich gebe es zu: Lange habe ich auf Smartphones mit einem großen Display geschimpft, konnte mich mit den unhandlichen Modellen kaum anfreunden. Dann erhielt ich im September 2015 die Möglichkeit, das Huawei Mate S zu testen – zusammen mit einer angenehm griffigen Leder-Schutzhülle. Und was soll ich sagen? Tag für Tag habe ich mich mehr mit dem Huawei-Handy angefreundet, das 5,5 Zoll große Full-HD-Display zu schätzen gelernt und vor allem Gefallen an dem schnellen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite gefunden.

Tag X – Als der Akku versagte

Irgendwann Anfang 2016 hat sich dann aber schlagartig etwas an der Akku-Performance geändert und ich weiß bis heute nicht, was genau passiert ist. Insbesondere bei einer aktivierten Datenverbindung verliert das Handy massiv an Akkuladung und ich musste nicht selten beobachten, dass über Nacht 20 bis 30 Prozentpunkte der Akkuladung verloren gingen. Hätte ich nicht grundsätzlich zwei Wecker in Betrieb, ich wäre das eine oder andere Mal zu spät beim Frühdienst von inside-handy.de erschienen. Auch die Tatsache, dass das Gerät bis heute nicht ein einziges Firmware-Update erhalten hat und Foto-Aufnahmen bei zugeschaltetem Blitzlicht häufig überbelichtet sind, hat mich am Ende kurz vor dem MWC 2016 zurück zu Apple gebracht.

Seit März dieses Jahres nutze ich primär wieder ein iPhone (hatte über mehrere Jahre auch die Modelle iPhone 4s, iPhone 5c und iPhone 5 in Betrieb) und bin mit dem aktuellen iPhone 6s trotz des kleineren Displays (4,7 Zoll) rundum zufrieden. Vor allem die Performance, die auch bei meinem Lieblings-Smartphone-Spiel „Simpsons – Tapped Out“ anders als beim Mate S keinerlei Ruckler erkennen lässt, macht mir große Freude. Allerdings stelle ich auch bei diesem Handy immer wieder fest, dass selbst die vielerorts hochgelobte iPhone-Kamera an ihre Grenzen stößt, wenn es um Nachtaufnahmen geht oder der optische Zoom genutzt wird. Ein Bildrauschen ist dann häufig unübersehbar.

Apple iPhone 6s – Teuer aber gut

Unter dem Strich bin ich persönlich überzeugt, dass Apple das am meisten ausgewogene Smartphone-Erlebnis bieten kann. Software und Hardware sind beim iPhone optimal aufeinander abgestimmt, das App-Angebot lässt praktisch keine Wünsche offen und selbst wenn die Kamera hier und da noch nicht optimal arbeitet: In der Regel sind die Aufnahmen bei Tageslicht für meine Ansprüche vollkommen ausreichend – abgefahrene Slo-Mo-Videos auf Wunsch inklusive. Ich sage aber auch: Ob ich bereit wäre, mindestens knapp 745 Euro (UVP) für ein Smartphone zu bezahlen, wenn es mir von meinem Arbeitgeber nicht kostenlos zu Testzwecken zur Verfügung gestellt würde, wage ich recht stark zu bezweifeln.

Stefan Winopal – HTC 10

Als vor kurzem das HTC 10 wieder in der Redaktion eintrudelte, gerade noch rechtzeitig zur Urlaubszeit, habe ich mir das taiwanische Flaggschiff direkt zu eigen gemacht. Schon als ich das HTC 10 im April für inside-handy.de testen durfte, war ich angetan vom Design und der Soundqualität des Smartphones. Dass das Spitzenmodell von HTC perfekt für mich ist, war sofort klar.

Der Rettungsring von HTC

Auf dem HTC 10 habe ich mich rasch zuhause gefühlt, und das ist kein Zufall: Lange Jahre war ich glühender Fan der taiwanischen Marke, und alles begann mit dem HTC Desire, das ich in einem Gewinnspiel von HTC gewonnen habe. Damals war ich Besitzer des allerersten Samsung-Galaxy-Modells und bitter enttäuscht, wie spärlich der Support für das erste Android-Handy der Koreaner ausfiel – bei Android 1.6 Donut war das Ende der Fahnenstange bereits erreicht. Dass dieses Gerät eine millionenschwere Smartphone-Dynastie begründen sollte, war sicher auch Samsung selbst zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Das Desire war der Rettungsring, den mir HTC zuwarf. Endlich ein Smartphone, das Android richtig macht. Ich bleib dem Unternehmen viele Jahre lang treu und auf das Desire folgten das Desire HD, das HTC One X und das HTC One (M7). Die folgenden Flaggschiffe von HTC haben meinen Geschmack dann nicht mehr getroffen und ich probierte mich an einem Nokia Lumia 930 und zuletzt am OnePlus 2. Dass HTC wieder Handys herstellt, die mein Gefallen finden, traf also direkt einen Nerv.

HTC 10 im Test: Hands-On

BoomSound und tolle Kamera

Besonders der BoomSound-Klang und das an meine Ohren und für meine Kopfhörer optimierte Klangprofil machen das HTC 10 für mich zum idealen täglichen Begleiter. Ich liebe Musik und habe für jede Gelegenheit eine Playlist und mit diesem Smartphone klingt die Musik wirklich richtig gut. In meinem Urlaub konnte auch die Kamera des HTC 10 zeigen, was sie kann – es galt die Schönheit Lissabons adäquat in Bits und Bytes festzuhalten und das HTC 10 enttäuschte auch hier nicht. Und noch eine Überraschung hatte das Gerät für mich in petto: der Akku hielt auch bei intensivem Sightseeing überraschend gut durch – der Testbericht legte eine andere Erwartung nahe.

Was mich am HTC 10 stört ist in unserer bisher noch recht kurzen gemeinsamen Zeit schnell gesagt: Ich vermisse den Alarm-Schieberegler, der beim OnePlus 2 als Hardware-Element an der Seite des Geräts die Stummschaltung kontrolliert hat, recht schmerzlich. Ein solcher Schalter hätte das Gesamtpaket des HTC 10 für mich wunderbar abgerundet.

Julia Froolyks – iPhone 6

Davon abgesehen, dass ich seit meiner Jugend großer Apple-Fan bin, nutze ich mein iPhone 6 auch aufgrund der für mich idealen Handhabung. Mein erstes Smartphone war das iPhone 4s – nach einem Jahr bin ich zum Konkurrenten Samsung gewechselt, um herauszufinden, ob mir Android mehr liegt. Relativ schnell bin ich dann wieder zu Apple zurückgekehrt, nicht zuletzt wegen der Synchronisationsmöglichkeiten mit meinen anderen Apple-Geräten. Das iPhone 6 ist für mich das perfekte Smartphone, da es moderne Technik in attraktivem Design vereint. Dass ein Apple-Gerät einfach so abstürzt, habe ich weder mit dem 4s noch mit dem iPhone 5 oder iPhone 6 erlebt. Die Geräte laufen einfach.

Akku reicht aus – auch für Pokémon GO

Der Akku des iPhone 6 hält meinem Gebrauch stand, so muss ich es trotz regelmäßiger Surf-Einheiten bei Facebook oder Nachrichten-Diensten nicht jeden Tag aufladen. Oft wachen mein iPhone und ich morgens mit knapp 35 Prozent verbleibendem Akku auf, das reicht auch aus, um auf dem Weg zur Arbeit noch alle Pokéstops in Pokémon GO einzusammeln und dann in der Redaktion erst aufzuladen. Die Tatsache, dass sich das iPhone nicht so gut personalisieren lässt, wie beispielsweise Android-Geräte, stört mich überhaupt nicht. Im Gegenteil: Ich habe es eher als stressig empfunden, was bei Konkurrenz-Geräten alles eingestellt, abgestellt und geändert werden kann.

Ein sehr wichtiger Faktor ist mir zudem die Sicherheit meiner Daten. Mir kann es nicht passieren, dass ich mir über den App Store einen Virus auf mein Smartphone und somit vielleicht auf all meine Geräte ziehe. Die Datenpolitik ist bei Apple sehr durchsichtig und ich fühle mich seit eh und je in meiner Privatsphäre geschützt. Natürlich gehört vorherige Recherche, welche Daten Apple wirklich sammelt, und wie diese verarbeitet werden, dazu. 

Die Schwächen des iPhones: Speicher voll in Null-Komma-Nix

Einziger Nachteil am iPhone: viel zu wenig Speicherplatz. Ich besitze die 16 GB-Version und da passt überhaupt nichts drauf. Einmal im Monat muss ich meine Daten auf die Festplatte verschieben – anders geht es nicht. Beim iPhone 7 bzw. iPhone 6SE werde ich auf jeden Fall etwas tiefer in die Tasche greifen müssen, um mehr Speicherkapazität zu haben. Ich hoffe ja immer noch auf einen microSD-Karten-Slot. Man wird ja wohl noch träumen dürfen. 

Apple iPhone 6 – Daten, Test und Preise

Michael Stupp – LG G4

Wahrhaftig groß war der Sprung im vergangenen Jahr: Im Herbst 2015 wagte ich das Upgrade vom Samsung Galaxy S4 mini (4,2 Zoll), das knapp zwei Jahre mehr oder weniger gute Dienste verrichtet hatte, zum LG G4 (5,5 Zoll). Nach einem früher einst heiß geliebten Galaxy S2 und davor einem Samsung Wave II mein erstes Nicht-Samsung-Smartphone – dafür aber mal wieder ein so genanntes Flaggschiff. Angefangen hat die Handy-Zeit bei mir übrigens mit einem Sony Ericsson w880i.

Testsieger 2015

Aber zurück zum LG: Der Eindruck trügt nicht, den Titel „Testsieger 2015“ trägt das LG G4 bei uns in der inside-handy.de-Redaktion zurecht. Zugegeben: Mir fehlt der direkte Vergleich, aber mir fehlen auch die wirklichen Kritikpunkte am G4. Klar, die Größe von 5,5 Zoll wird nicht jedermanns Sache sein, LG hat dies meiner Meinung nach allerdings hervorragend gelöst: Einerseits fällt der Rand ober- und unterhalb des Bildschirms minimal aus, sodass wirklich wenig Platz verschwendet wird, andererseits hat LG im G4 ein leicht gekrümmtes Display verbaut, wodurch die Handhabung des großen Touchscreens angenehmer wird. Auch an die rückseitigen Hardware-Tasten ist man meines Erachtens nach schnell gewöhnt, liegen sie beim Halten des Smartphones doch genau auf der richtigen Höhe für meinen Zeigenfinger.

Optisches Highlight zudem: Die – bei mir mittlerweile etwas angelaufene – Lederrückseite, die ich mir bei meinem G4 gegönnt habe. Zusammengenommen bin ich absolut zufrieden mit dem Paket, das LG mit dem G4 geschnürt hat. Was die Versorgung mit Updates angeht, ist LG zwar etwas langsamer als Samsung, allerdings kommt man hier schlussendlich auch seinen Pflichten nach. Wo wir schon bei der Software sind. Die Performance, mit der das G4 seine Arbeiten verrichtet, ist so gut wie am ersten Tag – Ein Unterschied des nominell schwächeren Snapdragon 808 zu aktuellen High-End-Chips ist nicht auszumachen.

Wechselakku und mieser Musikplayer

Aber natürlich ist auch beim LG G4 nicht alles Gold was glänzt: Etwas enttäuscht bin ich zum Beispiel von der etwas unübersichtlichen Handhabung des Musikplayers, als klassischer in-der-Bahn-Musikhörer schon ein Manko, wenngleich ich offenbar zu bequem bin, mit einem neuen, selbst ausgesuchten Player Abhilfe zu schaffen. Auch der Akku bringt nicht mehr die Glanzleistung wie zum Anfang, mehr als einen Tag lang kann ich das Gerät nicht ohne Stromzufuhr nutzen, manchmal habe ich gar das Gefühl, die Akkuleistung basiert auf einer willkürlichen Tagesform. Dafür ist das Quickcharge-Programm in Kombination mit dem Standby-Modus klasse: Abends in zwei Stunden voll laden, schlafen und am nächsten Morgen immer noch 99 Prozent Akkukapazität vorhanden. Positiv dabei: Wenn der Akku wirklich nicht mehr hält, tausch‘ ich das Teil halt aus, denn: Tatsächlich, LG ist noch einer der wenigen Hersteller, die auch im High-End-Bereich noch auf austauschbare Akkus und Speicherkarten setzen: Chapeau!

Alles in allem bin ich in dem dreiviertel Jahr meiner bisherigen Beziehung zum G4 ein LG-Fan geworden, allerdings bin ich glücklicherweise auch nicht von Fehlerketten wie den Bootloop-Problemen beim LG G4 heimgesucht worden.

Gimmicks sind beim LG G4 natürlich auch mit an Bord: So ist die Gestensteuerung der Frontkamera für Selfies cool gemacht und sie funktioniert erstaunlich gut. Auch wenn ich alles andere als ein Selfie-King bin, kann ich mich für solche Feinheiten immer begeistern.

LG G4 – Daten, Test und Preis

Simone Warnke – Honor 7

Wenn ich auf mein Leben mit Handys zurückblicke, ist das ein Blick voller Grauen: Die meisten Geräte zu klapprig, zu langsam und zu ruckelig. Als ich in der Redaktion von inside-handy.de anfing und ich gefühlt fachgerecht erörtern konnte, welches Smartphone wohl zu mir passt, wurde mein Leben letztlich durch das Nexus 4 verschönert. Im vergangenen Jahr sagte dieses jedoch Adieu und verschwand in den Tiefen des Smartphone-Friedhofs.

Auch wenn man kontinuierlich mit dem Mobilfunkmarkt konfrontiert wird, ist es nicht einfach, ein neues Smartphone auszuwählen. Die einzige Frage, die behilflich ist, ist: Was erwarte ich von meinem künftigen Begleiter? Da ich keinen neuen Tarif auswählen und ebenso wenig an eine Mindestvertragslaufzeit gebunden sein wollte, spielte der Preis eine große Rolle. Wenn man demnach nicht im Geld schwimmt, kommt vermutlich ein Smartphone in Frage, welches in der Mittelklasse einzuordnen ist. Weitere Komponenten wie eine gute Kamera, Aktualität sowie eine Performance waren für mich ebenso wichtig. Und da man bekanntlich mit dem Auge begehrt, musste meine Wahl für mich attraktiv genug sein.

Günstig und gut

Das Rennen machte das Honor 7 von Huaweis Sub-Marke. Ach ja, China-Handys, werden die einen sagen und „eine Meinung“ haben. Trotz chinesischer Heimat bin ich nach einem Jahr mit dem Smartphone immer noch zufrieden und bereue die Investition von 300 Euro nicht. Für meine alltäglichen Bedürfnisse reicht es vollkommen aus und das metallene Gewand schmeichelt meinen Händen immer wieder aufs neue. Die 20-Megapixel-Kamera versagt zumeist zwar kläglich, sobald man zoomt, schießt ansonsten aber prima Fotos. Huawei hat sich außerdem nicht lumpen lassen, verschiedene Modi einzubauen, sodass man auch manuelle Einstellungen vornehmen kann. Während mein altes Nexus 4 sehr oft aus heiterem Himmel abgestürzt ist, hat mich das Honor 7 bislang nicht enttäuscht: Ruckelfrei und flüssig geht es mit mir durch jeden App-Streifzug und lässt mich – hinsichtlich der Energiezufuhr – über lange Zeit nicht im Stich. Apropos: Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Honor 7 funktioniert darüber hinaus ebenfalls einwandfrei und entsperrt das Schätzchen in Sekundenschnelle.

Zu bemäkeln wären an dieser Stelle zum einen die On-Screen-Tasten, die einerseits (zumindest bei dem weißen Modell) sehr auffällig sind und zum anderen das Display deutlich verkleinern. Auch bei der Datenpolitik misstraue ich Huawei ein wenig. Hinsichtlich dessen ärgert es mich umso mehr, dass für einige Dienste (beispielsweise nun auch bei der vorinstallierten Design-App) die Beanspruchung der Huawei ID und die damit verbundenen Datenweitergabe erzwungen wird. Diejenigen, die sich um die Datenpolitik weniger Gedanken machen, sollten damit allerdings keine Probleme haben und alles weitere wäre demnach Nölen auf hohem Niveau.

Michael Büttner – LG G4

Das Gros meiner Zeit in der Redaktion von inside-handy.de verbringe ich damit Handys zu testen und zu bewerten. Das hat den großen Vorteil, dass ich viele Smartphones und Phablets ausprobieren kann, bevor ich mich für ein Modell entscheide. Der riesige Nachteil: Man kennt die Schwächen gerade der Spitzenmodelle. Vielen dieser Schwächen möchte ich im Alltag nicht dauerhaft ausgesetzt sein und so bin ich immer auf der Suche nach dem perfekten Smartphone beziehungsweise dem Modell, welches seine Schwächen in dem Bereich hat, der mich in der jeweiligen Lebenslage am wenigsten interessiert.

Warum also das LG G4?

Das LG G4 hat mich von seiner Vorstellung weg überzeugt. Es bietet fast alles, was ein Smartphones bieten kann, auch wenn es nicht perfekt ist. Im Spitzenklasse-Bereich bieten die meisten Smartphones mehr als ich im Alltag brauche. Deshalb kann ich die technischen Daten eines Handys meistens einfach übergehen und zur Sonderausstattung und dem Design wechseln. Und hier liegt der Knackpunkt beim LG G4: Das Design ist meiner Meinung nach eines der gelungensten in den vergangenen 4 bis 5 Jahren. Leder-Cover, Rear-Keys, relativ dünne Display-Ränder, zweifach gekrümmtes Display und Speichererweiterung – Alles fantastische Merkmale des kompakten 5,5-Zöllers.

Ich gebe zu: Ein Spritzwasserschutz, wie bei meinem Vorgänger Sony Xperia Z3 Compact oder den neuen Galaxy-S7-Modellen wäre nett, aber solange ein Smartphone nicht wirklich mit ins Schwimmbad kann, ist die IP-Zertifizierung für mich völlig überschätzt. Auch viele andere Sonderausstattungen wie Doppelkameras, Iris-Scanner oder modulare Bauweisen sind meist überschüssiger Tand, der entweder von Beginn an nicht gut genug funktioniert, oder nach wenigen Tagen langweilt.

Microsoft Lumia und Windows 10 Mobile 

Eine Besonderheit im aktuellen Flaggschiff-Bereich hat mich sehr fasziniert und dann doch rüde endtäuscht. Als das Microsoft Lumia 950 XL vorgestellt wurde, war ich zuerst hin und weg von den Möglichkeiten, die Microsoft versprach. Beim Test des ersten Smartphone-Flaggschiffs von Microsoft trat jedoch Ernüchterung ein. Die Materialien wirkten billig und ein unausgegorenes Windows 10 Mobile verdarb mir die Lust auf das Lumia 950 XL. Hier wurde ein Berg von Möglichkeiten verschenkt und schubkarrenweise gute Ideen versenkt. Meine persönliche Enttäuschung der aktuellen Spitzenmodell-Generation.

Microsoft Lumia 950 XL

Das Konkurrenzumfeld und die Langeweile

Damit ist klar: Ein Smartphone muss ordentlich funktionieren, annähernd perfekt designt und praktisch sein. Das bietet zur Zeit mein LG G4. Die neue Generation der Flaggschiffe, von Apples iPhone 6s, über das HTC 10 (Hands-On des HTC 10) bis hin zum Huawei P9 (Test des Huawei P9) können jeweils zwar gefallen, aber langweilen auch zu Tode. Somit bleibt es für mich weiter spannend. Meine nächsten Hoffnungen: Samsung Galaxy Note7, LG V20 und das Huawei P9 Plus, das Kollege Winopal zwar schon getestet und für gut befunden hat, ich jedoch noch keinen Eindruck erhaschen konnte, sind die nächsten Kandidaten.

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