Diese fünf Maßnahmen sollen das Fliegen von Drohnen sicherer machen

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DJI Phantom 4 im Sportmodus
Bildquelle: DJI
Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, BDL, hat sich für strengere Regeln für alle Nutzer von Flugdrohnen ausgesprochen. Außerdem wurde eine Studie vorgestellt, aus der hervorgeht, dass auch Bundesbürger mehr Sicherheit bei der Drohnen-Nutzung fordern, gleichzeitig der gewerblichen Nutzung aber auch alles andere als kritisch gegenüberstehen.

Vor allem für all jene Modelle, die mehrere hundert Meter hoch aufsteigen können, sei es wichtig, dass diese mit einem Transponder ausgestattet werden, sagte BDL-Präsident Stefan Schulte am Freitag in Berlin. Dann sei es möglich, zu erkennen, wo und wie schnell die Drohnen gerade unterwegs sind. Für Fluglotsen ergebe sich dann die Möglichkeit, Piloten vor kritischen Situationen zu warnen.

Schulte führte nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa weiter aus, dass es auch sinnvoll sei, Drohnen-Käufer durch einen verpflichtenden Beipackzettel über die Risiken und Vorschriften bei der Nutzung des Fluggeräts – etwa das Flugverbot in einem Umkreis von 1,5 Kilometern rund um Flughäfen – zu informieren. Auch einen Drohnen-Führerschein brachte Schulte ins Spiel.

Studie belegt: Drohnen-Einsatz wird positiv gesehen

In einer vom BDL in Auftrag gegebenen repräsentativen Studie (2.021 Teilnehmer ab 18 Jahren) wird unterdessen deutlich, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen die gewerbliche Nutzung von Drohnen in vielen Fällen als wichtig ansieht. Mit 88 Prozent spreche sich eine deutliche Mehrheit dafür aus, Drohnen für Hilfseinsätze bei Naturkatastrophen einzusetzen. 77 Prozent befürworten den Einsatz zur Überwachung von Industrieanlagen, 63 Prozent seien für die Nutzung von Drohnen in der Landwirtschaft.

Gleichzeitig befürchten aber viele Bundesbürger auch negative Auswirkungen auf ihre Privatsphäre und auf die Sicherheit. 60 Prozent der Bürger sähen in Drohnen ein Gefährdungspotenzial für den Luftverkehr und mehr als Dreiviertel sprächen sich dafür aus, dass der Staat den zivilen Luftverkehr mit zusätzlichen Maßnahmen vor Drohnen schützen soll, so der BDL.

Im Einzelnen empfiehlt der BDL von der Bundesregierung, die folgenden Maßnahmen für den Einsatz von Drohnen umzusetzen: 

  • eine Registrierungspflicht
  • die Sicherheitsaufklärung schon beim Kauf
  • Versicherungspflicht für Drohnennutzer
  • Verbesserung der Sichtbarkeit und Identifizierbarkeit
  • Flugverbot in bestimmten Lufräumen

Immer wieder gefährliche Begegnungen mit Drohnen im Luftverkehr

Das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet unterdessen von einer internen Liste der Deutschen Flugsicherung (DFS), die belege, dass es immer häufiger zu gefährlichen Begegnungen zwischen Drohnen und Passagierflugzeugen komme. Für 2015 seinen insgesamt 14 gemeldete „Behinderungen durch Drohnen“ gemeldet worden. Für das erste Halbjahr 2016 seien es schon 15 weitere bedrohliche Situationen gewesen. Am häufigsten betroffen waren die Flughäfen Frankfurt, Hamburg, Köln-Bonn und Düsseldorf mit je drei Drohnenbegegnungen, zwei habe der Flughafen Leipzig gemeldet. 

Quellen:

  • dpa / BDL

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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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