In diesen Regionen wird das Internetsurfen schneller

3 Minuten
Bauarbeiter errichten einen Kabelverzweiger für VDSL
Bildquelle: Deutsche Telekom
Die deutschen Breitband-Provider sind weiter fleißig dabei, ihre Netze auszubauen. Grund genug, einen genaueren Blick darauf zu werfen, wo in den zurückliegenden Wochen neue Glasfaserleitungen für die Netze der Zukunft verlegt wurden. Die Redaktion von inside-handy.de gibt einen Überblick.

Unitymedia

Sehr eifrig waren die Techniker unter anderem bei Unitymedia. Der Kabelnetzbetreiber hat unter anderem angekündigt, dass 6.000 Haushalte in Horn-Bad Meinberg noch in diesem Jahr mit bis zu 400 Mbit/s im Internet surfen können werden. Sie werden an das Coax-Glasfaser-Netz von Unitymedia angeschlossen und zukünftig mit Gigabit-Bandbreiten online gehen können. Ein Ende der Arbeiten vor Ort wird bis Ende 2016 angestrebt. Weitere Netz-Upgrades sind zeitnah in Borgholzhausen (1.800 Haushalte), Steinheim (3.600 Haushalte), Werther (3.800 Haushalte), Witzenhausen (4.300 Haushalte), Halle/Westf. (5.700 Haushalte), Morschen (1.000 Haushalte), Uedem und Weeze (3.100 Haushalte) sowie in Goch (5.000 Haushalte) geplant.

DNS:Net

Schon vor einigen Wochen hatte DNS:Net angekündigt, die Altmark in Sachsen-Anhalt mit Glasfaser-Anschlüssen zu versorgen. Nun wurde bekannt: Auch in der angrenzenden Einheitsgemeinde Tangerhütte wird es zukünftig schnelle Internet-Anschlüsse geben. Grund ist, dass mehr als 60 Prozent der Einwohner Vorverträge bei DNS:Net unterschrieben haben, um zukünftig schneller im weltweiten Datennetz surfen zu können. Bis zu 1 Gbit/s im Download sollen langfristig möglich werden. Tangerhütte hat circa 11.000 Einwohner und drei Gewerbegebiete.

1&1 

Bei 1&1 setzt man in Zukunft bei der Breitband-Strategie verstärkt auf Kooperationen. Man habe eine Aggregator-Plattform entwickelt, die es ermögliche, die in Deutschland bereits bestehenden Glasfaser-Hausanschlüsse an die 1&1-Infrastruktur anzubinden. Realisiert wurde die neue Plattform über das Glasfasernetz von 1&1 Versatel, dem mit rund 41.000 Kilometern Länge zweitgrößten Glasfasernetz in Deutschland. Als erster Partner wurde nun wilhelm.tel an die Plattform angeschlossen. In der Metropolregion Hamburg können Privatkunden von 1&1 schon heute von modernen Glasfaseranschlüssen profitieren.

Die neue Plattform ist nach Angaben von 1&1 nach dem Open-Access-Modell aufgebaut und ermöglicht es 1&1 fremde Netze über eine standarddisierte Schnittstelle an die eigene Infrastruktur anzuschließen und die darüber zur Verfügung stehenden Glasfaser-Hausanschlüsse zu vermarkten. Das soll Standtnetzbetreibern helfen, ihre Netze besser auszulasen.

NetCologne

Auch beim Stadtnetzbetreiber NetCologne wurde in den zurückliegenden Wochen fleißig gearbeitet. Für mehr Einwohner in Erftstadt bedeutet das: Internetanschlüsse mit 100 Mbit/s sind keine Utopie mehr. In den Stadtteilen Kottingen, Kierdorf und Herrig sind entsprechende Zugänge nun erhältlich, wie es in einer Mitteilung von NetCologne heißt. Bereits im Frühjahr wurden die Stadtteile Liblar und Blessem an das NetCologne-Netz angeschlossen, womit nun 90 Prozent des Glasfaserausbaus in der Stadt abgeschlossen werden konnten. Einen Abschluss der Arbeiten feierte NetCologne auch im Süden von Köln im Stadtteil Libur, wo Einwohnern nun nicht mehr maximal 6 Mbit/s im Downstream zur Verfügung stehen, sondern ebenfalls bis zu 100 Mbit/s.

In Kerpen hat NetCologne nun das gesamte Stadtgebiet mit Glasfaser-Internet versorgt. Als letzter Stadtteil wurde in Zusammenarbeit mit RWE Kolpingstadt entsprechend angeschlosen. Rund 25.000 Haushalte und 700 Firmen vor Ort erhalten nun Zugang zum Highspeed-Internet. Flächendeckend stehen die schnellen Breitband-Zugänge ab sofort auch im gesamten Stadtgebiet von Bergheim zur Verfügung. Als letzter Stadtteil wurde nun Rheidt-Hüchelhoven entsprechend angeschlossen.

VDSL Vectoring Ausbau in Deutschland kann kommen

Bildquellen:

  • VDSL Netzausbau der Telekom: Deutsche Telekom
Selbstfahrende Autos

Selbstfahrende Autos: Studie zeigt Schattenseiten der kommenden Technologie

Innovationen, die das Mobilitätsverhalten der Menschen ändern, gab es im Laufe der Jahre bereits viele. Von öffentlichen Verkehrsmitteln in der Vergangenheit bis hin zu relativ modernen Modellen wie Carsharing. Der Straßenverkehr der Zukunft könnte von selbstfahrenden Fahrzeugen geformt und bestimmt werden. Neben offensichtlichen Vorteilen hätte dies jedoch auch größere Nachteile.
Vorheriger ArtikelHomematic IP wird zum umfassenden Smart Home System ausgebaut
Nächster ArtikelAndroid Marshmallow für brandingfreie Geräte ist da
Hayo liebt Technik schon seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er als Volontär seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr morgens dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den blühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE NEWS