Telekom verkauft Telefonhäuschen – Gelbes Modell ausverkauft

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Telefonzelle vor Abtransport
Bildquelle: Deutsche Telekom
Einst waren sie in Deutschland an zahlreichen Straßenecken zu finden. Doch im Wettrennen mit dem immer beliebter werdenden Mobilfunk konnten sie nicht mithalten. Die Rede ist von Telefonzellen, die von der Deutschen Telekom betrieben wurden und ebenso zum Straßenbild gehörten wie Plakatwände oder Verkehrsschilder. Wer mag, kann sich ein solches Relikt kaufen. Ein Schnäppchen ist es aber nicht.

Zu einem Preis ab 450 Euro bietet die Telekom ihre alten Telefonhäuschen zum Kauf an. Nostalgiker müssen allerdings noch zusätzliche Kosten für Lieferung und Montage einplanen, wie der Bonner Telekommunikationskonzern in einem Blog-Beitrag schreibt. Zudem gelte es zu beachten, dass die historischen gelben Häuschen, die erstmals 1978 in Erscheinung traten, bereits ausverkauft seien. Bei Interesse an einer der neueren Zellen in der Farbkombinaton Magenta-Grau reiche eine E-Mail an info@telekom.de aus, um weitere Informationen zu erhalten.

Ausgestorben ist das Fernsprechhäuschen, wie die Telefonzelle im Fachjargon eigentlich genannt wird, aber noch lange nicht. Bundesweit sind noch knapp 30.000 öffentlich zugängliche Telefone nutzbar. Früher waren es mal mehr als 160.000 Stück. Betrieben werden sie von der Deutschen Telekom und einigen privaten Anbietern. Meistens stehen sie an Flughäfen oder Bahnhöfen. Also dort, wo Menschen erwartet werden, die vielleicht nicht mit dem Handy telefonieren möchten oder können. Sobald ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr gewährleistet ist, werden aber auch die letzten Häuschen abgebaut.

Ein Problem bleibt allerdings. Die Deutsche Telekom ist dazu verpflichtet, öffentlich zugängliche Telefondienste anzubieten. Das gelte aber nur für den Fall, dass auch wirklich öffentliches Interesse an der Nutzung von Telefonzellen besteht, sagt Katja Werz von der Telekom. „Denn wenn die öffentlichen Telefone nicht genutzt werden, tragen sie auch nicht zur Grundversorgung bei.“ An vielen Stellen werden Telefonhäuschen zudem durch Basistelefone ersetzt, an denen die Bezahlung mit Telefonkarte oder Kreditkarte möglich ist – oftmals ergänzt um einen WLAN-Hotspot.

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