Neues LTE-Outdoor-Smartphone für 900 Euro

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Handheld Nautiz X2 Outdoor-Smartphone
Bildquelle: Handheld Group
Die Handheld Group hat mit dem Nautiz X2 Enterprise ein neues Smartphone ins Sortiment aufgenommen, das sich vor allem an Abenteurer und Outdoor-Fans richtet. Die technische Ausstattung bewegt sich eher auf Einsteiger-Niveau, dafür kommt das Technik-Paket in einer robusten Hülle.

Das Nautiz X2 Enterprise verfügt über ein Display, das in der Diagonalen 4,7 Zoll misst. Das robuste Äußere sorgt dennoch für ein vergleichsweise großes Gerät mit Dimensionen von 150 x 73,5 x 16 Millimetern. Mit den angegebenen 230 Gramm ist das Smartphone zudem ein ganz schöner Brocken. Das angesprochene Display löst in HD-Qualität auf (720 x 1.280 Pixel) und es basiert auf IPS-Technologie, was für gewöhnlich für eine hohe Blickwinkelstabilität sorgt. Zum Schutz vor Äußerem wird das Display von Cornings Gorilla Glass geschützt.

Unter der Haube taktet ein nicht näher benannter Quad-Core-Prozessor mit bis zu 1,3 Ghz. Unterstützend dazu kommen 1,5 GB Arbeitsspeicher und 8 GB interner Speicherkapazität. Letztere wird zumindest teilweise bereits vom Betriebssystem beansprucht: Hier kommt Googles Android in der Version 5.1, auch als Lollipop bekannt, zum Einsatz. Neben dem SIM-Kartenslot befindet sich allerdings ein SD-Karten-Steckplatz, der zur Speichererweiterung genutzt werden kann. Mobile Internetsurfer können auf den aktuell schnellsten Mobilfunkstandard LTE zurückgreifen, mit dem das Gerät kompatibel ist.

Laser-Scanner statt Selfie-Kamera

Unüblich bei modernen Smartphones, setzt man beim Nautiz X2 nur auf eine Kamera auf der Rückseite. Bergsteiger, die gerne Gipfel-Selfies am Seil machen, müssen also ein gutes Gespür für den richtigen Foto-Ausschnitt mitbringen. Der Sensor schießt Fotos in einer Größe von bis zu 8 Megapixeln. Neben der Kamera ist außerdem ein 1D-Laser-Scanner sowohl an der Oberseite des Smartphones als auch an der Seite angebracht. Dieser soll eine bessere Leistung bieten, wie beispielsweise ein installierter Barcode-Scanner der die Kamera nutzt. Damit sollen unter anderem in der Lager-Logistik und Industrie tätige Kunden angesprochen werden.

Der Energiespeicher des Nautiz X2 ist vergleichsweise groß. Bei einem aktuellen Trends zufolge unterdurchschnittlich großen 4,7-Zoll-Display, muten 3.300 mAh durchaus als groß an. Austauschbar ist der Akku allerdings nicht.

Selbstredend für ein Smartphone, das Outdoor-Fans locken soll, ist das Handheld-Gerät per IP65-Zertifizierung wasser- und staubdicht. Laut Hersteller übersteht es bis zu 26 Stürze aus einer Höhe von 1,2 Metern auf einen harten Boden. Außerdem soll es bei Temperaturen zwischen –20 °C und +50 °C funktionieren. Als maximale Höhenlage sind 4.572 Meter angegeben.

Das Smartphone ist ab sofort erhältlich, allerdings nur bei speziellen Händlern und beim Hersteller selbst. Je nach Kunde können die Preise offenbar variieren, da sich Handheld mit dem Nautz X2 offenkundig vorrangig an Geschäftskunden richtet.

Update, 29.07.: Marktstart des Nautiz X2 für die breite Masse

Mittlerweile gibt es das Nautiz X2 auch als nicht-Enterprise-Version für Privatkunden und Abenteurer. Das Smartphone kostet in den USA laut Herstellerangaben 1.000 US-Dollar, dies entspricht etwa 900 Euro. 

Outdoor-Smartphones bei Samsung und Co

Outdoor-Smartphones spielen auch in den Plänen namhafterer Hersteller immer wieder ein Rolle. So hat Samsung in seiner Galaxy-Reihe auch die Serie Samsung Galaxy XCover etabliert. Aktuell befindet sich das Galaxy XCover in der dritten Generation. Auch innerhalb der Flaggschiff-Reihen hat Samsung schon robustere Modelle präsentiert. So gab es einst das Samsung Galaxy S4 Active. Und auch zum Galaxy S7 gibt es in den USA bereits eine Active-Variante, die zuletzt allerdings mit ihrer Nicht-Robustheit auffiel: Das Galaxy S7 Active war nicht so wasserdicht wie gedacht.

Der Baumaschinen-hersteller Caterpillar hingegen hat für seine Kunden ebenfalls Smartphones im Angebot. Die Telekom vermarktet das Cat S650 demnächst exklusiv in Deutschland. Das Modell wurde auf dem MWC in diesem Jahr vorgestellt und verfügt über das unübliche Feature einer Wärmebildkamera. 

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