Augmented-Reality-Game: Deutschland-Start verzögert sich

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Logo von Pokémon Go
Bildquelle: The Pokémon Company
Ein Einstand nach Maß: 20 Jahre nachdem Pokémon zum ersten Mal veröffentlicht wurde, schlägt ein neuer Teil der Videospiel-Reihe hohe Wellen. Mit Pokémon GO erobert das beliebte Game rund um die Fantasiefiguren das Smartphone. In vielen Ländern stieg das Augmented-Reality-Game prompt auf Platz 1 der Charts ein. In Deutschland ist die Sammellust nach den Fantasiefiguren ebenfalls ausgebrochen – obwohl es die App hierzulande noch gar nicht gibt und sich daran wohl erst einmal nihts ändern wird.

Pokémon, kurz für Pocket Monster, waren Ende der 1990er unter Kindern und Jugendliche der Renner. Neben dem Spiel für den Game Boy gab es noch eine Anime-Serie und ein Sammelkartenspiel. Zwei Jahrzehnte später sind die kleinen Fantasiefiguren zurück und erobern die App-Stores. Mit der App Pokémon GO veröffentlichte Hersteller Nintendo nun zusammen mit dem Entwicklerstudio Niantic eine Augmented-Reality-App zum bekannten Videospiel. Im Gegensatz zu allen bisherigen Games aus der Reihe können Nutzer – oder Trainer, wie sie im Spiel genannt werden – ihre Pokémon nur begrenzt vom Sofas aus fangen, sondern müssen in die echte Welt hinaus.

Vorbild „Ingress“

Im Kern geht es bei Pokémon GO um das Sammeln der namensgebenden Monster und um Duelle mit anderen Trainern. Für viele Aktion muss sich der Spieler aber in der echten Welt bewegen, da Punkte von Interesse meistens außerhalb der eigenen vier Wände befinden. Dort gibt es unter anderem Gegenstände wie Pokébälle – mit denen man Pokémon fängt – und Arenen – in denen man gegen andere Trainer spielen kann. Bis jetzt beschränkt sich das Spiel hauptsächlich auf das Sammeln von Pokémon und das Finden neuer sowie interessanter Punkte in der Welt. Duelle und andere Multiplayer-Komponenten stecken erst in den Kinderschuhen.

Wem das Spielprinzip bekannt vorkommt, der liegt durchaus richtig: Das Entwicklerstudio Niantic zeichnete sich schon für „Ingress“ verantwortlich. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Augmented-Reality-App, die vom Spielprinzip Pate für Pokémon GO stand. Der Ansturm auf das frisch veröffentlichte Free-To-Play-Spiel ist enorm. So kletterte es im amerikanischen App-Store prompt über Nacht auf Platz 1 der Charts. Teilweise gibt es aufgrund des Andrangs sogar Verbindungsprobleme mit den Servern.

In Deutschland ist Pokémon GO noch nicht erhältlich. Jedoch existieren schon erste Workarounds, um auch auf die Jagd nach Pokémon gehen zu können. Wem das Prozedere je nach Betriebssystem zu unsicher oder zu aufwendig ist, der sollte sich noch etwas gedulden. Laut Entwickler Niantic erscheint das Spiel in den nächsten Tagen auch in Deutschland.

Update, 09.07.2016: Deutschland-Start von Pokémon GO weiter nach hinten verschoben

Aus „in den nächsten Tagen“ könnten möglicherweise auch noch mehrere Wochen oder gar Monate werden. Wie der Spiele-Bereitsteller Niantic via Twitter übermittelte, habe man mit massiven Serverproblemen zu kämpfen. Das Rollout der Spiele App Pokémon GO in Länder wie Deutschland, die Niederlande oder Großbritannien könnte sich dadurch weiter verzögern. Mittlerweile heißt es, dass man die neuen Märkte „bald“ mit der App könne.

John Hanke, CEO von Niantic hat die Serverprobleme im Interview mit Business Inisder bestätigt. Für die Dauer der Reparaturen würde der internationale Rollout pausiert, man hoffe allerdings, dass es baldmöglichst weitergeht. Zum Hintergrund verriet Hanke, dass man zwar mit einem großen Ansturm auf das Spiel gerechnet habe, allerdings habe man die Gaming-Branche damit immernoch unterschätzt. Dass sich Pokémon GO zu einem derartigen Phänomen entwickeln würde, daran habe keiner bei Niantic auch nur im Traum gedacht. Man habe einen Nerv getroffen.

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