Play Store infiziert millionen Android-Geräte

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Android Nougat
Bildquelle: Google
Die Malware "HummingBad" hat bereits über 85 Millionen Android-Smartphones weltweit infiziert. Bisher wurden mobile Porno-Websites als Verbreitungsweg angegeben, doch nun warnen Experten vor rund 200 PlayStore-Apps, die die Malware ebenfalls übertragen sollen. Wir erklären, wie die Schadsoftware entfernt werden kann.

Bereits seit Februar kursiert die gefährliche Malware namens HummingBad im Internet. Dabei infiziert die Schadsoftware Android-Telefone und führt im Hintergrund Klicks auf Werbebanner aus, die den Hackern hinter der Schadsoftware rund 300.000 Dollar pro Monat einbringen. Das Technikmagazin Checkpoint hatte Anfang des Jahres berichtet, dass sich der gefährliche Virus per Porno-Webseiten verbreitet, doch nun, fünf Monate später, sollen die Betrüger rund 200 PlayStore-Apps mit der Malware infiziert haben. Experten schätzen, dass rund 85 Millionen Android-Geräte betroffen sind. Davon der Großteil im asiatischen Raum. In Deutschland sollen 40.000 Geräte infiziert sein, was vor allem an den sicheren europäischen Apps liegen kann. Checkpoint warnt vor asiatischen Apps oder Apps, die ganz offensichtlich ins Deutsche übersetzt wurden.

Malware klickt Tausende Werbeanzeigen 

HummingBad richtet seinen Schaden im Hintergrund an. Werbeanzeigen werden unbemerkt geladen und ins Tausendfache angeklickt. Für die Klicks wird der Werbekunde anschließend zur Kasse gebeten. Experten schätzen die täglichen Einnahmen der Hacker auf rund 10.000 Dollar pro Tag. Hinter der Masche soll das chinesische Unternehmen Yingmob stecken, das ebenfalls für den iOS-Virus YiSpecter verantwortlich war. Das Unternehmen verdient nebenbei ganz legal Geld mit Werbung und bezeichnet sich selbst als Ad-Marketing-Experte.

So wird man die Android-Malware los

Eine echte Lösung gibt es gegen HummingBad noch nicht. Die Malware installiert auf dem Gerät ein Rootkit, das die Löschung unterbindet. Selbst Anti-Viren-Programme für Android sollen gegen die Malware machtlos sein. Erfahrungen sollen aber gezeigt haben, dass ein Zurücksetzen des Geräts auf Werkseinstellungen die Schadsoftware entfernen konnte. Eindeutig identifizieren kann man HummingBad nicht, allerdings gibt es Anzeichen, die dafür sprechen, dass ein Android-Gerät infiziert ist. So deuten mehr Werbeanzeigen als vorher darauf hin, dass auf dem Smartphone oder Tablet Fake-Klicks generiert werden. Auch das Installieren von Apps ist der Malware möglich – sollten sich auf de Gerät Apps befinden, die vorher nicht da waren oder nicht bewusst installiert worden sein, sollte das Gerät umgehend auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden.

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