Flächendeckendes WLAN Unitymedia WifiSpots jetzt auch im Ausland verfügbar

vom 13.07.2017, 14:29
Unitymedia WifiSpots
Bildquelle: Unitymedia

Die Zeichen stehen auf öffentliches WLAN. Nachdem die Bundesregierung im Sommer 2016 bereits die Regelung zur Störerhaftung kippte, ging der Kabelnetzbetreiber Unitymedia in die Offensive. Der Startschuss für das WifiSpots-Angebot fiel. Dabei wurden WLAN-Router von Kunden zu öffentlich zugänglichen Hotspots. Das Netz wurde Schritt für schritt ausgebaut und ist nun teilweise auch im Ausland verfügbar.

Das Prinzip ist denkbar einfach. Von jedem Router eines Privatkunden wird ein gewisser Kapazitätsanteil für das WifiSpot-Angebot reserviert. Jeder Unitymedia-Kunde, der am WifiSpot-Programm teilnimmt, kann sich einwählen und surft dort, wo sich ein Zugangspunkt befindet, kostenlos im entsprechenden WLAN-Netz. Dabei muss man sich nicht ständig neu einwählen, für das Endgerät sind nämlich alle WifiSpot-Zugänge ein Netz.

Nun der Schritt ins Ausland: Obwohl Mobilfunkkunden im EU-Ausland mittlerweile ihr Datenvolumen wie im Inland verbrauchen können, ist ein WLAN-Hotspot nach wie vor eine tolle Sache. Das WifiSpot-Netz von Unitymedia ist von nun an in zehn weiteren Ländern der EU verfügbar. Genutzt wird dabei vor allem die Infrastruktur des international agierenden Mutterkonzerns Liberty Global beziehungsweise dessen jeweilige Partner im entsprechenden Land.

In folgenden Ländern steht das WifiSpot-Netz Unitymedia-Kunden nun zur Verfügung (mit den jeweiligen Netzwerknamen):

  • Deutschland: Unitymedia WifiSpot
  • Österreich: UPC Wi-Free
  • Belgien: TelenetWiFree
  • Niederlande: Ziggo
  • Irland: Horizon Wi-Free
  • Ungarn: UPC Wi-Free
  • Polen: UPC Wi-Free
  • Tschechien: UPC Wi-Free
  • Rumänien: UPC Wi-Free
  • Schweiz: UPC Wi-Free
  • Slowakai: UPC Wi-Free

Auch wenn die Namen der jeweiligen Netzwerke nicht übereinstimmen, so bleiben die Zugangsdaten für deutsche Unitymedia-Kunden doch unverändert. Durch diese Erweiterung wird der WifiSpot-Service nun in insgesamt elf Ländern und mit - laut Aussage Unitymedias - 8 Millionen einzelnen Zugängen realisiert.

Kritik im Vorfeld über automatisierte Teilnahme

Das Unternehmen versichert teilnehmenden Kunden, dass es keine Überschneidung von privatem und frei verfügbarem Internetzugang geben wird. Nachdem der Router um die WifiSpot-Funktion erweitert wurde, soll das Gerät zwei unterschiedliche Signale ausstrahlen, die strikt voneinander getrennt sind. Ebenfalls unangetastet bleiben Kunden in puncto Haftungsrisiken und Leistung. So haftet Unitymedia zum einen selbst für den entstandenen Zugang. Zum anderen müssen Privatnutzer auch bei der Leistung keine Abschwächung befürchten, da das Unternehmen eigene zusätzliche Bandbreite für den WifiSpot reserviert.

Teilnahmeberechtigt an dem WLAN-Angebot sind alle Unitymedia-Kunden, die über einen Internettarif verfügen, der ab dem 8. April 2013 in Kraft trat. Um den Service nutzen zu können, müssen sich Interessierte beim Unitymedia-Online-Kundencenter anmelden und anschließend einmalig bei WifiSpots einloggen. Ab dann ist man automatisch mit jedem verfügbaren Router verbunden. Im Vorfeld der Aktion mahnte die Verbraucherschutzbehörde Nordrhein-Westfalen den Kabelnetzbetreiber ab. Hintergrund war die automatische Umfunktionierung des WLAN-Gerätes, der man als Kunde ausdrücklich widersprechen musste. Auch ein umstrittener Passus in den AGBs, die das Abschalten des privaten Routers für längeren Zeitraum verbot, wurde bemängelt. Von dem laufenden Verfahren sei die aktuelle Erweiterung ins Ausland nicht betroffen, so Unitymedia in einer Stellungnahme vom 13. Juli 2017.

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Quelle: Unitymedia | Bildquelle kleines Bild: Unitymedia | Autor: Redaktion inside-handy.de
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Themen dieser News: Internet & Digitale Welt, Mobiles Internet, Unternehmen und Märkte

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