Apple wehrt sich gegen Spotify-Anschuldigungen

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Apple Music
Bildquelle: Apple
Musikstreaming-Dienste stehen in Cupertino aktuelle hoch im Kurs: Mit Spotify führt Apple aktuell laut einem Anwaltsschreiben einen juristischen Kleinkrieg. Nun hat Apple reagiert und wirft dem schwedischen Musik-Streaming-Dienst seinerseits unfaires Verhalten vor. Damit geht der Streit in die nächste Runde. Währenddessen macht Apple Konkurrent Tidal schöne Augen. Eine Übernahme des Streaming-Dienstes von Rapper Jay-Z soll im Gange sein.

Update 3. Juli 2016: Apple reagiert auf Spotify-Kritik

Nach der Beschwerde Spotifys gegenüber Apple hat das amerikanische Unternehmen nun reagiert. Laut einem Anwaltsschreiben, das dem Magazin Buzzfeed vorliegt und von ihm auch veröffentlicht wurde, verletze Spotify schon mit seiner aktuellen App die Richtlinien des App Stores. Die beiden von Apple abgelehnten Updates auf die App würden in-App-Käufe und Abonnement-Abschlüsse am App-Store vorbeischleusen und so gegen Auflagen Apples verstoßen, die zur Nutzung des App Stores für alle Entwickler gelten.

Hintergrund des Streits zwischen Apple und Spotify

Apple bedient sich aktuell unterschiedlicher Strategien, um ihren Stand auf dem Markt der Musikstreaming-Dienste zu verstärken. Mit dem größten Konkurrenten und Marktführer Spotify führt das Unternehmen eine schon Jahre anhaltende Auseinandersetzung, die aktuell wieder für Aufsehen sorgt. Laut einem Bericht der Technik-Website Record reichte der Anwalt des schwedischen Unternehmens eine Beschwerde bei seinem Apple-Pendant ein. Auch über Twitter wurde Spotify schon aktiv und macht Apple Vorwürfe:

Im Kern der Streitigkeiten geht es um Updates für die Spotify-Anwendung im App Store. Die soll Apple aus Wettbewerbsgründen zurückhalten, so die Begründung von Spotify. Doch auch umstrittenen Regelungen zum Bezahlsystem des Marktplatzes spielen eine Rolle. Schon seit Jahren tragen beide Parteien ein regelrechter Kleinkrieg über die Kosten und Angebot des schwedischen Musikstreaming-Dienstes aus. So kostet das jährliche Abonnement von Spotify in der iOS-App aufgrund der Abgabe-Regelungen 3 Euro mehr. Dagegen versucht Apple, Sonderaktionen des Konkurrenten für seine Nutzer zu blockieren. Eine Stellungnahme zu den Vorfällen war von keinem Unternehmen zu bekommen.

Tidal ist dank exklusiver Verträge interessant

Währenddessen liebäugelt der iPhone-Hersteller mit dem Kauf eines anderen Streaming-Dienstes: Tidal, das Projekt von Rapper Jay-Z, steht laut einem Bericht des „The Wall Street Journals“ auf der Einkaufsliste von Apple. Das Musikportal ist vor allem dank seiner Verträge mit diversen Künstlern und Gruppen wie Coldplay, Madonna, Kanye West, Rihanna sowie Daft Punk, Alicia Keys und Beyoncé von Bedeutung. Verhandlungen werden aktuell geführt, so die Tageszeitung, sind jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Ein Sprecher des Musikstreaming-Unternehmens streitet Gespräche dagegen ab.

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