Telekom-Wettbewerber zahlen weniger TAL-Miete auf der "letzten Meile"

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Bildquelle: Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur hat endgültig festgelegt, was Wettbewerber der Deutschen Telekom für die Miete der so genannten Teilnehmeranschlussleitung (TAL) auf der "letzten Meile" vor dem Hausanschluss zahlen müssen. Dabei wurden die Vorschläge von Mitte April entsprechend umgesetzt.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Ab dem 1. Juli müssen Telekom-Konkurrenten für die Leitungsmiete am Hauptverteiler monatlich 10,02 statt bisher 10,19 Euro zahlen. Für den Zugang zur TAL an einem Kabelverzweiger (KVz) werden zukünftig 6,77 statt 6,79 Euro pro Monat fällig. Sofern Wettbewerber für die Anbindung eines KVz auf ein Kabelleerrohr der Telekom zurückgreifen, müssen sie dafür monatlich 4 Cent pro Meter eines Viertelrohres zahlen.

Für einen Layer-2-Bitstromzugang, der für über das Telekom-Netz realisierte VDSL-Anschlüsse mit 16, 25 oder 50 Mbit/s benötigt wird, darf die Telekom in Zukunft 18,56 Euro pro Monat verlangen. Für einen Anschluss mit VDSL 100 mit 19,10 Euro monatlich nur unwesentlich mehr. Für ADSL-Anschlüsse müssen Telekom-Konkurrenten 15,17 Euro pro Monat zahlen. Telekom-Wettbewerber, die über das so genannte „Kontingentmodell“ abgerechnet werden, erhalten zum Teil einen Rabatt und müssen nur 16,55 Euro monatlich zahlen (VDSL 16/25/50).

Weitere neue festgelegte Entgelte von der Bundesnetzagentur:

  • Anbindung eines KVz mit unbeschalteter Glasfaser: 46,76 Euro
  • Einbauplatz in einem Multifunktionsgehäuse: 90,14 Euro

Seitens der EU-Kommission wurden an den Vorschlägen der Bundesnetzagentur keine Bedenken geäußert, sodass die entsprechenden Entgelte nun mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2019 in Kraft treten können.

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