Bundesnetzagentur schaltet bewusst irreführende Ortsnummern ab

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Die Bundesnetzagentur geht weiter konsequent gegen Betrüger vor: Wie die Behörde nun bekanntgab, wurden ein weiteres Mal dutzende Rufnummern aus unterschiedlichen Ortsnetzbereichen abgeschaltet, mit denen ein Unternehmen für Handwerksdienste Ortsnähe vorgetäuscht hat. Schon allein aus Wettbewerbsgründen ein unzulässiges Vorgehen.

Ein Anbieter für Handwerksdienste hatte mit Ortsnetzrufnummern für seine Dienste geworben, obwohl in den jeweiligen Ortsnetzbereichen kein eigener Standort vorhanden war. Die abgeschalteten Nummern täuschten eine Ortsnähe des Anbieters nur vor. Tatsächlich gab es in den jeweiligen Vorwahlbereichen keinen Betriebssitz des Unternehmens.

Missbrauch von Ortsnetzrufnummern ist nicht neu

Schon in den vergangenen Jahren hat die Bundesnetzagentur zahlreiche Rufnummern von anderen Unternehmen abschalten lassen, die ebenfalls irreführend mit Ortsnähe geworben haben. Mitte 2016 wurden sogar 52.000 illegale Ortsnetzrufnummern auf einen Schlag abgeschaltet. Insbesondere Dienste, die in Not- und Sondersituationen benötigt werden, wie Schlüsseldienste, Kanalreiniger und Haushaltsauflöser, werben teilweise rechtswidrig mit Ortsnetzrufnummern, um Kunden zu gewinnen, denen eine örtliche Nähe des Auftragnehmers wichtig ist.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, sagte am Montag in Bonn: „Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass eine Rufnummer im eigenen Vorwahlbereich zu einem am Ort ansässigen Unternehmen führt. Wir setzen die Überprüfung von Anbietern, die mit Ortsnetzrufnummern nur vortäuschen, vor Ort zu sein, mit Nachdruck fort und gehen gegen diese Wettbewerbsverstöße vor.“

Illegale Ortsnetzrufnummern: Bundesnetzagentur schreitet ein

Quellen:

  • Bundesnetzagentur

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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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