Neue Sportrechte, neues Sendezentrum und höhere Abo-Preise

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Zentrale von Sky Deutschland
Bildquelle: Sky Deutschland
Der führende deutsche Pay-TV-Sender Sky rüstet sich für die Zeit ohne komplett exklusive Bundesliga-Rechte. Nachdem klar ist, dass im Pay-TV einzelne Spiele ab der Saison 2017/2018 bei Eurosport zu sehen sein werden, muss Sky einiges tun, um die eigenen Kunden bei Laune zu halten. Und das wird gemacht – an verschiedenen Stellen. Die Folgen sind aber auch schon absehbar. Ein Sky-Abo wird wohl trotz fehlender Bundesliga-Exklusivität teurer.

Erst vor wenigen Tagen gab Sky bekannt, die Geschichte des Kino-Blockbusters aus dem Jahr 1981 „Das Boot“, gemeinsam mit Bavaria Film in Form einer neuen Serie weitererzählen zu wollen. Ein durchaus beeindruckender Schritt, aber ob er Fußball- und Sport-Fans überzeugen kann, ein Abo zu verlängern oder neu abzuschließen, ist zumindest fraglich.

Mehr Tennis bei Sky

Entscheidender könnte sein, dass es bei Sky ab 2017 möglich sein wird, mehr Tennis-Turniere live zu sehen – exklusiv im deutschen und österreichischen Fernsehen versteht sich. Die größten Turniere der ATP Tour werden in Deutschland und Österreich ab dem kommenden Jahr nur noch mit einem Sky-Abo nutzbar sein – und das bis mindestens 2019.

Die neu erworbenen Rechte umfassen die Verbreitungswege Satellit, Kabel, IPTV, Web und Mobile. Highlights zahlreicher Spiele werden in die Berichterstattung des Nachrichtensenders Sky Sport News HD einfließen. Auch über YouTube, Facebook und Twitter darf Sky ausgewählte Höhepunkte ausstrahlen. Über Sky On Demand und Sky Go sollen Sky-Kunden die Möglichkeit haben, einzelne Spiele auch auf Abruf zu sehen.

Zu den neuen Senderechten gehören die neun Turniere der ATP World Tour Masters 1000, ein Großteil der 13 Turniere der ATP World Tour 500 und die ATP World Tour Finals in London. Neben der Einzel-Konkurrenz wird Sky auch das Finale des Doppel-Wettbewerbs übertragen. Auch die Grand-Slam-Turniere Wimbledon, Australian Open, French Open und US Open sind über Sky zu empfangen.

Das neue Rechte-Paket ist nicht nur für Kunden interessant, die in den heimischen vier Wänden über das Sport-Paket aktuelle Tennis-Spiele sehen möchten, sondern auch für Tennis-Clubs und Vereinsheime, die über ein gewerbliches Sky-Abo mehr Möglichkeiten bekommen, aktuelle Sport-Wettbewerbe zu zeigen. Laut Sender-Angaben lockten im Jahr 2015 allein die Live-Übertragungen aus Wimbledon 570.000 Fans in die Sky-Sportsbars.

Sky baut neues Sport-Sendezentrum

Neben Tennis-Übertragungen gehören aktuell auch Beachvolleyball, Handball, Golf und die Formel 1 zum Programmangebot von Sky. Und in Zukunft wird all das aus einem neuen Sport-Sendezentrum präsentiert. Das wird von Sky unter dem Projektnamen „The Cube“ ab sofort neben der Unternehmenszentrale in Unterföhring bei München gebaut.

In einem ersten Schritt umfasst das Gebäude, das ab Sommer 2017 nutzbar sein soll, zwei Studios (250 und 600 Quadratmeter) sowie eine zusätzliche Fläche von 250 Quadratmetern für die Sky Bundesliga Konferenz. Die Gesamtfläche des Sendezentrums wird 1.700 Quadratmeter umfassen. Die Kosten liegen laut Senderangaben im zweistelligen Millionenbereich. Produziert werden in dem Neubau zukünftig auch die Studio-Talks rund um die Übertragungen der Fußball Bundesliga und der UEFA Champions League.

Sky-Abos sollen teurer werden

All das zeigt: Sky ist bereit, für hochwertige Sendeinhalte zu investieren. Gleichwohl kosten diese Investitionen natürlich Geld. Geld, das sich Sky von seinen Abonnenten zurückholen möchte. Erst kürzlich hatte Sky-Chef Carsten Schmidt in einem Interview angedeutet, dass er davon ausgehe, dass der durchschnittliche Preis, den ein Sky-Kunde für sein Abo zahlen muss, von derzeit 35 auf künftig etwa 40 Euro steigen werde. Anders ausgedrückt: Sky-Abos werden teurer. Ob das wiederum von den Kunden mitgetragen wird, bleibt abzuwarten.

Quellen:

  • Sky Deutschland

Bildquellen:

  • Zentrale von Sky Deutschland: Sky Deutschland
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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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