Einreise-Behörden können bald nach dem WhatsApp-Account fragen

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Bildquelle: WhatsApp
Wer schon einmal nach Übersee geflogen oder auf andere Weise in die USA eingereist ist, kennt es bereits: Das ESTA-Formular, das man am Einreiseort ausgefüllt vorlegen muss, um das "Land of the Free" betreten zu dürfen. Geht es nach einem aktuellen Vorschlag, umfasst das Formular demnächst auch Online-Präsenzen und Benutzerkonten.

Der Vorschlag ist auf einer amtlichen Seite (.gov) der amerikanische Regierung einsehbar und besagt übersetzt: „Bitte geben Sie hier Informationen bezüglich Ihrer Online-Präsenz an – Anbieter/Plattform – Social-Media-Identtifikation“. Die Angaben könnten sich dann auf Facebook, WhatsApp, Twitter und Co. Beziehen. Diese würden dann dem Department of Homeland Security (DHS) zur Überprüfung übergeben, um „mögliche schändliche Aktivitäten und Verbindungen des Einreisenden aufzudecken.“

Zunächst erfolgt die Abgabe dieser Daten wohl auf optionaler, freiwilliger Basis. Da die Einreise-Behörden der USA mit dem ESTA-Formular allerdings gänzlich keinen Spaß verstehen, könnte ein Nichtausfüllen möglicherweise zu viel Interpretationsspielraum bieten.

Wer in den kommenden Wochen noch in die USA einreisen möchte, wird den Passus noch nicht auf dem entsprechenden Bogen finden. Zunächst erhält die (amerikanische) Öffentlichkeit noch die Möglichkeit, Fragen und Kommentare zu dem Vorschlag einzusenden. Diese Phase läuft noch bis zu 22. August. Erst unter Einbezug dieser Einflüsse wird dann eine endgültige Entscheidung gefällt, ob die entsprechenden Felder in das ESTA-Formular aufgenommen werden.

Wie die Seite The Verge berichtet, könnte es sich bei dem Vorschlag auch um eine Reaktion auf das San-Bernadino-Attentat im Dezember des vergangenen Jahres handeln. Einer der Schützen von damals soll im Vorfeld der Tat via Facebook Messenger mit Freunden über gewaltsame Übergriffe geschrieben haben.

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