Smartphone reagiert auf volle Windeln

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Die zunehmende Handynutzung im Alltag wird zu einem Problem für die Gesundheit
Bildquelle: Vodafone
Der Konsumgüterhersteller Procter&Gamble plant die Entwicklung von Sensoren, die sich via App melden, wenn der Nachwuchs in die Windel gemacht hat. Das Projekt sei noch am Anfang, sagte die Forschungschefin Kathy Fish gegenüber der Welt am Sonntag. Andere Firmen nutzen Geruchssensorik bereits für die Erkennung von Schweißgeruch bei Männern.

Der US-Konsumgüterhersteller Procter&Gamble hat sich auf die technische Umsetzung von Alltagsdingen spezialisiert. Im Portfolio der Firma mit Sitz in Ohio befindet sich unter anderem die intelligente Zahnbürste von Oral-B. Wie die Forschungschefin Kathy Fish nun gegenüber der Welt am Sonntag mitteilte, sei die Entwicklung von Pampers-Sensoren geplant, die via Smartphone live über den Inhalt der Windel Auskunft geben und sich melden, wenn der Nachwuchs gewickelt werden muss. „Ich schließe nicht aus, dass sich eine Pampers in Zukunft mittels Sensor meldet, wenn sie voll ist“, sagte Fisher. Das Projekt sei noch ganz am Anfang. Der 110.000-Mitarbeiter-Konzern wolle bei seinen künftigen digitalen Entwicklungen auch Start-up-Unternehmen mit einbeziehen. „Wir sind uns nicht zu schade, auf externe Hilfe zuzugreifen. Procter&Gamble ist ein riesiger Konzern und daher mit Sicherheit manchmal schwerfällig, da geht es uns wie anderen Großunternehmen.“

Geruchssensoren, die auf intensive Gerüche hinweisen können, gibt es schon. So hat der Kosmetikhersteller NIVEA kürzlich bekannt gegeben, dass die Entwicklung seiner App „Nose“ in den nächsten Wochen abgeschlossen sein wird. In Zusammenarbeit mit der Technikfirma Spec Sensors wurde eine Smartphonehülle entwickelt, die in Kombination mit der App die Intensität des Achselgeruchs bei Männern feststellen soll. Dazu müsse man das Smartphone (die Smartphonehülle) dicht an die Achsel halten. Die dort aktiven Gas-Sensoren sind darauf ausgelegt, auf intensive Düfte zu reagieren. Für die Entwicklung des notwendigen Algorithmus wurden die Körpergerüche von rund 4.000 Männern untersucht. Die Datenübertragung soll von der Hülle auf das Smartphone via Bluetooth erfolgen. Männer können mithilfe der App eine konkrete Einschätzung über ihren Duft und die Intensität des Schweißgeruchs bekommen. Hintergrund sei die Tatsache, dass Männer im Vergleich zu Frauen einen schlechteren Geruchssinn haben. Grund ist ein rund 40 Prozent kleineres Hirnareal, das für die Verabreitung von Gerüchen zuständig ist. Wann die Nose-App erscheinen soll und wie teuer sie wird, ist noch unklar. 

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