Diese Folgen hat der EU-Austritt der Briten für deutsche Handy-Nutzer

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Mobiles Internet Symbolbild
Bildquelle: Deutsche Telekom
Die Meldung hat am Freitag eingeschlagen wie eine Bombe: Die Briten haben in einem Volksentscheid dafür gestimmt, aus der EU auszutreten. Die Folgen waren drastisch. Der Kurs des britischen Pfund rauschte auf den tiefsten Wert seit Jahrzehnten, der DAX sackte um mehr als zehn Prozent in den Keller und der britische Premierminister David Cameron kündigte seinen Rücktritt an. Und auch von den deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern gibt es erste Reaktionen.

Auf die Frage, ob das mobile Telefonieren und Surfen bei einem Aufenthalt in England nun teurer wird, gibt es von Vodafone, Telefónica Deutschland und der Deutschen Telekom ein deutliches Feedback: Bis auf Weiteres ändert sich für deutsche Mobilfunk-Kunden bei einer Reise auf die britische Insel nichts. „Die Tarifgestaltung der Telekom ist unabhängig vom Ergebnis des Referendums zum EU-Austritt Großbritanniens“, sagte ein Telekom-Sprecher auf Anfrage von inside-handy.de.

Auch Vodafone-Kunden müssen keine Änderungen bei den Roaming-Gebühren befürchten. Zumindest nicht kurzfristig, wie ein Vodafone-Sprecher gegenüber der Redaktion erklärte. Beim größten deutschen Netzbetreiber, Telefónica, erklärte eine Sprecherin, dass es noch zu früh sei, über die Folgen zu sprechen. „Wir beobachten jetzt erst einmal die Entwicklungen und weden dann analysieren, wie sich die Entscheidung der Briten auswirkt.“

Konkrete Folgen bei der Mobilfunk-Nutzung werden erst mit der Zeit deutlich

Erst im Laufe der kommenden zwei Jahre wird sich zeigen, wann konkret Großbritannien aus der EU austreten wird und welche regulatorischen und wirtschaftspolitischen Folgen sich daraus ergeben. Denkbar ist sowohl eine recht isolierte Rolle wie sie die Schweiz einnimmt, aber auch ein Betritt in die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA), der Norwegen, Liechtenstein und Island angehören und wo in der Regel die gleichen Roaming-Konditionen gelten wie im restlichen EU-Ausland.

Sicher ist momentan nur eines: Wer seinen Sommerurlaub im laufenden Jahr in London oder anderen Teilen von Großbritannien verbringen wird, muss sich noch keine tiefergehenden Gedanken über möglicherweise höhere Roaming-Gebühren machen.

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