Invasion der modernen Stromzähler

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Deutscher Bundestag Parlament Plenarsaal Symbolbild
Bildquelle: Deutscher Bundestag / Marc-Steffen Unger
Adieu mechanische Ferraris-Zähler, hallo elektronische und vernetzte Zähler: Vergangene Woche (25. KW) beschloss der Bundestag das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Damit geht unter anderem die Pflichtausstattung von Haushalten mit sogenannten Smart Metern, elektronischen Stromzählern, einher. Verbraucherschützer kritisieren die Regelung als Zwangsausstattung und wirtschaftlich sowie datenschutzrechtlich fragwürdig.

Der Beschluss fußt auf der EU-Richtlinie zur Energieeffizienz. Union und SPD stimmten im Parlament für das Gesetz, während die Opposition vergeblich dagegen hielt. Beide Seiten taten sich schon vorher schwer mit der Umsetzung. So sprach CDU-Mann Jens Koeppen von einem „schwierigen Unterfangen“. Seiner Meinung nach müsse die Politik Voraussetzungen für digitale Angebote schaffen, auch wenn ihre Regelung oft problematisch sei. Die Opposition hielt das Gesetz grundsätzlich für richtig, störte sich aber an fehlenden finanziellen Anreizen und dem Mangel an Informationen.

Für Großkunden profitabel, für kleine Verbraucher kaum

Als besonders problematisch wird das Gesetz im Bezug auf Haushalte mit geringem Verbrauch gesehen: Während die elektronischen Messsysteme für Großkunden durchaus von Interesse sind, da diese damit erheblich Geld einsparen können, übersteigen die jährlichen Kosten der neuen Zähler von bis zu 100 Euro die Möglichkeiten kleiner Kunden bei weitem. Verbraucherschützer kritisieren die fragwürdige Wirtschaftlichkeit der Umsetzung ebenso wie die damit aufkommende Datenschutzproblematik. Denn die intelligenten Stromzähler übermitteln kontinuierlich Informationen an Netzbetreiber. Anhand der bis zu viertelstündlich stattfinden Datenübertragung ist es problemlos möglich, ein Nutzungsprofil zu erstellen.

Ebenfalls kritisch für den Endkunden ist die Regelung der Installation: Hierfür müssen laut Gesetz die Anschlussnehmer sprich Hauseigentümer zahlen. Verbraucherschützer befürchten, dass die Kosten an die Mieter durchgereicht werden könnten. Zu Beginn war noch von einer Kostenübernahme des Messstellenbetreibers die Rede. Rundum zufrieden können nur die Hersteller der Smart Meter sein. Sie werden bis ins Jahr 2032 – solange soll der Umbau der Stromzähler laut Gesetz dauern – allem Anschein nach gut gefüllte Auftragsbücher haben.

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David Gillengerten
David liebt Technik - insbesondere Games jeglicher Art. Seit 2017 ist er als Redakteur bei inside handy an Bord, davor auch schon als Freier Mitarbeiter. Sein Weg in den Handy-Markt hat ihn über sein liebstes Hobby, die Games-Branche, geführt. Entsprechend beschäftigt er sich auch bei inside handy viel mit Spielen, aber produziert auch die Videos für inside handy, in denen er gerne mal in andere Rollen schlüpft. Seine Lieblingsrolle: Business-Dave. David ist gebürtiger Rheinländer, der im Herzen aber gerne ein Brite gewesen wäre.

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