Online-Bonusprogramm macht Ende 2019 dicht

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Eines der ältesten Kundenbindungs-Systeme im deutschsprachigen Internet, die Webmiles GmbH, macht Schluss: Zum 31. Dezember 2019 werde das 1999 gegründete Bonusprogramm eingestellt, teilte das Unternehmen am Montag überraschend in München mit. Der Schlussstrich wird de facto aber schon viel eher gezogen.

Gesammelte Bonusmeilen sollen noch bis Ende 2019 eingetauscht werden können, ab dem 1. Juni 2016 allerdings nur noch gegen Gutscheine. Der eigentliche Sachprämienshop wird ab Juni nicht mehr zur Verfügung stehen, wie es auf der Homepage des Bonussystems heißt. Zudem bestehe ab dem 1. Juni die Möglichkeit, Bonusmeilen im Verhältnis 3:1 in DeutschlandCard-Punkte umzutauschen. Dabei handelt es sich um eines der größten Kundenbindungsprogramme in Deutschland, das unter anderem mit Edeka, Esse und Hammer Baumärkten zusammenarbeitet.

Teilnehmerzahl rückläufig

Auch das Sammeln neuer Bonusmeilen soll ab dem 1. Juni bei Webmiles nicht mehr möglich sein. Ausnahme: Online-Umfragen von SSI laufen noch bis Ende September weiter und werden bei erfolgreicher Teilnahme mit Bonusmeilen vergütet. Ein Sprecher des Bertelsmann-Konzerns, zu dem Webmiles gehört, erklärte auf Anfrage von inside-digital.de: „Webmiles hat in den vergangenen Jahren einige Programmpartner verloren und auch die Teilnehmerzahlen haben sich rückläufig entwickelt. Dies ist für uns ein klares Indiz, dass ein reines Online-Bonusprogramm auf lange Sicht für eine Vielzahl von Teilnehmer nicht ausreichend attraktiv ist. Vor diesem Hintergrund haben wir uns dazu entschieden, webmiles einzustellen. Mit den rund ein Dutzend Mitarbeitern sind bereits sozialverträgliche Lösungen gefunden worden.“

Bei Webmiles wurden registrierte Nutzer zum Beispiel dafür belohnt, wenn sie ihre Einkäufe über die Homepage von Webmiles einleiteten. Partner waren zahlreiche namhafte Online-Shops.

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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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