KEF rät: Runter mit der ehemaligen GEZ-Gebühr - aber ab 2021 wird's teuer

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Nun ist es offiziell: Die Rundfunkgebühr soll in den kommenden vier Jahren um 30 Cent auf 17,20 Euro pro Monat sinken. Das empfiehlt die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Sie habe einen Überschuss der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten von 542,2 Millionen Euro festgestellt, heißt es in einer Mitteilung der KEF.

Von ARD, ZDF und Deutschlandradio sei ein Gesamtfinanzbedarf von rund 38,5 Milliarden Euro für den Zeitraum zwischen 2017 und 2020 angemeldet worden, heißt es von Seiten der KEF. Das seien rund 3,5 Milliarden mehr als für den Zeitraum 2013 bis 2016 angemeldet wurde. Dennoch bliebe dann eine Deckungslücke in Höhe von rund 435 Millionen Euro.

Nach eingehender Prüfung sei die KEF jedoch zu der Überzeugung gekommen, dass der tatsächlich notwendige Bedarf von ARD, ZDF und Deutschlandradio um 966 Millionen Euro geringer ausfalle. Daraus ergebe sich wiederum ein Überschuss in Höhe von rund 542 Millionen Euro und entsprechend Spielraum für eine Senkung des Rundfunkbeitrags.

Ab 2021 dürfte der Rundfunkbeitrag deutlich steigen

Zuletzt war bekannt geworden, dass der Rundfunkbeitrag, der von (fast) jedem deutschen Haushalt gezahlt werden muss, ab 2021 so oder so deutlich steigen dürfte. Sollte der Beitragssatz für den Zeitraum 2017 bis 2020 bei 17,50 Euro stabil gehalten werden, steht eine Erhöhung auf 19,10 im Raum. Wenn der Beitragssatz wie von der KEF empfohlen gesenkt wird, könnte sogar eine Erhöhung auf 19,40 Euro folgen.

Die finale Entscheidung über die Entwicklung des Rundfunkbeitrags liegt nun bei der Länder-Rundfunkkommission und den Länderparlamenten. Zuletzt hieß es aus deren Umfeld, dass eine möglichst lange Stabilität des Beitragssatzes angestrebt werde. Wann genau der neue Rundfunkbeitrag festgelegt wird, ist noch unklar.

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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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