Tausende weitere Haushalte erhalten Internet mit bis zu 400 Mbit/s

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TV und Internet (Symbolbild)
Bildquelle: UPC Schweiz
Der Glasfaser-Ausbau in Deutschland schreitet munter weiter voran. Nicht nur die Deutsche Telekom bietet die Möglichkeit schnelle Internetanschlüsse zu buchen, sondern auch die Konkurrenz. In den zurückliegenden Wochen haben unter anderen NetCologne und Unitymedia ordentlich daran gearbeitet, mehr Kunden schnelle Breitband-Zugänge zur Verfügung stellen zu können. Die Redaktion von inside-digital.de gibt einen Überblick zu den jüngsten Ausbau-Meldungen.

NetCologne

Beim Stadtnetzbetreiber NetCologne, der vor allem im Raum Köln/Bonn aktiv ist, wurde in den zurückliegenden Monaten fleißig gearbeitet. In den folgenden Regionen fanden in den vergangenen oder finden in den kommenden Wochen Glasfaser-Arbeiten statt.

  • Köln Libur: Ausbauarbeiten haben begonnen. Zukünftig bis zu 100 Mbit/s per VDSL-Vectoring für alle 500 Haushalte. Zwei neue Technikgehäuse werden aufgestellt und rund 700 Meter Glasfaserleitungen verlegt.
  • Hürth Efferen: Ausbauarbeiten sind komplett abgeschlossen. Bis zu 100 Mbit/s für alle Anwohner aus dem zweitgrößten Hürther Stadtteil. Dafür wurden 20 neue Schaltkästen errichtet und 3,5 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Der weitere Ausbau wird in den Stadtteilen Fischenich und Kendenich sowie Hürth Mitte erfolgen, wo erste Kunden voraussichtlich ab Sommer an das NetCologne-Breitbandnetz angeschlossen werden. Weiter ziehen die NetCologne-Bautruppen dann in die Stadtteile Hermülheim und Kalscheuren sowie Alt-Hürth mit Knapsack (ohne Gewerbegebiet), Stotzheim und Sielsdorf.
  • Bergheim: Drei weitere Stadtteile sind in Zusammenarbeit mit RWE an das Glasfasernetz angeschlossen worden. Neben Büsdorf und Fliesteden auch Glessen. Im Sommer wird der Ausbau in Rheidt und Hüchelhoven fortgesetzt. In allen Städten werden Breitband-Verbindungen mit bis zu 100 Mbit/s ermöglicht.
  • Dormagen: Hier erfolgt der Ausbau in Zusammenarbeit mit der energieversorgung dormagen (evd). Die ersten vier Stadtteile wurden nun an das Netz angeschlossen. Dabei handelt es sich um Dormagen-Mitte, Horrem, Rheinfeld und Zons. Ab Sommer wird in Ückerath, Nievenheim, Delrath, St. Peter und Stürzelberg weitergearbeitet. In Straberg und Gohr sollen dann schon die ersten Breitband-Anschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s ans Netz gehen.
  • Frechen: Die nächsten vier Stadtteile, in denen mit bis zu 100 Mbit/s im Internet gesurft werden kann, sind am Netz: Benzelrath, Buschbell, Grube Carl und Hücheln. Auch hier erfolgte der Ausbau in Kooperation mit RWE. Es wurden 14 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt und 14 neue Schaltkästen am Straßenrand aufgestellt. In den kommenden Wochen ist der Breitband-Ausbau auf die Stadtteile Grefrath und Habbelrath fokussiert.
  • Alfter: Bereits abgeschlossen ist der Ausbau in Alfter – Vorwahlbereich 02222. NetCologne und RWE haben hier Internetleitungen mit bis zu 100 Mbit/s im Downstream verlegt. Der Ausbau erfolgte auf einer Länge von mehr als zehn Kilometern Länge und soll 4.750 Haushalten sowie 150 Firmen schnelleres Internet ermöglichen.  
  • Kerpen: Auch in der Heimatstadt von Michael Schumacher sind die Breitbandarbeiten in vollem Gange und in zwei weiteren Stadtteilen nun abgeschlossen worden. Anwohner in Türnich und im Neubaugebiet Vogelrutherfeld in Sindorf sind nun Internetverbindungen mit bis zu 100 Mbit/s möglich.
  • Morsbach: Für den Ausbau in Morsbach arbeitet NetCologne in Zukunft mit dem Unternehmen AggerEnergie zusammen. Voraussichtlich Ende Mai sollen die Ausbauarbeiten starten. Rund 4.000 Haushalte und 150 Firmen sollen von dem Ausbau nach Abschluss dr Arbeiten profitieren.

Unitymedia

Ähnlich wie NetCologne baut auch der Kabelnetzbetreiber Unitymedia sein Glasfasernetz Schritt für Schritt weiter aus.

  • Lüdenscheid: Rund 1.200 Haushalte wurden in der jüngsten Vergangenheit fit für die digitale Zukunft gemacht. Hauseigentümer, die noch nicht an das Glasfasernetz angeschlossen sind, haben im nun erschlossenen Bereich die Möglichkeit, bei Unitymedia entsprechende Anschlussarbeiten zu beauftragen. Die anfallenden Kosten werden in Höhe von bis zu 1.500 Euro übernommen.
  • Wilsdorf, Altena und Lennestadt: Gleiches gilt für Einwohner in Wilnsdorf und Altena, wo rund 2.000 beziehungsweise 550 Haushalte die Möglichkeit haben, Unitymedia mit einem entsprechenden Auftrag zu versehen. Auch in Lennestadt wurde eine entsprechende Ausbau-Kampagne gestartet.
  • Lollar: Im Ortsteil Ruttershausen haben die Modernisierungs- und Netzerweiterungsarbeiten begonnen, um Kabelinternet mit zunächst bis zu 200 Mbit/s, Telefon und Digital-TV im Komplettpaket anbieten zu können. Ebenfalls ausgebaut werden die Ortsteile Beltershain, Lumda, Reinhardshain.  
  • Landkreis Gießen: Rund 4.100 Haushalte in den Städten Grünberg, Hungen und Lich sollen in den kommenden Monaten Zugang zum Glasfasernetz von Unitymedia erhalten. Damit erreicht Unitymedia nach eigenen Angaben mehr als 79.000 Haushalte von insgesamt 120.000 Haushalten im Landkreis Gießen.
  • Karben: Um in Zukunft Breitband-Zugänge mit bis zu 400 Mbit/s anbieten zu können, werden in Karben die Netzkapazitäten erweitert. Dafür werden unter anderem sechs Kilometer Glasfaser verlegt, was bis Ende Mai mit entsprechenden Tiefbauarbeiten verbunden ist.
  • Freudenberg: Fast 2.400 Haushalte in Freudenberg (Kernstadt und Büschergrund) haben jetzt die Möglichkeit, mit bis zu 200 Mbit/s im Internet zu surfen. Der Ausbau in der Stadt ist ein Teil eines mehrstufigen Breitband-Ausbaukonzepts im Kreis Siegen-Wittgenstein. 

Tele Columbus

Gleich 12.000 weitere Haushalte können ab sofort auf schnelle Internetanschlüsse von Tele Columbus zurückgreifen. Dafür hat der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber eine Kooperation mit den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck geschlossen. Für rund 12.000 Wohnungen der jenawohnen wird ein modernes Multimedianetz errichtet, die nach Abschluss der Arbeiten auf Internetzugänge mit bis zu 400 Mbit/s zugreifen können. Schrittweise werden bis Ende 2020 mehr und mehr Wohnungen an das Netz angeschlossen.

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Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

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