Microsofts Xbox One will der Platzhirsch im Wohnzimmer sein

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"Wir haben Gaming zum Leben erweckt - jetzt werden wir Entertainment für immer verändern", philosophierte Microsoft-Gründer Bill Gates bei der . Sie ist demzufolge natürlich die beste Spielekonsole aller Zeiten, sie bietet selbstverständlich das ultimative Unterhaltungsangebot, und sie wird ohne Frage die Zukunft der Mediennutzung revolutionieren - genau wie Sonys Playstation 4 und Nintendos Wii U.

Früher wurde eine Spielekonsole ausschließlich zum Spielen genutzt, doch die Zeiten haben sich geändert. Das befragte Ende 2012 rund 2.500 Videospieler in den USA: Die Ergebnisse zeigen, dass der Anteil des reinen Spielens an der Nutzungsdauer im Falle der Xbox 360 bei 66 Prozent liegt, die Wii wird zu 51 Prozent zum Spielen genutzt, und die Playstation 3 wird sogar nur zu 46 Prozent für Off- und Online-Spiele verwendet. Der Befragung zufolge werden Konsolen zusätzlich vor allem zum Ansehen von Videos via Stream, DVD/Blu-ray oder Download verwendet.

Die Xbox als Multimediazentrale

Diesem veränderten Nutzungsverhalten versuchen die Hersteller Rechnung zu tragen, indem sie eigene internetbasierte Plattformen an ihre Konsolen koppeln, über die Spieler sowohl Games herunterladen als auch Filme oder Musik abrufen können. Während das Angebot für Nintendos Wii U hier noch recht karg ist, stellt Sony der Playstation 4 sein „Entertainment Network“ zur Verfügung und Microsoft setzt wie schon zuvor auf „Xbox Live“.

Im Social Web soll der Nutzer ebenfalls nicht allein gelassen werden – besser gesagt: Die Konsolenhersteller wollen den Zugang zu den sozialen Netzwerken nicht dem Smartphone, Tablet oder Fernseher überlassen. So macht Microsoft auf der Xbox One jetzt beispielsweise einen Video-Gruppenchat via Skype möglich.

Mit all den erweiterten Features sollen die Spielekonsolen nun endgültig zu Multimediazentralen im Wohnzimmer mutieren, die auf alle möglichen Inhalte – Spiel, Video, Film, Musik, Foto, Web – zugreifen und mit allen möglichen Geräten – PC, TV, Tablet, Smartphone – interagieren können.

Die Xbox als „Big Brother“

So weit wie Microsoft treibt es aber keiner der Konkurrenten: Die überarbeitete und im Lieferumfang enthaltene Kinect-Kamera der Xbox One erfasst nicht nur die Bewegungen des Spielers für Aktionen im Game, sondern beobachtet ihn fortwährend. „Kinect weiß nicht nur, wer im Zimmer ist. Es weiß auch, wer welchen Controller in der Hand hält“, drohte Yaron Galitzky, Entwicklungschef für die Kamera, bereits an. Xbox-Marketingchef Yusuf Mehdi ergänzte: „Die Xbox One weiß, wer Sie sind, was Sie wollen und wie Sie es wollen.“

Die Wunschvorstellung des US-Konzerns dürfte wohl sein, dass alle Xbox-Nutzer mit ihrem Microsoft-Account sowohl an der Konsole als auch bei Xbox Live, an ihrem PC und auf ihrem Windows Phone angemeldet sind und für Internet-Suchen ausschließlich das Microsoft-Programm Bing nutzen. Gemunkelt wird, dass Microsoft auch das Nutzungsverhalten bei Facebook auslesen möchte. Wenn dann noch die Kinect-Kamera erfasst, welches Mitglied aus dem Haushalt wann zu welchem TV-Programm umschaltet, dann eröffnen sich für den Großkonzern ganz neue Möglichkeiten für personalisierte und gezielte Werbung – was Datenschützer schon jetzt murren lässt.

Die Xbox als Spielekonsole

Ist man als Kunde jedoch ein Hardcore-Gamer und will die Konsole ausschließlich zum Spielen nutzen, hat man – voraussichtlich zum Weihnachtsgeschäft 2013 – die Qual der Wahl zwischen Sonys Playstation 4 und Microsofts Xbox One, während Nintendos Wii U  gedacht ist und von der Leistung her doch deutlich zurückbleibt.

Zwischen Störung und Neuanschluss: Unterwegs mit einem Telekom-Techniker

Wenn Telekom-Techniker Sebastian Pauls morgens in seinen Opel steigt, wird er viele Menschen glücklich machen. Ihr Telefonanschluss wird im Laufe des Tages wieder funktionieren oder ihr DSL-Anschluss endlich geschaltet. Egal ob Telekom-Anschluss oder ein Anschluss von 1&1, Vodafone oder O2: Pauls schaltet alle Anschlüsse. Nur die Abläufe sind etwas anders. inside handy durfte den Techniker einige Stunden begleiten.
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