LG G5 und seine Freunde im Test

16 Minuten
LG G5 Friends
Bildquelle: inside-handy.de
LG hat auf dem MWC in Barcelona neben dem neuen Flaggschiff G5 noch eine ganze Reihe an Gadgets und Anbauteilen vorgestellt. Mittlerweile sind die LG Friends im Markt angekommen und müssen sich nun dem Test bei inside-handy.de stellen. Dabei sind: zwei Kamera-Gadgets, eine VR-Brille und mit dem Hi-Fi Plus ein andockbarer Lautsprecher.

Das neue Spitzen-Smartphone wurde im Test des LG G5 von inside-handy.de schon gewürdigt und zeigte, dass es nicht nur sehr schnell sein kann, sondern noch einige andere Talente aufzuweisen hat. Dabei ist wohl die spannendste Neuerung gegenüber dem Vorgänger LG G4 die teilmodulare Bauweise. Mit einer Andock-Mechanik kann nicht nur der Akku trivial getauscht, sondern auch zwei Zusatzmodule angebracht werden. Dazu bietet LG mit der 360 VR eine Virtual-Reality-Brille und mit der 360 CAM die passende Rundumkamera an.

LG Friends – technische Daten, Funktion und praktischer Einsatz

LG 360 CAM

Die LG 360 CAM kann sowohl als Stand-Alone-Kamera oder mit einem Smartphone als Partner betrieben werden. Die Verbindung wird über die App „LG 360 CAM“ und einem von der Kamera zur Verfügung gestellten WLAN-Hotspot erreicht. Dabei entsteht eine kleine Tücke: Um Bilder schnell teilen zu können oder nicht komplett von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, muss die Option „mobile Daten bei WLAN-Verbindung ohne Internetanbindung verwenden“ aktiviert werden. Ansonsten versucht das LG G5, wie auch das LG G4 mit dem Kamera-WLAN eine Datenverbindung ins Netz aufzubauen und scheitert selbstverständlich. Hier liegt auch einer der größten Kritikpunkte beim softwareseitigem Handling: Mithilfe der LG-App wird zwar eine eigene Bedienungs-Oberfläche auf dem Smartphone geschaffen, jedoch auch eine zweite Verwaltungsebene was die WLAN-Konnektivität angeht. Das führt oft zu Haklern und frustrierenden Wartezeiten.

Bildgestaltung der LG 360 CAM

Ist die Kamera verbunden wird schnell der Spaß-Faktor bemerkbar. Mit 360 und 180 Grad weit reichenden Bildern und Videos lässt sich so allerhand Unsinn anstellen und das Spielkind wird geweckt. Bei allem Klamauk muss aber auch die Bild- und Videoqualität kritisch hinterfragt werden. Dass die vollsphärischen Videos heftige Krümmungen in der Bildgestaltung aufweisen, mag für viele ein Stilmittel sein, Perfektionisten werden allerdings keine Freude an der Bildgestaltung haben. Hier wäre die wohl einzige Lösung, auf vier, sechs oder noch mehr Kameras zu setzen, die dann eine weniger kleine Brennweite am Objektiv benötigen um ein solches Video aufzunehmen. Bei Fotos wird der gleiche Effekt erzielt, der nicht nur bei einer planaren Ansicht des Bildes, sondern auch bei der 360-Grad-Darstellung auftritt. Gerade bei den zweidimensionalen Darstellungen wird der untere und obere Bereich des Bildes maximal unscharf und verzerrt dargestellt. Um also ein Rundumbild für das Fotoalbum zu schießen ist ein Panoramafoto mit dem Smartphone die bessere Wahl.

LG G5 Friends

Bildqualität der LG 360 CAM

Abgesehen von der Bildgestaltung, kann die Bildqualität bei gutem Licht gefallen. An das Niveau eines aktuellen Smartphone-Spitzenmodells kommt sie jedoch nicht heran. Die Farben sind kräftig und mit der App, die manuelle Einstellungen im Foto-Modus zulässt – im Video-Modus verweigert sie das – können auch einige beleuchtungsbedingte Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden. Sie tendiert etwas zu einer kalten Einstellung in der Automatik, was aber ebenfalls mit dem einstellbaren Weißabgleich erledigt werden kann. Somit sind Schnappschüsse für den coolen Urlaubs-Facebookpost am Strand oder auf dem Berggipfel kein Problem. Beim abendlichen Clubbesuch muss allerdings ein wenig zu lang an den Einstellungen gefummelt werden, um eine plötzlich auftretende Situation einzufangen.

Handhabung, Speicher und kleine Ärgernisse

Videos mit der maximalen Auflösung sind trotz kleiner Sensoren und ohne große Bildanzahl pro Sekunde beim Speicherbedarf recht umfangreich: 29,4 MB kamen im Test bei einem 360-Grad-Video in 2K (2.560 x 1.280 Pixel / 30 fps) und 14 Sekunden Länge zusammen. Die Fotos halten sich eher in Grenzen: Die maximale Bildgröße von 5.660 x 2.830 Pixeln braucht bei planaren Bildern zwischen 6 und 7 MB Speicherplatz. Der in der Kamera integrierte Speicher beläuft sich auf 4 GB, wobei ein externer Speicher zusätzlich benötigt wird.

Beim Handling stören zwei hardwareseitige Konstruktionsschwächen: Bei der Nutzung eines Stativs kann die Klappe, die den USB-2.0-Typ-C-Port und die Speicherkarte bedeckt, nicht geöffnet werden. Damit kann mit einem Stativ oder einem Handgriff nicht dauerhaft aufgenommen werden, da die Kamera irgendwann nach frischem Strom schreit. Hier wird eine weitere kleine Schwäche sichtbar: Ganz so schnell wie man erwartet, wird der kleine Akku mit 1.200 mAh nicht geladen. Somit sollte man immer darauf achten, die Kamera bei Nichtbenutzung auch auszuschalten, um nicht zu viel Energie zu verplempern.

Zwischenfazit LG 360 CAM

Die LG 360 CAM ist ein schickes Spielzeug, das für schnelle und beeindruckende Fotos und Videos herhalten kann. Die Qualität der (Bewegt-) Bildprodukte lässt jedoch in vielen Situationen zu wünschen übrig, womit man schnell wieder auf die herkömmliche und äußerst potente Kamera des LG G5 zurückgreift.

LG CAM Plus

Das zweite Foto-Produkt in der Friends-Familie wird von LG als Modul für das G5 auf den Markt gebracht. Das LG CAM Plus ist im einfachsten Sinne ein Kamerahandgriff für das Spitzenmodell. Mit ihm wird das Smartphone um einen kleinen Akku, eine Schnellstarttaste, zwei Auslöse-Buttons für Video- und Fotoaufnahmen und einem Einstellrad erweitert.

LG G5 Friends

Haptik des G5 und des CAM Plus

Ein großes Paket also, das sich der Nutzer an das Handy packt. Und das spürt er dann auch. Das Smartphone wird um einiges dicker und auch massiv schwerer. Dazu kommt, dass das G5 nach dem Anbringen recht unausbalanciert daherkommt. Der erwartete Aha!-Effekt bleibt allerdings aus. Der Griff um das Smartphone wie bei einer echten Kamera wird nicht erreicht. Dafür ist das Anbauteil zu wenig dick, es fehlt ein Gegenstück für den Daumen, der automatisch auf das Display rutscht und die Tasten sind gewöhnungsbedürftig angebracht. Die Mixtur holt aus einer hervorragenden Idee einen nur durchschnittliche Mehrwert heraus.

Bedienung des LG CAM Plus

Dazu kommt ein Ärgernis, das allerdings auch ausgewachsene Kamerahersteller nur schwer in den Griff bekommen: die Mischung aus Leichtgängigkeit und Präzision des Einstellrads. Bei LG ist es viel zu leichtgängig geraten und schon bei leichtem Kontakt, der wegen des danebenliegenden Auslösers kaum verhindert werden kann, verstellt sich die Brennweite. Die Präzision der Einstellung wird dazu noch durch eine träge Umsetzung der Befehle auf dem Smartphone eingedampft. Der letzte Kritikpunkt am Kameragriff liegt in der Position des Schnellstartknopfes, der schön straff konstruiert wurde, allerdings an der Unterseite des Smartphones beim Griff zu selbigen eigentlich nie in Daumen- oder Fingerweite liegt.

LG G5 Friends

Positiv gestaltet sich der Umgang mit dem zweistufigen Auslöse-Knopf, der ebenso wie der Schnellstarthebel, schön straff ausgeführt ist. Leichter Fingerdruck und die Schärfe stellt sich sehr schnell ein, durchdrücken und schon ist das Foto erledigt. Hier gibt es zwei Daumen nach oben. Auch der dezidierte Video-Button, auch wenn er recht weit weg liegt, kann lobend erwähnt werden. So ist beides, der schnelle Schnappschuss und das flotte Video, fix erledigt.

Zwischenfazit LG CAM Plus

LGs Idee eines Kameramoduls, das nicht die Kamera an sich verbessert, sondern die Bedienbarkeit ist herausragend. Smartphone-Kameras leiden seit geraumer Zeit eher an einer schwachen Bedienbarkeit als an schlechter Bildqualität – zumindest in der Spitzenklasse. Nun ist es LG allerdings nur bedingt gelungen, die Steuerung auf Kompaktkamera-Niveau zu heben. Der richtige Ansatz ist aber auf jeden Fall vorhanden.

LG Hi-Fi Plus by B&O Play

Das LG Hi-Fi Plus ist der unauffälligste Freund aller LG Friends, soll aber der lauteste sein. Dabei fällt es auch in anderer Hinsicht auf: Es ist das einzige Gimmick, das mit einem Partner entwickelt worden ist, das nicht visuell sondern auditiv und nicht in Grau, sondern Schwarz daher kommt. Auch das Metallfinish des Grundgeräts LG G5 wird am Anbauteil nicht fortgeführt. Das sorgt für eine unausgegorene Optik. Sie kann auf der Front noch gefallen, da das Schwarz des Hi-Fi Plus gut in die sonst ebenfalls schwarze Front passt, jedoch setzt es sich dadurch ab, dass es eine matte Oberfläche besitzt und damit ein deutlicher optischer Bruch zwischen dem Schutzglas und dem Hi-Fi Plus entsteht. Auf der Rückseite muss man mit einem noch deutlicherem Absatz zurechtkommen. Hier wird nicht nur das Material, sondern auch die Farbe gewechselt. Ein in sich stimmiges Design sieht anders aus.

LG G5 Friends

Haptik und Verarbeitung

Die Haptik des Smartphones wird durch das B&O-Gimmick durch die etwas größere Länge und dem Material beeinflusst. Beides lässt sich allerdings verschmerzen. Das LG G5 kann auch mit dem Original-Gehäuseabschluss nur schwer mit einer Hand bedient werden. Somit hat der Nutzer bei der Haptik wenig Einschränkungen und kann das Hi-Fi Plus im Alltag immer am LG G5 lassen.

Die Verarbeitung des Anbaulautsprechers ist an sich in Ordnung, allerdings fallen kleine Spalte beim Übergang zum Handy auf. Dazu wird nicht der feste Sitz des CAM Plus erreicht. Wird die Verbindung belastet, bewegt sich das Anbauteil unabhängig vom Smartphone. Man muss sich keine Sorgen machen, dass das B&O-Gerät abfällt oder -bricht, aber das Vertrauen in die Konstruktion nimmt doch ein wenig Schaden.

LG G5 Friends

B&O-Sound

Der Qualitätsgewinn bei der Musikwiedergabe per Lautsprecher hält sich in Grenzen. Speziell bei Direktvergleichen mit Soundspezialisten wie dem HTC 10 und dem Marshall London kann der B&O-Friend nicht überzeugen. Der Mono-Lautsprecher klingt wie ein guter Oberklassen-Lautsprecher am Smartphone-Markt. Damit liegt man bei LG schon im erweiterten Referenzbereich, jedoch bieten andere Hersteller diese oder höhere Soundqualität auch ab Werk und ohne Tuning.

Stöpselt man jedoch einen Kopfhörer in den nun zusätzlich angebotenen Klinken-Port wird klar, dass doch mehr hinter dem kleinen Plastik-Bauteil steckt, als er nach außen angibt. Der 32-Bit-DAC leistet sehr gute Arbeit und fügt die Einsen und Nullen auf hohem Niveau zu einem Analogsignal zusammen. Dazu kommt eine automatische Einstellung auf das angeschlossene Ausgabegerät, die jedoch noch per Hand verändert werden kann. Bei der Ausgabe über den Klinken-Port bewegt man sich also auf höchstem Niveau.

Zwischenfazit LG HiFi-Plus by B&O Play

Wer die Lautsprecher-Spezialisten am Smartphone-Markt beeindrucken will, sollte zu einem Bluetooth-Lautsprecher greifen und sich nicht auf das Hi-Fi-Plus verlassen. Wer allerdings ein Höchstmaß an Sound-Qualität über Kopfhörer sucht, der wird beim B&O-Anbauteil fündig. Das Design ist dagegen eine mittelschwere Zumutung – hier folgt die Form tatsächlich der Funktion.

LG 360 VR

Das Gegenstück zur LG 360 CAM ist die VR-Brille LG 360 VR. Mit ihr bietet LG eine Alternative zu Samsungs Gear VR oder Googles Cardboard. Der große Unterschied und die anzuerkennende Leistung ist hier, dass das Smartphone als Abbildungswerkzeug wegfällt und eigene Bildschirme die Visualisierung übernehmen. Damit konkurriert man bauartbedingt mit HTCs Vive und der Oculus Rift, ohne dass man dabei auch nur annähernd auf die Investitionshöhen der Spezialisten kommt. Dafür muss man allerdings auch mit Abstrichen zurechtkommen. So wird das Smartphone als Steuerzentrale und Rechenmaschine auch weiterhin gebraucht und mit einem Kabel mit der Brille verbunden.

LG G5 Friends
Bildquelle: inside-handy.de

Sitz und Haptik der LG 360 VR

Die Kunststoffschale der 360 VR ist das wohl schlankeste und auch eleganteste, was am derzeitigen Markt zu haben ist. Die Bauform bringt jedoch auch Nachteile mit sich: Das Gehäuse schließt nicht mit dem Gesicht ab und so dringt sehr viel Umgebungslicht in die Darstellung der VR-Inhalte. Dazu wird nicht auf einen Riemen zum Fixieren der Brille gesetzt, sondern auf zwei Brillenbügel, die bis hinter die Ohren am Kopf anliegen und mit recht hohem Druck auf den Schädel einen dementsprechend sicheren Halt bieten. Dazu sind zwei verstellbare Nasen-Pads integriert, die die Brille auf der Nase und vor den Augen fixieren. Das Ganze sitzt gut und es gibt, bis auf die recht straffen Bügel, kaum Kritik am Komfort. Dafür sorgt auch das vergleichsweise geringe Gewicht. Eine deutliche Kritik muss bei der Einstellung der Schärfe über das Drehen der einzelnen Linsen ausgesprochen werden. Die Ringe zur Verstellung liegen knapp neben dem Sonnenschutz und lassen sich nur mit dünnen Finger komfortabel einstellen. Selbiges gilt für die Verstellung des Linsenabstands. Die schon schwierige Einstellung wird hier durch eine nur in zweimal drei Stufen verschiebbare Weite zusätzlich erschwert.

Bildqualität der Virtual-Reality-Brille

Bei der Darstellungsqualität wird deutlich, dass man sich hier eben nicht auf dem Niveau einer VIVE oder einer Rift bewegt. Das Bild wirkt schnell verpixelt und grobkörnig. Auch die Reaktionsgeschwindigkeit lässt besonders bei Schriftdarstellung zu wünschen übrig: Wird der Kopf beim Anblick einer Schrift bewegt, verschmieren die Buchstaben und Farb-, wie auch Konturfehler werden deutlich. Ein weiteres Problem: Die beiden Linsen erzeugen durch einfallendes Umgebungslicht unschöne Flares und verhindern damit das Abschottungsgefühl nach Außen. Dabei wird allerdings das beeindruckende Gefühl, sich in einer Szenerie aufzuhalten nicht übermäßig eingeschränkt. Bei Kurzfilmen, Animationen oder ganzen Serien, die in 360-Grad-Video aufgenommen sind, wird der Vorteil der VR-Brille deutlich. Das Gefühl, aus allen Richtungen Ereignisse zu erwarten kann überzeugen.

LG G5 Friends

Sound und Steuerung

Die Steuerung der 360 VR gelingt über Kopfbewegungen und mit dem LG G5, das als Touchpad umfunktioniert wird. Alternativ sind auch an der Brille selbst zwei Taster, die für „bestätigen“ oder „zurück“ genutzt werden können. Damit sind alle Steuerungsmöglichkeiten abgedeckt und der Nutzer kann sich in das virtuelle Erlebnis stürzen.

Eines darf dabei nicht vergessen werden: Für den Sound müssen noch die Kopfhörer in die Brille oder das Smartphone eingestöpselt werden, ansonsten gibt es nur den dünnen Smartphone-Sound. Damit sind schon zwei Kabel am Kopf befestigt, was das Selbstverständnis etwas trübt und man sich dabei erwischt, wie man sich seltsam fixiert vorkommt, obwohl man sich ja eigentlich mit seinen Bewegungen frei im (virtuellen) Raum bewegen soll.

Zwischenfazit LG 360 VR

Die 360 VR kann mit Kompaktheit, relativ günstigem Preis und einer schnellen Nutzbarkeit punkten. Bei der Bildqualität und der Passgenauigkeit hapert es allerdings doch deutlich.

LG Friends – Das Gesamtpaket

Das System LG G5 plus Friends präsentiert sich zu Beginn als störrisch. Die beiden direkt an das Flaggschiff andockbaren Module sind schnell angebracht und installiert, bei den beiden externen Elementen gestaltet sich die Einrichtung etwas komplizierter, ist aber mit etwas Einarbeitungszeit machbar.

Großer Kritikpunkt am Gesamtkonzept ist die eingeschränkte Konnektivität der Anbauteile mit den externen Geräten: solange ein Modul im Smartphone steckt ist die erfolgreiche Verbindung mit den externen Modulen nicht oder nur eingeschränkt möglich. Das stört spätestens dann, wenn schnell zwischen den einzelnen Komponenten hin- und hergewechselt werden soll.

LG G5 Friends

Der zweite große Kritikpunkt ist, so pervers es klingt, der sonst viel gelobte Wechselakku. Die Umsetzung der modulare Bauweise selbst ist so konzipiert, dass der Akku immer mit ausgeworfen wird. Damit ist ein Wechsel der Module ohne das Abschalten des Smartphones nicht möglich. Das kostet Zeit und sollte von LG noch einmal überdacht werden.

Das Software-Paket, bestehend aus insgesamt fünf Apps, ist im Allgemeinen übersichtlich gestaltet und mit dem Friends Manager einfach zu verwalten. Einige Probleme gibt es allerdings mit den in der Software integrierten WLAN-Einstellungen. Hier wurden im Testverlauf ab und an Konflikte mit den Systemeinstellungen des Smartphones deutlich.

LG Friends – Die Apps der G5-Freunde

Fazit

Die LG Friends hinterlassen im Test einen zwiegespaltenen Eindruck. Zum einen hat jeder der vier Freunde seine Stärken und Schwächen, was jeweils an der Spezialisierung und bei der 360 VR auch an Sparmaßnamen liegt. Von einigen Bauteilen erwartet der Nutzer mehr, als sie leisten können. Das Zusammenspiel der Einzelkomponenten sollte in jedem Falle von LG noch einmal überarbeitet werden.

Pros von LG 360 VR, 360 CAM, Hi-Fi Plus und CAM Plus

  • Bisher einzigartiges Wechselsystem
  • Gute Einzel-An- und Einbindung mit dem LG G5
  • Zum Teil günstiger Preis

Contras der LG-Gadgets

  • Konnektionsschwierigkeiten mit Modulen und externen Geräten
  • Designschwächen
  • Verarbeitung
  • zum Teil hohe Preise

Preise und Verfügbarkeit der LG Friends

LG G5 Friends

Alle Friends sind ab sofort lieferbar und stehen online wie offline bei den bekannten Händlern zur Verfügung. Zu beachten ist, dass die Module CAM Plus und Hi-Fi Plus nicht, wie bei einigen Händlern dargestellt, mit einem Akku zum Kunden kommen, sondern als Stand-Alone-Gerät verschickt werden. Die Preise der LG Friends im Überblick:

  • LG 360 CAM ab sofort für knapp 280 Euro
  • LG 360 VR ab sofort für knapp 280 Euro
  • LG CAM Plus ab sofort für knapp 100 Euro
  • LG Hi-Fi Plus with B&O Play ab sofort für knapp 150 Euro

Das Preis-Leistungs-Niveau schwankt etwas von Freund zu Freund. Der Fan der jeweiligen Spezialisierung muss deshalb genau abwägen, ob ihm die Mehrleistung auch das Geld wert ist, das LG haben möchte. Die 360 CAM bietet, ebenso wie die 360 VR Einsteigerleistung zu ordentlichen Preisen. Verglichen mit der aktuellen Konkurrenz liegt man bei beiden unterhalb des Marktdurchschnitts, aber auch tendenziell unterhalb der jeweiligen Konkurrenzleistung. Die beiden Module sind theoretisch einzigartig und sehen sich so keinen Vergleichsprodukten gegenüber. Einzig Lenovos Moto Z versucht sich an einem ähnlichen Konzept, jedoch mit einem etwas anderem Ansteckprinzip mit dem man den Akku-Wechsel obsolet macht.

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