Bundesliga im TVSky und Eurosport bekommen Bundesliga-TV-Rechte ab 2017

vom 09.06.2016, 15:16
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Die TV-Rechte für die Fußball-Bundesliga ab der Saison 2017/2018 sind vergeben: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Live-Spiele erstmals auf unterschiedliche Pay-TV-Sender aufgeteilt. Neben dem bisherigen Rechteinhaber Sky kommt auch Eurosport mit seinem Pay-TV-Kanal zum Zuge. Im frei empfangbaren Fernsehen bleiben die ARD-Sportschau und das Aktuelle Sportstudio des ZDF unangetastet, auch Sport1 behält seine Nachberichterstattung.

Um mehr Geld aus der TV-Vermarktung holen zu können, hat die DFL die Anstoßzeiten der 1. Bundesliga ab der Saison 2017/2018 noch weiter auseinandergezogen. Künftig gibt es Live-Fußball am Freitag um 20.30 Uhr, am Samstag um 15.30 Uhr und 18.30 Uhr, am Sonntag um 13.30 Uhr, 15.30 Uhr und 18.00 Uhr und am Montag um 20.30 Uhr. Die Sendeplätze am Sonntag um 13.30 Uhr und am Montag um 20.30 Uhr werden pro Saison nur je fünf Mal belegt, alle anderen Anstoßzeiten wird es an jedem regulären Spieltag geben.

Die Live-Spiele werden zwischen Eurosport und Sky wie folgt aufgeteilt: Eurosport erhält insgesamt alle Live-Spiele am Freitagabend, die jeweils fünf Spiele am Sonntagmittag und Montagabend sowie die Relegationsspiele zur 1. und 2. Bundesliga und den Supercup zwischen Meister und Pokalsieger. Alle anderen Spiele der 1. und 2. Bundesliga bleiben bei Sky - Eurosport überträgt also nur ausgewählte Spitzenspiele.

Sky will gegen Verlust des Monopols klagen

Bislang hatte Sky die exklusiven Rechte für die Live-Übertragungen aus der 1. und 2. Bundesliga. In der aktuellen Ausschreibung hatte die DFL jedoch verboten, dass sich ein Sender alle Live-Spiele sichert. Das Kartellamt hat für diese Entscheidung grünes Licht gegeben - Sky will gegen die Beschneidung seines bisherigen Monopols nun vor Gericht ziehen.

Im frei empfangbaren Fernsehen gibt es nur wenige Änderungen: die ARD-Sportschau und das ZDF-Sportstudio am Samstagabend bleiben den Fußball-Fans erhalten. Das Montagsspiel der 2. Liga wird es nicht mehr bei Sport1 zu sehen geben, der Sender darf jedoch die Freitags- und Samstagsspiele am Sonntag verwerten. Die Verwertung der Sonntagsspiele obliegt der ARD.

Die Rechte für im Internet veröffentlichte Highlight-Videoclips hat sich die Perform-Gruppe gesichert, die diese an einen noch nicht näher benannten Anbieter weiterlizensieren wird. Die Audio-Rechte für die Bundesliga-Übertragungen im UKW-Radio liegen weiterhin bei den ARD-Hörfunkanstalten. Der Sender Sport 1 FM verliert seine Rechte für Internet- und Mobilfunkübertragungen an Amazon. Die Partien werden dort über den Dienst Prime Music live übertragen.

4,64 Milliarden - Rekordsumme für die Bundesliga

Durch die neuen TV-Verträge erhält die DFL über vier Jahre eine Gesamtsumme von 4,64 Milliarden Euro von den TV-Sendern, pro Saison macht das einen neuen Rekordwert von 1,159 Milliarden Euro, die nach einem festgelegten Schlüssel auf die 36 Profivereine der ersten und zweiten Liga aufgeteilt werden. Vereinfacht lässt sich sagen: Je höher und konstanter ein Verein in der Tabelle unterwegs ist, desto mehr Geld fließt in die Kasse des Clubs.

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Quellen: DFL, Bundesliga.de | Autor: Christian Koch
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Themen dieser News: TV-Sender & Video on Demand

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