Bahn-Kunden erhalten Zugriff auf TV-Serien und Kinofilme von Maxdome

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ICE der Deutschen Bahn
Bildquelle: Deutsche Bahn
In einer Pressemitteilung gab die Deutsche Bahn neue Kooperationen mit verschiedenen Unterhaltungsanbietern bekannt. Mit der Zusammenarbeit will man ICE-Reisenden ein breiteres Spektrum an Unterhaltung im ICE-Portal bieten. ICE-Reisende haben demnach ab sofort die Möglichkeit, aus einem digitalen Angebot an Hörbüchern, Hörspielen, verschiedenen Tageszeitungen und auch Spielen auszuwählen. Auch Kinofilme und TV-Serien werden bald abrufbar sein.

Im ICE-Portal, dem digitalen Reisebegleiter im ICE, sollen den Reisenden ab sofort neue Angebote zur Verfügung stehen. Neben diversen kostenfreien Informationen rund um die Reise erweitert die Deutsche Bahn (DB) das Bordprogramm um kurzweilige Spiele, Hörbücher unterschiedlicher Genres sowie verschiedene kostenpflichtige Tageszeitungen.

Abrechnung kostenpflichtiger Inhalte soll über den Mobilfunkanbieter erfolgen

Zum Start umfasst das digitale Zeitungsangebot die Titel Bild, Bild am Sonntag, Die Welt, Die Welt Kompakt, Welt am Sonntag, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung und Financial Times. Partner hierfür ist der Anbieter iKiosk der Axel Springer SE. Die Abrechnung für die jeweils genutzte Zeitung soll für den Kunden per Telefonrechnung über den Mobilfunkanbieter erfolgen.

„Das ICE Portal hat sich als digitaler Reisebegleiter bei unseren Kunden etabliert. Wir freuen uns, den Reisenden neben Informationen rund um ihre aktuelle Reise jetzt auch eine Auswahl an Spielen, Hörbüchern und Tageszeitungen zur Verfügung zu stellen“, erklärte Michael Peterson, Vorstand Marketing der DB Fernverkehr gestern in einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn.

Neuer Streaming-Dienst bietet Hörbücher und Hörspiele

Das Angebot an Hörbüchern und Hörspielen soll monatlich gewechselt werden und insgesamt stehen den Reisenden neun verschiedene Exemplare zur Verfügung. Darunter befinden sich Bücher namhafter Autoren wie Simon Beckett, Andreas Eschbach oder David Baldacci. In der Kategorie Hörspiel begleiten anfangs Serien wie John Sinclair, Sherlock Holmes und Jules Verne die Bahnreisenden. Partner für diesen neuen Streaming-Dienst im ICE Portal ist die Zebralution GmbH.

Das ICE-Portal ist über einen Internetbrowser erreichbar und öffnet sich automatisch, sobald sich ICE-Reisende mit dem Bord-WLAN verbunden haben. Bisher konnten Kunden mit dem ICE-Portal nur auf Reiseinformationen, Sehenswürdigkeiten in Städten und Angebote im Bord-Bistro zugreifen.

Fahrkartenkontrolle soll bald übers Smartphone erfolgen

Die Erweiterung des Angebots im ICE-Portal soll anscheinend nicht der einzige Schritt in Richtung Digitalisierung bei der Deutschen Bahn bleiben. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sprach Personalvorstand Ulrich Weber von einem Aussterben der Fahrkartenkontrolle: „Weil man sich in einigen Jahren elektronisch im Zug einchecken wird. Man hält seine Karte in seinem Smartphone an ein Lesegerät am Einstieg, und das war’s. Die digitale Entwicklung verändert Berufsbilder und die Art, wie wir alle zusammenarbeiten. Hierzu sprechen wir intensiv mit den Arbeitnehmervertretern und verhandeln gerade mit der Gewerkschaft EVG einen Tarifvertrag Arbeit 4.0.“ Nähere Angaben zur digitalen Fahrkartenkontrolle und deren Einführung am Gleis wollte Weber allerdings nicht machen.

Update 21. Juni – Auch Filme und Serien bald abrufbar

Ende 2016 wird es über das ICE-Portal der Deutschen Bahn auch möglich sein, TV-Serien und Kinofilme abzurufen. Dafür ist die Bahn eine Kooperation mit dem Video-on-Demand-Portal Maxdome eingegangen, die langfristig ausgelegt ist, wie es heißt. Neben einem kostenlos nutzbaren Bereich mit rund 50 Titeln wird es auch bis zu 1.000 kostenpflichtige Elemente geben. 

„Reisen im ICE werden mit diesem Video-Service für unsere Kunden noch unterhaltsamer“, ist der Marketing-Chef der Deutschen Bahn, Michael Peterson, überzeugt. Und auch Maxdome-Chef Marvin Lange freut sich auf den neuen Partner: „Film- und Seriengenuss ohne dass ich vorher einen Titel runterladen muss, ohne dass mein mobiles Datenvolumen verbraucht wird und ohne Aussetzer im Tunnel – komfortabler geht es nicht.“

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