EU beschließt Nutzung bis 790 MHz

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Mobilfunk-Basisstation in Münster
Bildquelle: Hayo Lücke / inside-handy.de
Es geht weiter in Sachen 5G: Die für die Telekommunikation zuständigen Minister der EU haben in Brüssel die zukünftige Nutzung der Frequenzen im Bereich 470 bis 790 MHz beschlossen. Damit dürfte es nicht mehr lange dauern, bis das momentan schnellste mobile Netz LTE vom Nachfolger 5G abgelöst wird.

Vodafone, Telefónica Deutschland und die Deutsche Telekom konnten bereits 2015 für knapp 5 Milliarden Euro die Nutzungsrechte für 700er-Frequenzen für mobiles Breitband ersteigern. Nun hat der Rat der Europäischen Union die Freigabe des 700-MHz-Bandes für Mobilfunknetze erteilt, wie der Ministerrat heute bekannt gab. Demnach soll der Bereich bis zum Jahr 2020 für drahtlose Breitbanddienste in Europa freigegeben werden.

Bis zum 30. Juni 2018 haben die Mitgliedsstaaten nun Zeit, einen Plan für die Umsetzung des Beschlusses vorzulegen. Die Herausforderung besteht hierbei, das 700-MHz-Band ausschließlich für Breitbanddienste umzuwidmen. Sollte es zu technischen Schwierigkeiten oder funktechnischen Störungen kommen, ist ein Aufschub der Frist um bis zu zwei Jahre möglich.

Datenübertragung in einer Millisekunde

Der niederländische Wirtschaftsminister äußerte sich zu der Freigabe des 700-MHz-Bandes wie folgt: „Die Öffnung des 700-MHz-Bandes für das mobile Breitband ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines Breitband-Zugangs überall und für jedermann in der EU. Zusammen mit anderen Maßnahmen wird das 700-MHz-Band ab 2020 für schnelles Internet in der EU sorgen.“

Mit der Einführung von 5G sollen Daten demnächst noch schneller übertragen und so die digitale Vernetzung weiter gestärkt werden. Das soll mit deutlich verkürzten Reaktionszeiten von nur noch einer Millisekunde möglich sein. Zum Vergleich: LTE-Netze bringen es auf eine Reaktionszeit von etwa 40 Millisekunden.

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