China treibt Wachstum stark voran

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Günstige Smartphones im Vergleich
Bildquelle: inside-handy.de
Nachdem das Marktforschungsunternehmen Gartner in der vergangenen Woche aktuelle Smartphone-Verkaufsstatistiken veröffentlicht hat, gibt nun auch das deutsche Institut GfK Quartalszahlen bekannt. Demzufolge blieb die Smartphone-Nachfrage im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr weiterhin positiv. Vor allem Geräte im günstigeren Preissegment verhalfen dem Markt zu einem weltweiten Absatzwachstum.

Trotz globaler Wirtschaftsschwächen, bleibt das Wachstum bestehen. Grund dafür sind vor allem die hohe Nachfrage der günstigeren Smartphones in Schwellenländern. Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei GfK, erklärt: „Das erste Quartal zeigt ein fortlaufendes Wachstum des Smartphone-Marktes. Im Jahresvergleich sehen wir jedoch eine Abschwächung der Wachstums raten. Daher haben wir unsere Wachstumsprognose für 2016 auf 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr herabgestuft. Netzbetreiber und Hersteller reagieren in den verschiedenen Regionen mit unterschiedlichen Strategien wie beispielsweise verstärkten Marketingaktivitäten und Subventionen.“

Absätze in Nordamerika und Westeuropa

Die Absätze in Nordamerika stiegen um 4 Prozent an. Im vierten Quartal 2015 zeichnete sich zunächst ein Rückgang an, im ersten Quartal dieses Jahres relativierte sich dies allerdings wieder. Somit wurden 45,4 Millionen Geräte verkauft, vorrangig verursacht durch aggressive Marketing- und Verkaufsmaßnahmen von Netzbetreibern.

Trotz des Marktstarts des Samsung Galaxy S7 und S7 Edge, brach der Absatz in Westeuropa im ersten Quartal 2016 deutlich ein. Da zu Anfang 2016 „nur“ 30 Millionen Einheiten verkauft werden konnten, entspricht dies einem Rückgang von 29 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal sowie um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieser Verlauf macht sich auch auf dem deutschen Smartphone-Markt bemerkbar, auf dem ein Rückgang von insgesamt 11 Prozent zu verzeichnen ist. Laut der GfK wird sich der Markt davon wieder erholen, eine verringerte Nachfrage von rund 3 Prozent im Jahresvergleich soll dennoch bestehen bleiben.

Verlangsamtes Wachstum im Mittleren Osten, Afrika und Lateinamerika

Durch die aktuelle wirtschaftliche sowie politische Situation in Brasilien, ist die Smartphone-Nachfrage weiterhin rückläufig: 24,8 Millionen konnten abgesetzt werden, dennoch entspricht dies einem Rückgang um 22 Prozent zum vierten Quartal 2015. Trotz der Olympischen Spiele, wird Brasilien keine Erholung prophezeit, so GfK.

Eine ähnliche Situation ist in Afrika und dem Mittleren Osten zu finden, denn eine insgesamt schlechte wirtschaftliche Lage verlangsamt das Wachstum immer wieder aufs neue. Die GfK prognostiziert diesen Regionen 183 Millionen verkaufte Einheiten in diesem Jahr, was einem Anstieg von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Stärkster Wachstumsanstieg in China

Mit einem Wachstum von 19 Prozent kann China den höchsten Nachfrageanstieg seit zwei Jahren vorweisen und erreichte eine Verkaufszahl von 109,2 Millionen Smartphones. Laut GfK soll vor allem das starke Interesse an 4G-Smartphones um mehr als die Hälfte im Vergleich zum vergangenen Jahr angestiegen sein. Unterstützt wurde das Interesse von Netzbetreibern, die Datentarife zu attraktiven Preisen anboten und entsprechende Smartphones folglich auch erschwinglicher machten. Somit waren mehr als 95 Prozent der abgesetzten Einheiten im ersten Quartal dieses Jahres 4G-fähige Smartphones.

In China sollen insgesamt 411 Millionen Geräte verkaufen werden. Das prognostiziert das GfK für den Rest von 2016. Dies entspricht einem Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Quartalszahlen von Gartner und IDC gibt es hier.

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