Google Allo - nun auch auf dem Desktop verfügbar

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Google Allo Messenger App
Bildquelle: Google
Das App-Duett von Google Allo und Duo ist seit Mitte August 2016 im Play Store zu finden. Nun, ein Jahr Später, kann der Dienst auch auf dem PC genutzt werden- aktuell jedoch noch mit einigen Einschränkungen.

Update 17. August 2017 – Desktop-Version ist da

Der WhatsApp-Konkurrent des amerikanischen Suchmaschinengiganten Google, Google Allo, ist seit 2016 verfügbar und kann sowohl im Play Store (Android) als auch im App Store von Apple (iOS) heruntergeladen werden – so war es zumindest bisher. Nun können nämlich auch PC-Nutzer in den Genus des Messengers kommen.

Die Web-Version von Google Allo ähnelt der, des Konkurrenten WhatsApp. So braucht der Nutzer zunächst die mobile Ausgabe des Programms, die über den Play Store heruntergeladen werden kann; Apple-Nutzer können den Dienst aktuell noch nicht Nutzen. Befindet sich die Anwendung auf dem Smartphone, muss über das Menü die Allo-Web-Funktion ausgewählt werden. Danach braucht der Nutzer lediglich einen QR-Code auf der entsprechenden Google-Allo-Webseite zu scannen und der Messenger öffnet sich automatisch auf dem Computer. Zu beachten gilt hierbei allerdings, dass die Funktion lediglich mit dem Chrome-Browser funktioniert. Firefox- oder Edge-Nutzer können den Service nicht nutzen.

Google Allo Web
Bildquelle: inside-handy.de

Update 21. September 2016

Allo und Duo wurden auf der Google I/O im Sommer vorgestellt und für reges Interesse gesorgt. Speziell nach der Veröffentlichung der Zusammenlegung von Nutzerdaten bei WhatsApp und Facebook sehen sich viele Nutzer nach Alternativen zum marktbeherrschenden Messenger um. Eine davon könnte Allo werden, wenn denn die Netzwerkeffekte eintreten. Doch der Messenger will mehr sein als ein reines Kommunikationstool. Google will seine Expertise in Sachen Suchfunktionen einbringen und somit einen persönlichen Assistenten verbaut haben. So kann nicht nur mit Freunden gechattet, sondern auch Google befragt werden. Das geschieht wie in einem persönlichen Gespräch und über den Messenger selbst. Damit will man bei Google wohl einen Mehrwert zu den vielen Messengern am Markt bieten.

Allo ist bereit zum Download

Heute ist es soweit: Seit heute steht die Messenger-App zum Download bereit. Google hat zu diesem Anlass auch das Icon im Google Play Store noch einmal verändert und in die App-Beschreibung deutschsprachige Screenshots eingefügt, aus denen auch hervor geht, dass der Google Assistant genannte Assistenzdienst zunächst nur in englischer Sprache zur Verfügung stehen wird, eine deutschsprachige Version jedoch unterwegs sei.

Falls der Download noch nicht bereit ist, liegt es daran, dass die App unterschiedlichen Nutzern zu unterschiedlichen Zeiten zur Verfügung gestellt wird. Diese Wellenartigen Veröffentlichungen verhindern in der Regel eine Überlastung der Server und einen dadurch hervorgerufenen Abbruch der App-Downloads am Veröffentlichungstag.

Schon vor wenigen Tagen hatte Gerüchtekoch Evan Blass durchsickern lassen, dass Allo am 21. September zum Download zur Verfügung stehen würde. Dazwischen konnten sich interessierte Nutzer nur für die App registrieren. Damit gab man dem Play Store sein Interesse Kund und bekommt ab heute eine Nachricht, sobald die App bereitsteht.

Update vom 16. August 2016 – Allo und Duo im Play Store aufgetaucht

Die beiden Google-Apps Allo und Duo sind seit heute, Dienstag, den 16. August im Google Play Store zur Vorregistrierung eingestellt worden. Damit können sich Nutzer die Apps schon sichern, bevor sie Live gehen. Mit Allo versucht Google den übermächtigen WhatsApp und Facebook Messenger einen Konkurrenten auf den Hals zu jagen. Duo gibt sich als sehr einfacher Video-Telefonie-Dienst.

Google macht seine Ankündigungen von der I/O im Sommer wahr und hat die Kommunikations-Apps Duo und Allo in den Play Store gestellt. Mit einer Vorregistrierung wird dem Nutzer die jeweilige App sofort zur Verfügung gestellt, sobald sie erhältlich ist. Die beiden Apps sind in Googles Play Store jeweils unter Google Allo und Google Duo zu finden.

Ursprünglicher Artikel vom 19.05.2016 – Google I/O 2016: Messenger-App Allo und neuer Sprachassistent Google Assistant vorgestellt

Auf der aktuell stattfindenden Entwicklerkonferenz Google I/O präsentiert der Suchmaschinen-Konzern im Stundentakt Innovationen und Ideen. Auch neue Produkte werden vorgestellt. Ganz frisch dabei ist die Messenger-App Allo („Alo“ ausgesprochen), die zukünftig mit dem Facebook-Messenger und WhatsApp konkurrieren soll. Weniger neu dafür aber umso stärker überarbeitet wurde Googles Sprachassistent, der in Zukunft noch redseliger sein soll.

Es ist immer gut, mehr Messenger zu veröffentlichen: Getreu diesem Motto kündigt Google nach seinem schon vorgestellten Gruppennachrichten-Dienst Space nun eine weitere Kommunikationsanwendung auf seiner hauseigenen Entwicklerkonferenz I/O vor: Allo soll den bisherigen Platzhirschen WhatsApp und Facebook-Messenenger das Fürchten lehren. Um dieses Ziel zu erreichen, verbindet Google die App mit der allmächtigen Suchfunktion.

Schnörkelloses Design und neue Funktionen

Allo ist ein schnörkelloser Messenger-Dienst, über den zwei Personen kommunizieren können. Es lässt sich wie jedes andere Programm auf dem Markt bedienen und kommt auf den ersten Blick ohne große Überraschungen aus. Wie WhatApp wird ein zwingend notwendiger Account bei Allo an die aktuelle Telefonnummer und nicht wie zu vermuten an ein Google-Profil gekoppelt. Das heißt wiederum, das die App erst einmal unabhängig von den umfangreichen Diensten des Internetkonzerns bleibt. Allo ist auch kein Ersatz für Googles bisher kaum beachteten Messenger, Hangouts.

Erste Besonderheiten der Anwendung zeigen sich beim Schreiben von Nachrichten und versenden von Fotos. Das kleine Feature WhisperShout ermöglicht mit einem Swipe nach oben oder unten auf dem Senden-Symbol, die Textgröße eine Nachricht zu ändern. Nutzer sollen somit ihre Emotion auch auf den Font einer Nachricht übertragen können. Ähnlich veränderbar sind auch Fotos, die per Allo verschickt werden. Sie lassen sich einfach per Finger beschreiben und dann versenden. Der Messsenger präsentiert Bilder übrigens in voller Breite auf dem Display und nicht gestaucht wie andere Dienste.

Der Google Assistant liest mit und bringt sich ein

Das wirkliche Verkaufsargument von Allo – auch wenn es das nicht braucht, die App soll kostenlos erhältlich sein – ist aber die Integration von Googles Suchassistenten. Mit einer einfachen Nachricht an den Kontakt @google öffnet sich eine Konversation, die den Nutzer direkt mit einem Google-Chatbot kommunizieren lässt. Dort können dann wie auf der Seite im Internet Suchanfragen an Google gestellt werden. Der einzige Unterschied ist, dass dafür nun kein Browser oder eine App notwendig ist. Googles-Chatbot soll in der Lage sein, kompliziertere Fragen und zusammenhänge zu verstehen, sodass es sich bisweilen anfühlen kann wie eine Konversation mit einem Menschen.

Doch Googles „Unterstützung“ ist nicht auf eine Konversation mit einem Chatbot begrenzt. Im Gespräch mit Freunden kommt das Programm ebenso zum Einsatz. Es soll den Inhalt von Sätzen verstehen und darauf basierende Antwortvorschläge geben. Auf die Frage „Wie sieht es mit Mittagessen aus?“ bietet Allo an, nach umliegenden Restaurants zu suchen. Das soll auch bei Bildern funktionieren, deren visuellen Inhalt die App erkennt und dann darauf passende Antworten gibt und Vorschläge macht.

Verbesserte und intelligentere Sprachsteuerung

Das ist ein guter Zeitpunkt, um über Googles neuen Sprachassistenten zu reden. Wie das Unternehmen auf der Entwicklerkonferenz bekannt gab, ist der bisherige Austausch mit der allmächtigen Suchmaschine oft noch textbasiert, aber eine steigende Zahl an Nutzern macht sich die Sprachfunktion des Programms zunutze. Darauf möchte der Konzern in Zukunft noch stärker setzen und stellte nun einen namenlosen Assistenten vor, der wie andere Programme der Art (Siri oder Amazons Alexa) mit dem Nutzer ins Gespräch kommt.

Google Assistant Sprachassistent
Bildquelle: Google

Das neue Logo des Google Assistant

Im Gegensatz zur Konkurrenz soll der Google Assistant wesentlich besser und universeller auf Spracheingaben reagieren. Wie auch schon bei Allo ist das Programm in der Lage kompliziertere Denkleistung zu erbringen. So merkt sich das Suchprogramm nun Inhalt vorheriger Sätze und es reicht in Zukunft einfach aus, direkt nach den Vereinen eines schon gesuchten Bundesligaprofis zu fragen, anstatt erneut seinen Namen zu nennen. Der Google Assistant wird für Allo verfügbar sein und soll auch – ähnlich wie Amazons Echo – in einem extra dafür designten Lautsprecher mit Namen Google Home erscheinen.

Inkognito-Modus kommt, auch für Apple-Nutzer

Zurück zu Allo: Neben der direkten Vernetzung mit dem neuen Sprachassistenten will Google aber auch für mehr Datensicherheit sorgen Zum einen sollen die Konversationen und Bilder nirgendwo gespeichert werden. Auch das Auslesen der Inhalte passiert im luftleeren Raum, die Daten sollen nach der Bearbeitung verschwinden und unlesbar sein. Wem das zu unsicher ist, der kann bei Allo auf den aus Chrome bekannten Inkognito-Modus wechseln. Dort werden Nachrichten mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgestattet, sodass nicht einmal Google weiß, was im Text steht. Es versteht sich von selbst, dass der Google Sprachassistent mit seinen Vorschlägen in diesem Modus nicht zur Verfügung steht.

Allo soll zusammen mit der Videochat-App Duo noch diesen Sommer erscheinen. Neben Android-Nutzern können auch Besitzer eines iPhones sich freuen: Beide Anwendungen erscheinen sowohl im Google Play Store als auch im App Store.

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