Apple, Samsung und Co. müssen sich vor US-Behörden rechtfertigen

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Huawei Mate 8 Update
Bildquelle: inside-handy.de
Fehlende Sicherheitsupdates sind für viele Smartphone-Besitzer nicht nur ein zu vernachlässigendes Ärgernis, sondern ein echtes Risiko. Wenn relativ neuwertige Geräte vom Hersteller nicht mehr mit Updates versorgt werden, entstehen leicht Schlupflöcher für Kriminelle. Zahlreiche Hersteller müssen nun gegenüber Behörden in den USA erklären, was sie unternehmen, um ihre Kunden zu schützen. Zu den Betroffenen gehören auch Schwergewichte der Branche.

Bei verschiedenen großen Smartphone-Herstellern – namentlich benannt sind Samsung, Apple, Google, Microsoft, HTC, LG, Motorola und Blackberry – gehen in diesen Tagen unangenehme Briefe ein. Die beiden für Kommunikation und Handel zuständigen US-Behörden FCC und FTC wollen mit einer Anfrage bei den Herstellern ergründen, wann und für welche Geräte die Unternehmen Updates herausgeben um Sicherheitslücken zu stopfen. Im Umkehrschluss interessieren sich FCC und FTC auch dafür, bei Vorliegen welcher Faktoren die Hersteller auf ein Update verzichten. Gleichzeitig müssen auch die Mobilfunkanbieter in den USA ähnliche Fragen über sich ergehen lassen.

Es wird vermutet, dass die Untersuchung auf einer Beschwerde von Bürgerrechtlern in den USA basiert, die zahlreichen Herstellern vorgeworfen hatten, wichtige Update zu verschleppen oder nicht auszuliefern und damit die Sicherheit und Privatsphäre von Smartphone-Nutzern zu gefährden. Derzeit ist noch unklar, welche Konsequenzen die Behörden ziehen könnten, wenn die Antworten der Hersteller nicht zufriedenstellend ausfallen. Möglicherweise sorgen aber auch die Ermittlungen selbst schon dafür, dass sich die Hersteller zu häufigeren Updates verpflichten und auch älteren Geräten länger Support gewähren.

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