Zukunftspläne: WhatsApp soll E-Mail ersetzen

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Bildquelle: WhatsApp
E-Mails gehören bald der Vergangenheit an. Zumindest wenn es nach Jan Koum, einem der beiden WhatsApp-Gründer, geht. Er möchte das etablierte Kommunikationsformat mit seinem Instant-Messenger-Dienst verdrängen. "Nutzer können heute schon PDF-Dateien per WhatsApp verschicken. Künftig werden wir weitere Dateiformate hinzufügen, auch für Mitarbeiter in Unternehmen, die Geschäftsdateien austauschen wollen", gibt Koum im Gespräch mit dem "Focus" an.

Die Stärken seines Messengers im Gegensatz zur E-Mail sieht der WhatsApp-Chef in der mühelosen Bedienung und der größeren Sicherheit. Mit der kürzlich eingeführten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Dienstes sind Inhalte und angehängte Dateien vor Zugriffen von außen geschützt und damit sicherer als die meisten E-Mails. Deren Verschlüsselung wäre theoretisch möglich, in der Praxis ist es für viele Nutzer aber meist zu umständlich.

Neue Funktionen für Unternehmen, keine Angst vor Snapchat

Um Unternehmen noch stärker anzusprechen, arbeitet WhatsApp an eigenen Kommunikationsmöglichkeiten. So sollen Firmen anhand des Messengers direkt mit den Kunden in Kontakt treten können. Eine Reservierung bei einem Restaurant wäre in Zukunft per Textnachricht möglich. Die Entwicklungsarbeiten haben jedoch gerade erst begonnen, wie Koum mitteilt. Dazu passt die Ankündigung von Facebook, Mutterkonzern von WhatsApp, dass der Facebook-Messenger bald vollautomatisch per sogenanntem Chatbot mit dem Kunden kommunizieren kann.

Wenig Angst hat Koum hingegen vor Snapchat. „Unser Wachstum ist unverändert hoch, völlig unabhängig von Snapchat“, äußerte er gegenüber dem „Focus“. Die App erfreut sich besonders bei Jugendlichen größter Beliebtheit und verfügt neuerdings über Chat- und Telefoniefunktionen. Einen Gegenschlag von WhatsApp wird es aber nicht geben, wie Koum beteuert. Ebenso zurückhaltend zeigt sich das Unternehmen bei Virtual-Reality und dem iPad. Für beide Medien seien keine Messenger-Anwendungen geplant. WhatsApp soll nur auf Geräten laufen, die mobil sind: „Niemand nimmt sein iPad mit, wenn er ins Kino oder zum Essen geht.“

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