Gerücht Faltbares Smartphone Samsung Galaxy X: Durchbruch bei faltbarem Display

vom 26.07.2018, 13:21
Faltbares Display des Samsung Project Valley
Bildquelle: gforgames.com

Die Geschichten um das faltbare Galaxy-Smartphone mit dem Arbeitstitel "Project-Valley" von Samsung sind schon fast mysteriös. Nun ist das kürzlich entwickelte Display-Panel zertifiziert worden und damit ein wichtiger Meilenstein - hin zur Marktreife - erreicht.

Der koreanische Hersteller sagte am Mittwoch, den 25. Juli, dass sein kürzlich entwickeltes Smartphone-Panel von Underwriters Laboratories zertifiziert wurde. Damit hat es dieses nun zu Marktreife gebracht. Samsung erwartet, dass das neue Panel nicht nur in Smartphones verbaut werden wird, sondern unter anderem auch in Autos, mobilen Militärgeräten und tragbaren Spielkonsolen.

Flexible Displays neigen dazu, zu zersplittern, wenn sie starken Stößen ausgesetzt sind. Samsungs flexibles OLED-Panel besteht daher aus einem laut Samsung unzerbrechlichen Substrat mit einem verstärkten Kunststoff-Overlay. "Das verstärkte Kunststofffenster eignet sich besonders für tragbare elektronische Geräte, nicht nur aufgrund seiner unzerbrechlichen Eigenschaften, sondern auch wegen seines geringen Gewichts, seiner Durchlässigkeit und seiner Härte, die Glas sehr ähnlich sind", erklärte Hojung Kim, Sprecherin der Samsung Display Company. Das Display musste sich dem koreanischen Unternehmen zufolge strengen Tests unterziehen und wurde 26 Mal in Folge aus einer Höhe von fast 4 Fuß (etwa 1,2 Meter) fallengelassen. Anschließend hat es weiterhin funktioniert, ohne Schäden an der Vorderseite, Seiten oder Kanten.

Biegbares Samung-Display
Bildquelle: Samsung 

Das Samsung Galaxy X

Samsung meldete bereits im Juli 2015 ein erstes Patent für ein faltbares Tablet an. Auf der Display Week 2016 präsentierte das Unternehmen ein Display, dass beinahe wie Papier ausgerollt und gefaltet werden kann. Dabei handelte es sich wohl um ein 5,7 Zoll großes AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Die Technologie ist also bereits vorhanden und muss "nur noch" markttauglich gemacht werden. Mittlerweile heißt es hingegen, dass das Galaxy X im ausgeklappten Zustand auf insgesamt 7,3 Zoll kommen soll, wie Android Authority berichtet.

Obgleich das faltbare Handy zweifelsfrei eine technische Innovation darstellt, heißt es nicht zwangsläufig auch, dass die neue Smartphone-Gattung zu einem Erfolg werden wird. So ist der hauptsächliche Existenzgrund des biegsamen Geräts der, dass aktuelle, randlose Smartphones schlichtweg die maximale Display-Diagonale erreicht haben in der diese noch bequem bedient beziehungsweise in der Hosentasche herumgetragen werden können. Größere Bildschirmdiagonalen können hingegen lediglich mit faltbaren Geräten erreicht werden. Hier sollte der Größenunterschied jedoch auch erkennbar sein, denn schließlich sind Standard-Handys nicht nur handlicher, sondern auch kostengünstiger. Beim kommenden Samsung Galaxy X ist dies allerdings nicht der Fall, denn einige noch vergleichsweise kleine Smartphones bieten bereits heute ansatzweise gleichgroße Bildschirmdiagonalen – wie beispielsweise das neue Vivo Nex mit Gehäusemaßen von 162 x 77 x 7,98 Millimetern und einem 6,59-Zoll großen Display.

Das faltbare Smartphone soll in zwei Varianten auf den Markt kommen. Die Technik-Website The Android Soul beruft sich dabei auf einen Post im chinesischen Netzwerk Weibo. Demnach soll es ein kleineres Modell Galaxy X1 (Codename SM-X9000) und ein ein größeres Galaxy X1 Plus (Codename SM-X9050) geben.

Die Hardware

Neben den Kosten hat die Gerüchteküche bereits auch einige konkrete Angaben zur Hardware des Samsung Galaxy X genannt. So soll das faltbare Smartphone über drei Displays verfügen, von denen sich zwei auf der Innenseite und eines auf der Außenseite befinden. Aufgeklappt ergibt sich so eine Display-Größe von 7,3 Zoll, während der kleine Bildschirm eine Diagonale von 4,5 Zoll vorweisen wird. Das faltbare Smartphone soll in zwei Varianten auf den Markt kommen. 

Patent: Samsung Galaxy X
Bildquelle: MSPoweruser

Verfügbarkeit und Preis

Derzeit geht die Gerüchteküche davon aus, dass das faltbare Handy schon Anfang 2019 verfügbar sein wird. Schließlich wird "nächstes Jahr" bereits seit mindestens vier Jahren als Veröffentlichungstermin in diversen Gerüchten genannt. Hoffnungen auf ein Erscheinen des Gerätes noch in diesem Jahr scheinen hingegen endgültig zunichte gemacht. Wie DJ Koh, Samsung-Electronics-CEO mitteilte, wird das Galaxy X aller Voraussicht nach erst 2019 vorgestellt. Im November soll dafür die Produktion der Bildschirm-Panels beginnen. Ob Samsung den Termin einhalten wird und ob auch Apple demnächst auf den Zug der Faltbaren-Bildschirme aufspringt, bleibt abzuwarten. Zunächst soll die Produktion allerdings auf 500.000 bis 2 Millionen Stück limitiert werden. Im Januar dieses Jahres sprachen Gerüchte von einem Einführungspreis von 1.850 US-Dollar. Weiterhin kosten technische Geräte auf dem Europäischen Markt traditionell mehr als in den USA, sodass die hiesige unverbindliche Preisempfehlung wohl nicht unter 2.000 Euro ausfallen wird.



Quellen: ETNews (1), Bloomberg, ETNews (2), The Android Soul, The Korea Herald, @mmddj_china, bluetooth.org, ET News (3), CNET | Bildquelle kleines Bild: gforgames.com | Autor: Redaktion inside handy
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Themen dieser News: Samsung, Mobilfunk-News, Patent, Smartphones, Technik, Unternehmen und Märkte

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