Apple: Weil LG Probleme hat kommen Displays weiterhin von Samsung

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Bildquelle: iDropNews
Wie das "Wall Street Journal" berichtet, kann LG dem Erwartungsdruck an die hauseigenen OLED-Displays nicht standhalten. Demnach erfülle die Vorserienfertigung nicht die vorgegebenen Kriterien. Apple werde somit wohl auch bei der diesjährigen Produktgeneration weiterhin OLED-Panels von Samsung beziehen. Die inside handy Redaktion fasst alle Informationen zusammen.

Um auf günstigere OLED-Panels zurückgreifen zu können, ging Apple im Juli 2017 eine Partnerschaft mit LG ein. Bisher versorgt Samsung das Unternehmen und lieferte die benötige OLED-Technologie für die Display-Einheit. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ nach könnte dieser Umstand wohl noch einige Zeit so weitergehen. Produktionsschwierigkeiten bei LG seien schuld daran. Dabei beruft sich die englischsprachige Tageszeitung auf – mit dieser Angelegenheit – vertraute Personen. Momentan erfüllen die Displays aus der sogenannten Vorserienfertigung nicht die Ansprüche für eine Massenfertigung. Die Verantwortlichen bei Apple seien sich indessen uneinig, ob LG momentan als Display-Zulieferer in Frage kommt.

Ob die Kalifornier vor diesem Hintergrund den Vermutungen um eine Preissenkung künftiger iPhone-Modelle nachkommen, bleibt abzuwarten. Das aktuelle Flaggschiff-Smartphone soll den Großteil des aktuellen Umsatzes ausmachen. Klar ist, dass der Konzern aus Cupertino aktuell auf die OLED-Displays aus dem Hause Samsung angewiesen ist. Sollte sich Apple trotz der teureren Display-Technologie aus Südkorea dennoch für eine Preissenkung der künftigen Smartphone-Linie entscheiden, könnte das Einfluss auf die Gewinnmarge nehmen. Pro Display-Einheit für das iPhone X gehen – neusten Analysen zufolge – 97 US-Dollar an den Smartphone-Hersteller aus Südkorea.

Investition in OLED-Panels von LG

Einem früheren Bericht der Korea Economic Daily zufolge zahlt Apple 2,67 Milliarden US-Dollar für OLED-Panels des südkoreanischen Unternehmen LG Display. Die Zahlungen werden im Voraus geleistet. Die Lieferung von LGs Bildschirmtochter werde 2018 nicht mehr als 6 Prozent des Gesamtbedarfs abdecken, doch die Panel-Stückzahlen sollen ab 2019 kontinuierlich steigen. 2019 könnte LG Display dann 10 bis 20 Prozent der Apple-Produktion decken, 2020 bis zu 30 Prozent. Die Zahlungen von Apple gehen an LG Displays P10-Fabrik in Südkorea, hier plant der Konzern ab Juni 2019 eine Investition von nahezu 7 Milliarden US-Dollar. LG Display soll für den US-amerikanischen Konzern 45.000 Einheiten im Monat produzieren. Gefertigt werden die Displays im Verfahren der 6.5 Generation.

Apple möchte sich mit LG absichern

Die beiden Unternehmen sind sehr zurückhaltend bei der Zusammenarbeit, da Apple bereits eine OLED-Kooperation mit Samsung Displays eingegangen ist. Samsung ist der Hauptlieferant Apples für das erste OLED-Smartphone, das iPhone 8, das Ende diesen Jahres auf den Markt kommen soll. Mit LG arbeitet Apple schon seit einiger Zeit bei LCD-Displays zusammen. Durch die Zusammenarbeit bei OLED hat Apple sich eine zweite Partnerschaft gesichert, um das Risiko bei der Produktion und mit Qualitätsproblemen zu reduzieren.

Laut informierten Quellen wird LG Displays eine Fertigungslinie ausschließlich für das iPhone errichten. Über eine Kooperation zwischen Apple und LG berichtete die südkoreanische Wirtschaftszeitung The Investor bereits.

Das bietet die OLED-Technologie

Die OLED-Technik bietet sehr hohe Kontraste, weil keine Hintergrundbeleuchtung verwendet wird. Stattdessen wird die Schwarzdarstellung durch ausgeschaltete Pixel ermöglicht. Die Farbdarstellung, Effizienz und Reaktionszeit sind außerdem bei OLED hervorragend, während die Lebensdauer der unterschiedlichen Subpixel weiterhin als problematisch gilt. In einem Smartphone-Display altern diese aber nicht so schnell wie in einem Fernseher.

Samsungs und Apples Partnerschaft

Laut übereinstimmenden Medienberichten hat Apple bereits im Dezember 2015 bei den koreanischen Display-Spezialisten LG und Samsung angefragt, in welchem Zeitraum eine Produktion großer Mengen an OLED-Displays möglich wäre. Das Geschäft zwischen Apple, Samsung und LG soll einen monetären Umfang von 12 Milliarden US-Dollar besitzen. Eine Zusammenarbeit der im Smartphone-Markt als Konkurrenten geltenden Unternehmen ist nichts Neues. Samsung hat schon des Öfteren Bauteile für Apple produziert. So standen schon Arbeitsspeicher und auch Displays auf dem Bestellschein der Amerikaner bei Samsung.

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