Ab Anfang 2016 laufen GSM- und UMTS-Verbindungen über ein Netz

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Logos Telefonica O2 E-Plus
Bildquelle: inside-handy.de
Der gemessen an der Kundenzahl größte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber, Telefónica, hat am Dienstag bekanntgegeben, seine Netze ab Anfang 2016 zusammenschalten zu wollen. Los geht es mit den GSM- und UMTS-Netzen von O2 und der zugekauften E-Plus Gruppe. Die Zusammenführung der LTE-Netze soll später im kommenden Jahr folgen.

Laut Telefónica werde Anfang 2016 damit begonnen, Sprach- und Datenverbindungen über nur noch ein Mobilfunknetz abzuwickeln. Beginnen werde man mit den GSM- und UMTS-Netzen, Mitte 2016 soll dann auch die Zusammenschaltung der beiden LTE-Netze von E-Plus und O2 folgen. Damit würden die Stärken des O2-Netzes bei LTE mit denen von E-Plus bei UMTS vereinigt, heißt es seitens Telefónica. Die komplette Netzintegration soll innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen werden, begonnen werde in urbanen Ballungsräumen. Bereits im ersten Jahr der Netzintegration will Telefónica Deutschland mit dem neuen integrierten Netz mehr als 60 Prozent der Bevölkerung erreichen.

Ende 2014 wurde E-Plus von Telefónica für rund 8 Milliarden Euro übernommen und seitdem betreibt der spanische Telekommunikationskonzern zwei Mobilfunknetze. Schon früh wurde bekannt, dass zahlreiche nicht mehr benötigte Basisstationen zurückgebaut oder an die Deutsche Telekom verkauft werden.

Die Zusammenschaltung der beiden Mobilfunknetze für Sprach- und Datenverbindungen ist allerdings mit vielen technischen Hürden verbunden und dauert entsprechend lange. Telefónica selbst bezeichnet das Vorhaben als ein in Europa einmaliges technisches Großprojekt. Bei der Sprachkommunikation können Telefónica-Kunden schon seit einigen Monaten auf ein sogenanntes National Roaming zurückgreifen. O2-Kunden telefonieren beispielsweise überall dort über das UMTS-Netz von E-Plus, wo das O2-Netz schlechter ausgebaut ist. Umgekehrt profitieren E-Plus-Kunden von einem Wechsel in das O2-Netz, sollte das E-Plus-Netz einmal weniger gut ausgebaut sein.

Die Zusammenführung der Netze werde so geplant, dass der Service für die Kunden während der technischen Arbeiten in einem Gebiet möglichst nicht beeinträchtiigt werde, teilte Telefónica weiter mit. In den zurückliegenden Monaten habe es bereits erste lokal begrenzte technische Testläufe gegeben. Einzelne Mobilfunkstationen werden laut Netzbetreiber innerhalb weniger Stunden umgebaut und der Netzzusammenschluss in einem Gebiet innerhalb einer Woche vollständig umgesetzt. 

Quelle: Telefónica Deutschland

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