Messenger sperrt 78 Propaganda-Kanäle des IS

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Bildquelle: Telegram
Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, hat der Messenger-Dienst Telegram im Laufe dieser Woche 78 Broadcast-Listen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gestoppt. Dies sei notwendig gewesen, da der IS die Telegram-Kanäle offenbar für eigene Propaganda-Zwecke missbrauchte. Die Dschihadisten können jedoch noch weiter untereinander im Chat kommunzieren.

Die Hinweise, dass es sich bei diversen Kanälen um gezielte Propaganda-Känale der IS handle, stammen von anderen aufmerksamen Telegram-Nutzern. Insgesamt wurden 78 Kanäle in 12 Sprachen gesperrt. Der Telegram-Messenger, der seinen Hauptsitz in Berlin hat und 2013 von den russischen Brüdern Pawel und Nikolai Durow in den USA gegründet wurde, ist nicht nur kostenlos nutzbar, sondern die Chats werden anders als etwa bei WhatsApp, Ende-zu-Ende verschlüsselt. Ebenso ist es möglich, den Messenger auf mehreren Geräten wie einem Smartphone, Tablet und an einem Computer gleichzeitig mit einem Account zu nutzen. All dies sind Gründe, wieso sich die Dschihadisten wohl unter anderem für diesen Messenger entschieden.

Durch die seit Kurzem eingeführten Kanäle, ähnlich wie die Broadcast-Listen von WhatsApp, können Nachrichten direkt an mehrere Empfänger gleichzeitig herausgeschickt werden. Sie sind entweder öffentlich oder privat. 78 öffentliche Kanäle mit IS-Inhalten wurden nun gesperrt. Eine Kommunikation in privaten Chats ist für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat, die sich am Samstag zu den Terroranschlägen von Paris bekannte, leider immer noch möglich.

Quelle: Telegram@Twitter / Die Welt

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