Schlicht und solide: Der erste Eindruck zu Googles Mittelklasse-Modell

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Nexus 5X im Hands-On
Bildquelle: inside-handy.de
Seit dem 2. November ist das Nexus 5X in Deutschland erhältlich und in dieser Woche auch frisch in der Redaktion eingetroffen. In den nächsten Tagen wird inside-handy.de das neue Google-Modell einem ausführlichen Test unterziehen. Die ersten Eindrücke liefert dieser Hands-On-Artikel. Wie sich das Nexus 5X in den weiteren Stationen schlägt, wird sich nach den drei Tagen im Testparcours von inside-handy.de zeigen.

Das Nexus 5X ist in Zusammenarbeit zwischen Google und LG entstanden. Das Smartphone ist die kleinere Variante vom größeren Nexus 6P, die beide als Googles neue Tophandys gelten. Das Nexus 5X ist in den Farben Anthrazit, Quarz und Eisblau erhältlich. Das hier verwendete Testgerät hat eine weiß mattierte Rückseite. Die Verpackung ist so schlicht gehalten wie das Smartphone selbst. Das Gerät ist wahlweise mit 16 oder 32 GB internem Speicher zu haben. Ein zusätzlicher microSD-Slot ist nicht vorhanden. Als Käufer sollte man sich also überlegen, ob man direkt zu mehr Kapazität tendiert oder 16 GB ausreichen. Das Nexus 5X liegt gut in der Hand und ist überraschend schmal und leicht. Einen Überblick aller technischer Daten erhält man mit dem Datenblatt zum Nexus 5X. Seit dem 2. November ist das Smartphone zu einem Preis von 479 Euro in Deutschland verfügbar. Am Preis lässt sich schon erkennen, dass es kein Topmodell ist; für ein Mittelklasse-Smartphone muss man mit dieser Summe allerdings recht viel auf den Tisch legen.

Verarbeitung und Design

Das Nexus 5X kommt im Vergleich zum Vorgänger Nexus 5 etwas größer daher. Es verfügt über ein 5,2-Zoll-Display, das Display des Vorgängers hatte nur 4,95 Zoll. Das Handy liegt gut in der Hand und fühlt sich mit 130 Gramm sehr leicht an. Die Gehäuseschalen liegen nahtlos aufeinander. Der Akku ist in einem Unibody-Gehäuse eingefügt und nicht austauschbar. Bei der Optik setzt man auf Minimalismus, beim Material auf Kunststoff.

Insgesamt macht das Handy keinen billigen oder fragilen Eindruck. Einzig die Knöpfe an der Seite sind etwas unschön verarbeitet. Sie stechen hervor und sitzen etwas locker. Auch die Kamera sticht auf der Rückseite auffällig heraus. Die Kanten sind dafür sauber verarbeitet und abgerundet, das Display ist auch in einem leichten Rand eingefasst. Über das Display ist Gorilla-Glas 3 gestülpt, das vor Glasbruch schützen soll.

Nexus 5X im Hands-On

Display

Das Display löst in Full-HD auf und bringt es auf 1080 x 1920 Pixel. Beim größeren der beiden neuen Topmodelle, dem Nexus 6P, ist ein AMOLED-Panel verbaut, beim Nexus 5X ein LCD-Panel. Die Farbdarstellung wirkt etwas natürlicher, dafür nicht ganz so satt. Bei der manuellen Helligkeitseinstellung fällt auf, dass das Handy sehr dunkel eingestellt werden kann. Die automatische Helligkeitseinstellung wirkt im Kunstlicht hell genug. Im natürlichen Sonnenlicht konnte es nicht ausprobiert werden.

Fingerabdrucksensor

Wenn es um Sicherheit geht, gibt es beim Nexus 5X die Möglichkeit, einen Fingerabdrucksensor zu nutzen. Der Sensor ist rund und liegt unterhalb der Kamera auf der Rückseite des Geräts. Die Positionierung auf der Rückseite ist etwas gewöhnungsbedürftig. Der Sensor muss quasi blind gefunden werden und so kann es sein, dass man nicht immer richtig trifft. Insgesamt reagiert der Sensor aber sehr zuverlässig. Das Handy lässt sich mit dem Sensor entsperren, ohne dass man auf den Powerbutton drücken muss.

Kamera

Die Kamera ist solide und einfach gehalten. Mit 12,2 Megapixeln ist die Auflösung ordentlich. Einstellungen kann man nicht sehr viele machen. Panorama, Autofokus und Photo Sphere sind die Optionen, aus denen man wählen kann. Die Bilder in einem ersten kleinen Test sind durchaus ansehnlich und die Kamera reagiert auch zügig. Die Kamera schießt neben Fotos auch Videos in 4K-Auflösung und die Frontkamera bietet 5 Megapixel, was für Selfies ausreichend ist. Auch die Frontkamera ließ sich in einem ersten Test einfach bedienen und reagierte schnell.

Ausstattung und Leistung

Beim ersten Kontakt mit dem Nexus 5X wirkt es frisch und es reagiert schnell. Zu Beginn ist allerdings nur ein einzelner Homescreen eingestellt. Weitere können hinzugefügt werden, wenn man mindestens eine App auf die rechte Seite zieht. Das ist etwas umständlich. Sind mehrere Homescreens eingerichtet, kann man aber schnell von einem zum anderen wechseln. Anwendungen werden ohne Verzögerung geöffnet.

Im Inneren des Nexus 5X ist ein Snapdragon 808 verbaut, der mit 1,8 Ghz taktet und von 2 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Mit Android 6.0 Marshmallow ist die neueste Version von Androids Betriebssystem eingerichtet. Von der inneren Ausstattung her befindet sich das Nexus 5X im guten Mittelfeld. Oberklasse-Geräte sind mittlerweile mit dem Snapdragon 810 ausgestattet oder dem aktuellen Exynos-Prozessor von Samsung. Außerdem kann man in höheren Preisgefilden bis zu 4 GB Arbeitsspeicher und bis zu 128 GB internen Speicher erwarten.

Fazit

Insgesamt macht das Nexus 5X einen soliden Eindruck. Es ist kein Top-Gerät, befindet sich aber – wenn man auf die technische Ausstattung blickt – im soliden Mittelfeld. Auch das Design ist praktisch und einfach gehalten. Das Smartphone ist gut verarbeitet, die verwendeten Materialien sind auch typisch für die Mittelklasse. Was das Nexus 5X sonst so leisten kann, wird ein ausführlicher Test der inside-handy.de-Redaktion zeigen.

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