Mobilfunk-Strahlung belastet Nutzer im Alltag kaum

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Studie IZMF Funkwellen
Bildquelle: IZMF
Nur in einem geringen Maße ist die Bevölkerung im Alltag den Funkwellen von Rundfunk- und Mobilfunksendern, WLAN-Netzwerken, Mobilfunkendgeräten und DECT-Telefonen ausgesetzt. Dieses Ergebnis zeigt eine Studie der Technischen Universität (TU) Ilmenau im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e. V. (IZMF).

In verschiedenen Alltagsszenarien wurde die Hochfrequenz-Gesamtexposition für jemanden, der kein eigenes Handy benutzt, ermittelt. Dieser schöpft im Mittel lediglich 0,003 Prozent des Grenzwertes für die Leistungsflussdichte aus. Wer zusätzlich ein eigenes Mobiltelefon nutzt, erhöht seine Exposition, bleibt aber immer noch weit unter den Grenzwerten und liegt im Schnitt bei rund 8,5 Prozent Grenzwertausschöpfung.

Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF, kommentiert die Zielsetzung der Studie wie folgt: „Mit der aktuellen Messreihe wollen wir verständlich erklären, welche Immissionsquellen im Alltag dominieren und wie der Verbraucher durch eine bedachte Nutzung seiner Endgeräte die persönliche Exposition minimieren kann.“

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Nutzung eines Mobiltelefons am Kopf die persönliche Gesamtexposition dominiert. Die Höhe des Beitrags des Mobiltelefons hängt von der Mobilfunkversorgung und den Empfangsbedingungen ab. Laboruntersuchungen am SAR-Messkopf zeigten zudem, dass die persönliche Exposition durch die Haltung des Geräts verringert werden kann. Entferne man das Handy nur einen Zentimeter vom Kopf, so liege der Expositionsbeitrag zwei Drittel unter dem Wert, der bei direktem Kopfkontakt auftrete, so Studienleiter Christian Bornkessel von der TU Ilmenau.

DECT-Immisionen liefern, laut der Studie, im Wohn-und Büroumfeld einen nennenswerten Beitrag. WLAN-Dienste sollen nur minimal zur Gesamtimmission beitragen.

Die Untersuchungen haben unter anderem auch ergeben, dass die Hochfrequenz-Exposition auf öffentlichen Plätzen oder Großveranstaltungen von der Qualität der Funkversorgung vor Ort abhängt. In direkter Nähe zu einer Mikrozelle lagen die Immissionen bei den Untersuchungen höher, als sie durch ein dicht ausgebautes Mobilfunknetz erzeugt werden.

Auch die Immissionsbilanz während Fahrten im Fern- und Nahverkehr wurden untersucht. Der höchste Wert wurde im Handybereich des ICE gemessen. Hier betrug die leistungsbasierte Grenzwertausschöpfung 0,099 Prozent. Im Regionalexpress oder in der U-Bahn, die nicht durch Mobilfunk-Repeater versorgt werden, traten niedrigere Messwerte auf.

Die Ergebnisse der Studie sind in einer umfassenden Broschüre nachlesbar.

Quelle: IZMF

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