Absatz von Lumia-Smartphones bricht drastisch ein

2 Minuten
Microsoft Lumia 830
Bildquelle: inside-handy.de
Microsoft hat am späten Donnerstagabend neue Geschäftszahlen für das dritte Quartal des laufenden Jahres vorgestellt. Während allerorts über ein boomendes Cloud-Geschäft und ein positives Geschäft im Windows-Segment gejubelt wird, ist ein Geschäftsbereich zwischen Juli und September gewaltig unter die Räder kommen: die Smartphone-Sparte.

Nur noch 5,8 Millionen Lumia-Smartphones wurden im dritten Quartal verkauft, gab Microsoft in seinem neuesten Geschäftsbericht bekannt. Das waren 3,5 Millionen Geräte weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres. Im zweiten Quartal 2015 konnte Microsoft immerhin noch 8,4 Millionen Lumia-Geräte absetzen. Ebenfalls dramatisch eingebrochen ist die Zahl der verkauften Handys, die vor allem in Schwellenländern abgesetzt werden. Hier ging der Absatz im Jahresvergleich von 42,9 auf 25,5 Millionen Geräte zurück.

Abzuwarten bleibt, wie Microsoft sich im kommenden Weihnachtsgeschäft schlagen wird. Mit den beiden neuen Spitzenmodellen Lumia 950 und Lumia 950 XL die auf dem neuen Windows 10 Mobile basieren und ab Mitte November verkauft werden, soll die Wende eingeläutet werden, was gemessen an den technischen Spezifikationen der Smartphones auch gelingen könnte. Die entscheidende Frage wird aber sein, inwieweit die Kunden dem neuen Betriebssystem über den Weg trauen und wie schnell es dem US-Konzern gelingen wird, die Problematik an fehlenden und nicht zuverlässig funktionierenden Apps in den Griff zu bekommen. Nach wie vor sind diverse Windows-Phone-Apps im Vergleich zu den iOS- und Android-Versionen schlechter zu bedienen oder sogar mit weniger Funktionen ausgestattet.

Der geringere Absatz an Handys hatte unterdessen zur Folge, dass der Umsatz in der Telefon-Sparte im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent auf 1,11 Milliarden US-Dollar eingebrochen ist. Konzernweit fiel der bereinigte Umsatz um 7 Prozent auf 21,7 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieben 5,38 Milliarden US-Dollar an Gewinn übrig – 1 Prozent weniger als im dritten Quartal 2014. Auch der starke US-Dollar sorgte dafür, dass am Ende ein leichter Gewinn-Rückgang kommuniziert werden musste.

Quelle: Microsoft

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE NEWS