Instant Messaging boomt, soziale Netze wachsen stetig

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WhatsApp-Alternativen
Bildquelle: inside-handy.de
Mehr als die Hälfte der weltweiten Internetnutzer verwenden täglich Instant-Messaging-Plattformen wie WhatsApp und Co. Deutschland ist dabei in der Weltrangliste mit 21 Prozent eines der Schlusslichter. Diese und weitere Erkenntnisse liefert eine neue Studie des Marktforschungsunternehmens TNS.

Die Popularität und die tägliche Nutzung von Instant Messaging (IM) stieg im vergangenen Jahr um zwölf Prozent. Über 55 Prozent der Internetnutzer weltweit kommunizieren täglich über eine geschlossene Messaging-Plattform wie WhatsApp, Facebook Messenger oder Viber.

Besonders in den aufstrebenden „Mobile-First-Ländern“ wie Malaysia (77 Prozent), Brasilien (73 Prozent), China (69 Prozent) und Südafrika (64 Prozent) stieg die tägliche Instant-Messaging-Nutzung an. Westliche Märkte geraten hier in einen deutlichen Rückstand, wie etwa Großbritannien (39 Prozent) und die USA (35 Prozent). Eines der Schlusslichter bildet hier Deutschland. Nur 21 Prozent der Deutschen nutzen IM-Dienste auf täglicher Basis. Allerdings hat sich dieser Anteil innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt, 2014 lag dieser noch bei zehn Prozent.

Doch nicht nur IM-Dienste sind auf dem Vormarsch. Auch soziale Netzwerk-Plattformen gewinnen weiter an Beliebtheit. Allen voran natürlich Facebook, das seine Position als weltweit beliebteste Plattform behaupten konnte. Fast ein drittel (30 Prozent) der weltweiten Internetnutzerschaft gibt an, das soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg täglich zu nutzen. Einzig in China hat Facebook das Nachsehen: 68 Prozent der Chinesen nutzen täglich die soziale Plattform WeChat. In Deutschland nutzen mittlerweile 41 Prozent täglich soziale Netzwerke (2014: 36 Prozent).

Die Nutzer von IM sind nach Angaben von TNS zwar noch in der Minderheit, im Gegensat zu den Nutzern sozialer Netzwerke aber deutlich aktiver. „Apps wie Snapchat, WeChat, Linie und WhatsApp gewinnen täglich neue Nutzer. Dies sind vor allem jüngere Konsumenten, die Erfahrungen mit einer kleineren, speziellen Gruppe teilen, anstatt öffentliche Mainstream-Plattformen wie Facebook oder Twitter aufzusuchen.“ sagt Joseph Webb, Global Director Connected Life bei TNS.

Connected Life ist eine weltweite Studie über digitale Einstellungen und das Verhalten von regelmäßigen Internetnutzern in 50 Ländern. Die Studie gibt Auskunft darüber, wie digitale und mobile Technologien das Leben der Verbraucher in der ganzen Welt wandeln und verändern. Für die Studie wurden zwischen Mai und August 2015 weltweit insgesamt 60.500 regelmäßige Online-Nutzer befragt. TNS und seine deutsche Tochter TNS Infratest gehören zur Kantar-Gruppe, dem nach eigenen Angaben weltweit größten Netzwerk in den Bereichen Research, Insight und Consultancy. Kantar wiederum ist Teil von WPP, einer der größten Werbeholdings weltweit.

Quelle: TNS Infratest

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