Das sind die neuen Google-Smartphones

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Google Nexus 5X und Nexus 6P vorgestellt
Bildquelle: Google
Google hat am heutigen Dienstag zwei neue Nexus-Handys vorgestellt, eines von LG und eines von Huawei. Während die Koreaner bereits ein alter Nexus-Hase sind, ist es für die Chinesen von Huawei eine Premiere – sie durften zum ersten Mal ein Nexus-Gerät für Google entwickeln. Eine weitere Neuerung in diesem Jahr: Erstmals bringt Google zwei Geräte, ein Handy und ein Phablet, gleichzeitig auf den Markt.

Nachdem in diesem Jahr bereits Apple, Samsung und Sony neue Geräte vorgestellt haben, war es auch für Google an der Zeit, die Nexus-Linie aufzufrischen. Immerhin hat man mit Android 6.0 Marshmallow auch ein neues Release seines omnipräsenten Smartphone-Betriebssystems in der Hinterhand.

Nexus 5X von LG Electronics

Das Nexus 5X von LG ist das kleinere der beiden neuen Google-Handys. Angetrieben wird es vom Snapdragon 808, einem 64-Bit-Sechskerner aus dem Hause Qualcomm. Dieser verfügt über vier Cortex-A53-Kerne die mit 1,44 GHz takten und zwei Cortex-A57-Kerne die mit ihrem Takt von 1,82 GHz Leistungsspitzen abfangen sollen, ohne den Akku im Regelbetrieb allzu sehr zu belasten. Ein Arbeitsspeicher von 2 GB soll genug Raum für laufende Prozesse bieten. Das Gerät kommt in zwei Speicherausführungen, einmal mit 16 GB und einmal mit 32 GB. Eine bewusste Wahl ist hier durchaus sinnvoll, denn erweiterbar ist der Speicher des Geräts nicht mehr.

Das 5,2 Zoll große Display löst mit 1.080 × 1.920 Pixeln in Full-HD auf und wird von Gorilla Glass 3 geschützt. Aus diesen Daten ergibt sich eine Pixeldichte von rund 423 ppi – ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann. Zum Vergleich: Das Retina-Display des iPhone 6s verfügt über eine Pixeldichte von 326 ppi. Die Hauptkamera des 136 Gramm schweren Nexus 5X fängt Bilder in einer Auflösung von 12,3 Megapixeln ein, verfügt über einen optischen Bildstabilisator, Autofokus auf Phasenerkennungs-Basis und einen Dualton-LED-Blitz. Videos zeichnet die Hauptkamera mit bis zu 4K-Ultra-HD-Auflösung auf. Auf der Vorderseite findet sich eine weitere Kamera für Selfies und Videotelefonie, die mit 5 Megapixeln auflöst.

Das Nexus 5X unterstützt den Mobilfunk-Datenturbo LTE und hat überdies noch Bluetooth in der Version 4.1, Dual-Band-WLAN (802.11 a/b/g/n/ac) und DLNA für kabelloses Medienstreaming im heimischen Netzwerk an Bord. Verbindung zu Computern oder zum Ladegerät nimmt das Nexus 5X über einen Typ-C-USB-Anschluss auf. Der nicht wechselbare Akku des Google-Handys basiert auf der Lithium-Polymer-Technologie und hat eine Kapazität von 2.700 mAh.

LG verbaut in das Nexus 5X einen Front-Lautsprecher, die für guten Klang sorgen sollen. Ebenso ist ein Fingerabdruck-Scanner teil der Ausstattung. Wie bei Nexus-Geräten üblich kommt die Software auf dem Gerät direkt von Google. Hier kommt Android 6.0 Marshmallow zum Einsatz, das die üblichen Google-Apps mit sich bringt.

Das 16-GB-Modell ist ab nächster Woche zum Preis von 379 US-Dollar erhältlich – wahlweise in Schwarz, Weiß oder Eisblau. Für die 32-GB-Version verlangt Google 429 Dollar. Beide Geräte sind mit einem Polycarbonat-Gehäuse ausgestattet. Zunächst wird das Gerät nur in den USA, Großbritannien und Irland angeboten, soll im Laufe der kommenden Wochen aber auch in andere Länder kommen – möglicherweise dann auch nach Deutschland, wo es zur Stunde als „bald verfügbar“ gelistet wird.

Nexus 6P von Huawei

Das kleine Phablet Nexus 6P von Huawei kommt mit einem Snapdragon-810-Prozessor aus dem Hause Qualcomm daher. Dieser verfügt über insgesamt acht Kerne auf 64-Bit-Basis mit bis zu 2 GHz. Flankiert wird das ganze von 3 GB Arbeitsspeicher für laufende Prozesse. Das Nexus 6P kommt gleich in drei verschiedenen Speichervarianten; Zur Auswahl stehen 32 GB, 64 GB und 128 GB. Auch bei diesem Modell ist der Speicher nicht erweiterbar.

Der AMOLED-Bildschirm des Nexus 6P ist 5,7 Zoll groß und löst mit Quad-HD-Auflösung (1.440 × 2.560 Pixel) auf, woraus sich eine Pixeldichte von 518 ppi ergibt. Mit dem bloßen Auge sind hier schon längst keine Pixel mehr zu erkennen, doch bei solch einer hohen Dichte wird man sich sogar mit der Lupe schwer tun. Geschützt wird das Display-Panel durch Gorilla-Glass 4. 12,3 Megapixel zeichnet der Sensor in der Hauptkamera des Nexus 6P auf. Auch hier sind Autofokus und ein optischer Bildstabilisator natürlich Teil der Ausstattung. Daneben gibt es einen ringförmigen Dual-LED-Blitz. Auch das Nexus 6P nimmt 4K-Videos auf. Die Frontkamera löst beim Google-Phablet allerdings mit 8 Megapixeln auf.

Die Konnektivität entspricht im Grunde der des kleinen Stiefbruders. Mit LTE, Dual-Band-WLAN und DLNA sind auch hier alle Finessen bedacht worden. Der 3.450 mAh große Akku wird über einen USB-C-Anschluss mit neuer Energie versorgt, was deutlich schneller gehen soll als bei klassischen Micro-USB-Anschlüssen. Der Akku ist fest verbaut und kann nicht ausgewechselt werden.

Auch das Nexus 6P bringt Stereolautsprecher mit, die für einen guten Klang bei Musikgenuss und Telefonie sorgen sollen, ein Fingerabdruck-Scanner gehört ja auch längst zum guten Ton. Google liefert auch das Nexus 6P mit Android 6.0 Marshmallow aus, das mit allerhand Google-Apps gespickt wurde.

Das 178 Gramm schwere Google Nexus 6P kommt gleich in vier Faben, nämlich Gold, Silber, Schwarz und Weiß. Abhängig von der Speichervariante werden zwischen 499 (32 GB) und 649 US-Dollar (128 GB) fällig. Überraschend: Die Euro-Preise liegen deutlich über jenen, die in den USA fällig werden. Die 32-GB-Version kostet hierzulande nach Angaben von Huawei 649 Euro, die 64-GB-Variante 699 Euro und für das Modell mit 128 GB werden satte 799 Euro fällig.

Quelle: Google

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