Der erste Eindruck von Apples neuem Flaggschiff

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Apple iPhone 6s im Hands-On von inside-handy.de
Bildquelle: inside-handy.de
Das iPhone 6s wurde vor nunmehr zwei Wochen auf der Keynote Apples vorgestellt und kommt mit verbessertem Prozessor, einer höher auflösenden Kamera und einem Display, das auf die Druckstärke des Nutzers reagieren kann. Worin es sich noch unterscheidet, zeigt das Hands-On von inside-handy.de.

Der erste Kontakt mit dem iPhone 6s ist, wie bei jeder s-Version bisher, ernüchternd. Der Hype um das kleine Smartphone von Apple ist immens und obwohl es keine Änderungen am Design des Handys aus Cupertino gab, erwartet man von einem neuen Modell mehr als nur ein aufgebohrtes Vorgängermodell.

Design

Doch der erste Eindruck täuscht etwas über die Änderungen hinweg. Das auffälligste Merkmal am Äußeren ist die unauffälligste und maximal beiläufig erwähnte Änderung von Apple: es ist minimal dicker als das iPhone 6. Das sieht man bei der immer noch hässlich hervorragenden Kamera nicht, jedoch hat man das Gefühl, etwas mehr in der Hand zu halten, als beim Vorgänger. Insgesamt fühlt es sich sicherer in der Hand an und man hat weniger Angst, es im nächsten Moment auf dem Boden zerschellen zu sehen. Zum sichereren Griffgefühl trägt auch das etwas stumpfere Material der Rückseite des iPhone 6s bei.

Apple iPhone 6s im Hands-On von inside-handy.de

Der Rest des Smartphones unterscheidet sich Äußerlich gar nicht vom Vorgänger. Im Inneren hat Apple den Prozessor getauscht und auf einen A9 umgesattelt. Dazu wurde der Arbeitsspeicher auf 2 GB verdoppelt. Die Leistungssteigerung spürt man beim ersten Vergleich der beiden iPhone-Generationen nicht, könnte sich jedoch beim Durchspielen aufwändigerer Anwendungen bemerkbar machen.

3D-Touch

Das in der Gerüchteküche gefühlt seit dem Erscheinen des iPhone 6 heraufbeschworene Force-Touch-Display wurde von Apple kurzerhand in 3D-Touch umbenannt. Das feinfühlige Display registriert recht zuverlässig den Unterschied zwischen Wischbewegungen, Fingertippern und sanftem Druck durch die Fingerspitze.

Apps, die für 3D-Touch schon modifiziert sind, können beim Druck auf das Icon interne Befehle auf dem Homescreen anbieten. Damit kann beispielsweise schon vor dem Öffnen der Notizen die Kamera gestartet werden und das Bild direkt in eine im Hintergrund geöffnete Notiz abgelegt werden. Man erspart sich so den Umweg über die zu erstellende Notiz und kann schneller in Teilbereiche von Programmen vordringen.

Schön realisiert wurde die haptische Reaktion des iPhone 6s auf entsprechende Befehle. Bei erfolgreicher Eingabe eines Druckbefehls klopft das Smartphone einmal und wiederholt das Klopfen in mehreren Schüben bei einer Fehleingabe. Bei Benachrichtigungen oder Alarmzeichen greift Apple allerdings auf den althergebrachten Vibrationsalarm zurück.

Apple 3D-Touch im iPhone 6s beim Hands-On von inside.handy.de

Display und Sound

Das Display, mit seinen 4,7 Zoll und der Auflösung von 750 x 1.334 Pixeln ist eigentlich nicht mehr auf der Höhe der Zeit, zeigt jedoch beim Trailer des Films Mad Max was es kann und löst scharf und mit kraftvollen Farben auf. Der Sound dazu klingt erstaunlich voluminös und spielt auch in tieferen Tonregionen noch laut. Zwar kann das iPhone 6s nicht mit Soundgiganten wie dem HTC One M9 oder dem Marshall London mithalten, erzeugt jedoch kein Gefühl es gleich abschalten zu müssen, wie es bei vielen Smartphones der Fall ist.

Kamera

Die Kamera kann im ersten Test nicht genau unter die Lupe genommen werden, jedoch reagiert sie flott auf Befehle und kommt auch mit schwierigen Lichtbedingungen zurecht. Die Bilder wirken, zumindest auf dem Display des Telefons scharf und farblich gut abgestimmt. Der Autofokus gehört allerdings, das ist zumindest der erste Eindruck, nicht zu den schnellsten am Markt. Er braucht bei schnellem Wechsel zwischen zwei Ebenen etwas Zeit um wieder den richtigen Punkt im Bild zu finden und auf ihn zu fokussieren. Die Zeitlupenaufnahmen sollten ebenfalls eher mit langsamen Schwenks oder sich langsam bewegenden Objekten realisiert werden und nach 1:26 Minuten ist auch die maximale Länge der Aufnahme erreicht.

Eine gute Möglichkeit bei völliger Dunkelheit trotzdem noch ein Selfie aus der Frontkamera zu quetschen hat Apple mit dem Retina Flash geschaffen. Das Aufleuchten des Displays verhindert komplett schwarze Selbstportraits und wirkt etwas natürlicher als ein LED-Blitz. Auf den hat Apple beim iPhone 6s auf der Front komplett verzichtet. Beim Test im Gegenlicht bewirkt der Display-Blitz allerdings herzlich wenig. Hier genügt die Leistung des Bildschirms einfach nicht, um das Gesicht merklich aufzuhellen.

Genaue Daten und eine umfängliche Einschätzung kann erst ein ausführlicher Test von inside-handy.de zu Tage fördern. Im Hands-On kann vor allem das 3D-Touch-Display Eindruck schinden. Wie sich das iPhone 6s allerdings im harten Testbetrieb und unter Volllast schlägt, wird sich noch zeigen müssen.

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