Virtuelle Assistentin wird Bestandteil von Alternativ-Android

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Logo von Cyanogen Inc.
Bildquelle: Cyanogen Inc.
"Hey Cortana" – diesen Satz dürfte man wohl in Zukunft auch vermehrt von Handybesitzern hören, die kein Microsoft-Betriebssystem einsetzen. Denn obwohl die kommende Android-App der kreisrunden Assistentin tiefergehende Funktionen wie Sprachaktivierung nicht wird anbieten können, arbeitet Cyanogen nun mit Microsoft an einer tiefen Integration des Dienstes in das eigene Alternativ-Android, das so zu einer zweiten Heimat für Cortana werden könnte.

Nach Microsoft Office, Skype und Bing folgt jetzt Cortana. Seit einiger Zeit integriert Cyanogen vermehrt Microsoft-Dienste in sein Betriebssystem. Kein Wunder, ist Microsoft doch – neben anderen großen Namen wie Foxconn, Qualcomm und Telefónica – einer der wichtigsten Investoren von Cyanogen.

Doch anstatt einfach die Cortana-App vorzuinstallieren, wie es bei den anderen Apps aus Redmond der Fall ist, will Cyanogen dieses Mal deutlich weiter gehen und die digitale persönliche Assistentin tief ins Betriebssystem integrieren, nicht zuletzt um eine Alternative zu Google Now zu schaffen. Dies erklärte Firmenchef Kirt McMaster im Gespräch mit der International Business Times. Ziel sei es, keinerlei Abhängigkeiten von Google mehr zu haben.

Überdies hält der Cyanogen-Chef Cortana für smarter als etwa Apples Siri oder Google Now. Siri könne zum Beispiel nur Apple Music fernsteuern, nicht aber Spotify. Mit Cortana wäre dies möglich, denn der Dienst sei „viel besser als Apples Siri“ und in manchen Belangen auch besser als Google Now, so McMaster. Deshalb sei Cortana eine Schlüsselfunktion für die nächste Version von Cyanogen.

Plan B für Microsoft?

Angesprochen auf das Versagen von Windows Phone, Entwickler und Nutzer für sich zu gewinnen, sagte Kirt McMaster, dass es auf die Tatsache hinausläuft, dass „die Leute einfach keine Windows Phones kaufen, so einfach ist das.“ Microsoft sei jedoch trotzdem eine großartige Firma, die großartige Dienste entwickelt, so McMaster weiter.

Falls Windows 10 Mobile es ebenfalls nicht schafft, Kunden für sich zu gewinnen, könnte man sich bei Microsoft nach einer neuen mobilen Lösung umsehen – gut wenn diese die eigenen Dienste bereits an Bord hat.

Quelle: International Business Times

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