Lahmendes Musik-Handy mit Potenzial

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Marshall London im Benchmarktest
Bildquelle: inside-handy.de
Der neue Smartphone-Hersteller Marshall hat sein Debüt auf der IFA mit einem Smartphone für musikbegeisterte Kunden hingelegt. Das London ist gerade in den Testparcours von inside-handy.de geschickt worden und begeistert sofort mit seinen ausgefallenen Musik-Optionen. Ernüchternd dagegen der Benchmark-Test und die Software; doch Abhilfe ist schon auf dem Weg.

Das Marshall London wurde vom Verstärkerspezialisten aus England bei der technischen Ausstattung nicht mit High-End-Komponenten bestückt, sondern eher im unteren Mittelklassebereich einsortiert. Man legt bei Marshall exorbitant mehr Wert auf den Sound und den Musikbereich. So gibt es eine dezidierte Sound-Karte, zwei getrennt steuerbare Klinkenbuchsen und die Möglichkeit, das unkomprimierte Flac-Format nicht nur abzuspielen, sondern auch aufzunehmen.

Trotzdem muss das Marshall London auch die herkömmlichen Tests eines jeden Smartphones über sich ergehen lassen. Der Benchmark-Test fällt dabei nicht besonders spektakulär aus. Mit knapp 24.000 Punkten liegt es auf Augenhöhe mit dem Motorola Moto G der dritten Generation, dem Samsung Galaxy A3 und dem HTC Desire 820. Ein Benchmark-Wert sagt jedoch nicht soviel aus, wie es manchmal den Anschein hat. Das Moto G (2015) beispielsweise läuft trotz des vergleichsweise geringen Werts flüssig und ansprechend schnell. Trotzdem liefert das Marshall London noch nicht die beste Geschwindigkeit ab.

Einen großen Beitrag zum Bedienungstempo liefert auch die Software, die beim Marshall London wie auch beim Moto G der dritten Generation auf Android in seiner Reinform basiert. Damit sollte das Marshall London ebenso flüssig laufen, wie der Konkurrent aus Amerika. Dass das nicht ganz klappt, liegt wohl daran, dass das von Marshall versprochene Update zur Leistungsverbesserung und Stabilisierung noch nicht verteilt ist. Im Gespräch mit inside-handy.de auf der IFA in Berlin wurde es für diese Woche angekündigt und sollte somit noch während der Testphase eintreffen.

Marshall London im Benchmarktest
Bildquelle: inside-handy.de

Nicht sonderlich Aufregend: Das 550 Euro teure Marshall London enttäuscht im Benchmark-Test

Bis dahin muss man sich mit einem noch etwas instabilen Software-Paket herumschlagen. Zum Marktstart Anfang Oktober sollten die Probleme allerdings beseitigt sein, sonst bleibt es ein Nischenprodukt ohne Chance auf dem Massenmarkt. Umso deutlicher fällt diese Kritik aus, wenn man das Preisschild des Marshall London einbezieht: Mit knapp 550 Euro bietet es bisher Einsteigerleistung zum Premium-Preis.

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  • Marshall London im Benchmarktest: inside-handy.de
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Michael Büttner
Michael liebt Technik und ist stellvertretender Chefredakteur bei inside handy. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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