Monster unter sich

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Asus ZenFone Zoom im Hands-On
Bildquelle: inside-handy.de
Asus hat im Zuge der IFA in Berlin einige neue Smartphones und Tablets der ZenFone- und ZenPad-Reihe vorgestellt. Die Redaktion von inside-handy.de war bei der Präsentation vor Ort und hat sich die beiden außergewöhnlichen Vertreter der ZenFone-Reihe, das ZenFone Max und das ZenFone Zoom näher angesehen.

Der Begriff Monster wird in manchen Lebenslagen recht inflationär benutzt: Bei Smartphones sprach man schon von Pixelmonstern, Displaymonster oder Speichermonster. Nun verdienen sich zwei neue Smartphones von Asus ebenfalls das Monster-Prädikat. Beide wollen in Disziplinen überzeugen, die den Nutzern immer wichtiger werden – die Akkulaufzeit und die Kameraleistung.

Asus ZenFone Max

Der Namenszusatz Max steht beim ZenFone Max für einen 5.000 mAh großen Akku. Damit soll das 5,5 Zoll große Smartphone länger durchhalten als die meisten Konkurrenten. Wer jetzt einen feisten Klops erwartet, der irrt. Das ZenFone Max ist zwar recht groß, was allerdings eher auf das Display als auf den Akku zurückzuführen ist. Die Dicke des Asus-Akku-Monsters verrät jedenfalls beim ersten Kontakt nicht, dass sich dahinter ein so großes Energiedepot befindet. Das ist auf ein intelligentes Design zurückzuführen, in dem die Kanten des Smartphones dünner gehalten sind und der Rücken etwas gewölbt daher kommt. Dadurch liegt das ZenFone Max auch sehr angenehm in der Hand. Eine einhändige Bedienung ist zwar nicht trivial möglich, jedoch wird durch die rückseitigen Taster die Bedienung vereinfacht.

Asus ZenFone Max im Hands-On

Das große Problem bei Akkus – ob im Auto oder in Smartphones – ist das Gewicht der Energiespeicher. Mit 190 Gramm ist auch das ZenFone Max ordentlich schwer. Das Argument von Asus, andere Flaggschiffe in der Größenordnung seien ebenfalls recht schwer, wird spätestens beim Lesen von Texten über einen längeren Zeitraum zunichte gemacht. Die Gesamthaptik dagegen wirkt mit der Soft-Touch-Rückseite weniger kalt als beispielsweise beim ZenFone 2, das auf eine metallene Rückseite baut. Trotzdem wirkt es nicht weniger edel. Wie sich die Oberfläche des ZenFone Max im Alltag gegen Kratzer wehrt, kann im Hands-On nicht genau dokumentiert werden, jedoch sind beim Fingernageltest schon kleine Kratzer zu sehen.

Asus ist allerdings nicht nur stolz auf die Akku-Leistung an sich, sondern auch auf die Option, das Smartphone als Powerbank zu gebrauchen. Damit ist es möglich, ein anderes Smartphone mit dem dicken Akku des ZenFone Max ebenfalls aufzuladen.

Bei den restlichen technischen Daten hält sich Asus schwer zurück. Das 5,5 Zoll große Display löst mit vergleichsweise geringen 720 x 1.280 Pixeln auf und der Prozessor Snapdragon 410 von Qualcomm gilt nicht gerade als High-End-Lösung. Dafür bekommt die Hauptkamera einen mit 13 Megapixel auflösenden Sensor, der von einem Laser-Autofokus unterstützt wird. Ein genauer Preis für Deutschland steht noch nicht fest, jedoch gibt Asus den internationalen Preis mit 300 Dollar an. Ob es mit der eher mageren Ausstattung punkten kann, muss ein ausführlicher Test zeigen; die Laufleistung sollte dabei mit dem erwartbar geringem Verbrauch und dem riesigen Energiedepot extrem gut ausfallen.

Asus ZenFone Zoom

Die Messegeschichte des ZenFone Zoom von Asus wird schon seit gut 10 Monaten fortgeschrieben. Schon auf der CES in Las Vegas im Februar und danach auf dem MWC wurde es gezeigt, der Öffentlichkeit jedoch jeder Kontakt untersagt. Auf der jetztigen IFA in Berlin gab es allerdings die Möglichkeit, sich das Kamera-Handy mit dem Monster-Zoom etwas genauer anzusehen.

Das ZenFone Zoom, welches das weltweit dünnste Smartphone mit einem 3-fachen optischen Zoom ist, konzentriert sich vor allem auf die Hauptkamera, die mit 13 Megapixeln sowie PixelMaster, einem Laser-Autofokus, dem Panasonic Sensor SmartFSI und einem Bildstabilisator (OIS) gerüstet ist. Dazu soll der getönte Dual-Blitz die natürlichen Töne im Bild erhalten. Mit einer solchen Kameraausstattung bewegt man sich im Bereich von Sasmungs Galaxy K Zoom, dem wohl größten Konkurrenten im Bereich der Smartphones mit optischem Zoom.

Das Asus ZenFone Zoom kommt jedoch bedeutend schlanker daher als das bullige Galaxy K Zoom. Das riesenhafte Kamerammodul bleibt erstaunlich flach und erstreckt sich eher in der Fläche als in der Tiefe auf der Rückseite. Damit liegt es bei weitem angenehmer in der Hand als der klobige Konkurrent. Das bedeutet jedoch nicht, dass man die Kameraausstattung nicht wahrnimmt.

Sie ist beim ersten Kontakt omnipräsent und man spürt sie in jedem Moment der Benutzung. Die Wölbung erhebt sich etwas von der Rückseite und macht das Smartphone klar kopflastig. Das verwundert in dem Moment, wenn man sich die Fläche unterhalb des Displays ansieht. Hier sind die Android-typischen Tasten untergebracht und es erstreckt sich eine schier endlose Fläche weißer Nutzlosigkeit. Auch deshalb wirkt das ZenFone Zoom beim ersten Blick weniger hochwertig als die Brüder ZenFone 2 oder ZenFone 2 Deluxe.

Asus ZenFone Zoom im Hands-On auf der IFA 2015

Im Inneren des ZenFone Zoom werkelt ein Intel-Atom-Quad-Core-Prozessor mit 64-Bit, der auf einen 3 GB Arbeitsspeicher bauen kann. Weitere Speicherkapazitäten bietet der interne Speicher mit 128 GB. Zum Ansehen der Bilder eignet sich das 5,5 Zoll große Display mit Full-HD-Auflösung (1.080 x 1.920 Pixeln). Schlussendlich ist in das ZenFone Zoom ein 3.000 mAh starker Akku integriert, der sich mit der Asus BoostMaster-Technolgie innerhalb von rund 40 Minuten bis zu 60 Prozent aufladen kann.

All das verbaut Asus in ein Smartphone, das noch keinen Preis und noch kein Marktstart-Datum in Deutschland hat. Es soll laut Asus zwar nach Deutschland kommen, jedoch nicht vor 2016. Trotz der Schwächen wäre das ZenFone Zoom für Fotoenthusiasten wohl eine echte Alternative zu Samsungs Galaxy K Zoom.

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Michael Büttner
Michael liebt Technik und ist stellvertretender Chefredakteur bei inside handy. Anderen auch bekannt als der Franke in Bonn, der Macher oder der Handwerker für sämtliche Reparaturen der Redaktion. Nach Praktika bei der Neuen Presse in Kronach, den Nürnberger Nachrichten und dem Systemkamera-Blog, startete Michael bei inside handy und verdient sich seine Sporen vor allem im Hardware-Bereich. Balanciert er mal nicht zwischen Tagesgeschäft, Testgeräten und Co, betätigt er sich ab und an als Jäger im Pokémon-Dschungel. Ein ungewöhnlicher Anblick wäre es dabei nicht, ihm dank seiner Boulder-Fähigkeiten kletternd an einer Felswand zu begegnen. Abseits dessen begeistert er sich für Fotografie, Wanderungen, kulinarische Feste und Blasius Kawalkowski.

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