Stiftung Warentest warnt: Nicht immer sind neue Smartphones besser

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Flaggschiffe unter 400 Euro
Bildquelle: Sony, Nokia, Samsung, HTC, LG, Huawei
Nicht immer steht das Wörtchen neu auch zwingend für besser. Bei vielen aktuellen Topmodellen gibt es teilweise kaum Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Zu diesem Ergebnis kommt nicht nur die inside-handy.de-Redaktion in vielen ihrer Vergleiche, sondern auch die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe (test 08/2015). Keines der vier getesteten Smartphones schnitt im Test besser ab als sein Vorgänger.

Galaxy S6 zwar schicker, das S5 jedoch insgesamt besser

Auch die Stiftung Warentest kommt nahezu zu fast dem exakten Ergebnis, wie auch aus dem allgemeinen Tenor der Fachpresse hervor geht. So bemängelt die Stiftung Warentest vor allem den austauschbaren Akku und den erweiterbaren internen Speicher, die das Galaxy S6 im Gegensatz zu seinem Vorgänger S5 nicht mehr besitzt. Dafür hat es zwar das schickere und hochwertigere Gehäuse aus Glas und Metall, aber auch die, laut der Stiftung Warentest, schlechtere Akkulaufzeit. Beim Dauertelefonieren im UMTS-Netz soll der Akku sechs Stunden weniger durchhalten. Zudem spielt auch der Preis eine entscheidene Rolle. Während man für das Galaxy S6 je nach Version aktuell mindestens rund 500 Euro auf den Tisch legen muss, werden für das Galaxy S5 nur noch rund 370 Euro fällig.

Die inside-handy.de-Redaktion hat das Galaxy S6 nicht nur mit dem Galaxy S5, sondern auch mit dem zwei Jahre alten Galaxy S4 verglichen. Die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Galaxy S6, S5 und S4 wurden in einem seperaten Artikel und Video zusammengefasst.

LG G4 punktet mit der besseren Kamera, das LG G3 mit dem Akku und Preis

Bei LG fällt das Ergebnis der Stiftung Warentest zwar nicht ganz so drastisch wie bei Samsung aus, jedoch muss auch dort das aktuelle Topmodell G4 Kritik einstecken. Auch beim derzeitigen LG-Flaggschiff wurde die kürzere Akkulaufzeit gegenüber dem LG G3 kritisiert. Laut der Stiftung Warentest können Besitzer des G3 im UMTS-Netz sechseinhalb Stunden länger als mit dem G4 telefonieren. Dieses Ergebnis teilt die inside-handy.de-Redaktion jedoch nicht ganz. Im standardisierten Akkutest der Redaktion standen nach einem anspruchsvollen achtstündigen Testtag beim G3 noch 45 Prozent und beim G4 noch stolze 57 Prozent auf der Anzeige. Allerdings kann auch das G3 gegenüber dem G4 mit seinem Preis punkten. Aktuell liegt der günstigste Marktpreis für das LG G3 bei rund 320 Euro und für das G4 bei 490 Euro.

In einem separaten Artikel hat die inside-handy.de-Redaktion ebenfalls nochmal alle Vor- und Nachteile des LG G3 und des LG G4 zusammengefasst.

Schlechter Empfang mit dem HTC One M9 und dem Moto G (2. Gen.)

Beim aktuellen Top-Modell aus dem Hause HTC, dem One M9, kritisierte die Stiftung Warentest vor allem die schlechtere Netzempfindlichkeit. In einer Umgebung mit schwachem Handyempfang kann es leichter zu Gesprächsabbrüchen und Störungen kommen als beim One M8. Zudem wurde noch angemerkt, dass der Akku beim Surfen im UMTS-Netz zwei Stunden länger durchhält. Beim günstigsten Anbieter kostet das One M8 derzeit rund 135 Euro weniger als das One M9 mit rund 500 Euro.

Auch das Einsteiger-Smartphone Moto G in der zweiten Generation wurde von der Stiftung Warentest zusammen mit seinem Vorgänger unter die Lupe genommen. Nur „ausreichend“ ist auch beim Moto G (2.Gen.) die Netzempfindlichkeit. Gleiches gilt für die Kamera. Vorteil des zweiten Moto G ist jedoch seine Dual-SIM-Fähigkeit.

Die aktuell zehn besten ehemaligen Flaggschiffe und Highend-Geräte unter 400 Euro hat die inside-handy.de-Redaktion ebenfalls nochmal in einem separaten Artikel zusammengefasst. Insgesamt hat die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe 17 Smartphones detailliert getestet. Am schlechtesten schnitt ds Huawei Ascend Mate 7 ab, da im Falltest das Display gebrochen ist. Den Platz 1 und 2 teilen sich mit einem test-Qualitäturteil „Gut“ (1,9) das Samsung Galaxy S6 und S6 edge jeweils in der 32-GB-Version. Auf Platz 3 landet das LG G4 mit einer der Note „Gut“ (2,0), gefolgt von dem Motorola Nexus 6 (32 GB).

Quelle: Stiftung Warentest (test 08/2015)

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