Microsoft kauft Wunderlist

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Microsoft übernimmt den Listendienst Wunderlist
Bildquelle: 6Wunderkinder
Bereits seit dem letzten Wochenende pfiffen die Spatzen es von den Dächern, nun folgte die offizielle Bestätigung: Microsoft übernimmt das Berliner Startup 6Wunderkinder, die Macher der beliebten To-Do-Listen-App Wunderlist.

Die Akquisition passt gut in Microsofts aktuelle Strategie, sein Portfolio an Produktivitäts-Werkzeugen durch Zukäufe von innovativen Startups zu verjüngen. In den letzten Monaten übernahm Microsoft mit Acompli bereits eine mobile E-Mail-Lösung (firmiert nun unter Microsoft Outlook für iOS und Android) und hat sich mit Sunrise wenige Monate später die passende Kalender-App ins Boot geholt.

Nun wird das Angebot der Produktivitäts-Apps aus dem Hause Microsoft also um Wunderlist ergänzt. Das Angebot von Wunderlist ist seit Jahren sehr beliebt und liegt bereits in Version 3 vor. Eigenen Angaben zufolge nutzen mehr als 13 Millionen Menschen den Berliner Listendienst.

Wunderlist wartet mich einer Echtzeit-Synchronisation zwischen den verschiedenen Plattformen auf. Und die braucht man auch, denn Wunderlist gibt es praktisch für jedes Gerät: Neben Android und iOS gibt es auch Apps für Android Wear und die Apple Watch. Doch auch Microsofts Plattformen sind vertreten: Nutzer von Windows-Phones und Tablets mit Windows 8.1 finden eine entsprechende App im Windows (Phone) Store. Daneben gibt es noch Clients für Amazons Fire OS, Windows 7 und OS X. Für alle anderen Geräte mit einem Browser steht eine Web-App zur Verfügung. Wunderlist bietet überdies unzählige Integrationen mit anderen Diensten, so zum Beispiel mit Sunrise oder Slack.

Die Zukunft von Wunderlist

Bis auf weiteres soll sich daran auch nichts ändern: Weder Preise noch Umfang der Dienstleistung will Microsoft anfassen. Das Wunderlist-Team wird in Berlin verbleiben und den Dienst von dort aus weiterentwickeln. In den kommenden Monaten sollen einige neue Features folgen, denn durch Microsoft hat man nun Zugriff auf eine große Fülle an Expertise und Technologie, die dem Dienst zugute kommen soll.

Geldregen fürs Berliner Startup

Zahlen zur Transaktion wurden von offizieller Seite aus keine genannt, „The Wall Street Journal“ will allerdings aus gut unterrichteten Quellen erfahren haben, dass es sich um eine Summe zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar gehandelt haben soll.

Quellen: Microsoft, 6WunderkinderWSJ

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