"Curved-Design wird sich auch in der Mittelklasse durchsetzen"

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LG Leon
Bildquelle: inside-handy.de
Überraschungen konnte man von LG zum diesjährigen Mobile World Cogress (MWC) nicht mehr erwarten. Schon im Vorfeld hatte der südkoreanische Konzern seine Munition verschossen und neben der LG Watch Urbane sowie der LG Watch Urbane LTE verschiedene neue Mittelklasse-Smartphones vorgestellt. Die Redaktion von inside-handy.de nutzte am Rande des MWC die Gelegenheit, mit Produktmanager Alexander Perederi über die aktuelle Mittelklasse-Offensive zu sprechen.

Dass LG jüngst auf einen Schlag seine komplette L-Serie durch die vier neuen Leistungsklassen Joy, Leon, Spirit und Magna ersetzte, mag auf den ersten Blick verwirren, gibt auch Perederi zu. „Nach einer gewissen Zeit wird unsere neue Produktstrategie aber bei den Kunden für mehr Übersichtlichkeit sorgen“, ist sich der LG-Manager sicher. Das vorrangigste Ziel für 2015 sei, das von anderen LG-Smartphones bekannte Curved-Design mit leicht gebogenen Gehäusen und dem Rear-Key auf der Rückseite, auch in der Mittelklasse zu etablieren. „Wir glauben fest daran, dass sich dieser Formfaktor durchsetzen wird.“

Dabei sollen alle Geräte mindestens 4 Zoll große Displays erhalten. „Alles darunter wird nicht mehr nachgefragt“, sagt Perederi. Offensichtlich sehr wohl nachgefragt sind hierzulande Smartphones, die ohne LTE-Antenne in GSM- und UMTS-Netzen funken. Deswegen hat man sich bei LG dazu entschieden, in der Leon- und Spirit-Serie sowohl Smartphones anzubieten, die mit LTE-Technik zu haben sind als auch solche, bei denen die LTE-Unterstützung fehlt. Wer auf LTE verzichten kann, zahlt für sein LG-Smartphone gemessen an der unverbindlichen Preisempfehlung 20 Euro weniger.

LTE-freie Smartphones für weniger anspruchsvolle Kunden

Attraktiv ist das in den Augen von LG vor allem für preissensible Kunden, die zum Beispiel auf günstige Prepaid-Kombipakete mit einem günstigem Smartphone setzen möchten. Warum ausgerechnet in der teuersten und eigentlich am besten ausgestatteten Magna-Serie auf LTE verzichtet wird, wollte LG auf Nachfrage von inside-handy.de nicht genauer erklären und führte lediglich „sortiment-strategische Gründe“ an.

Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle, dass LG seine 3G-Modelle nicht nur gemessen an der etwas schlechteren Ausstattung von den LTE-Geräten trennt – kein NFC und Mediatek- statt Qualcomm-Prozessoren – sondern auch in Bezug auf die Haptik. Während die rein UMTS-fähigen Mittelklasse-Modelle mit einer Akku-Abdeckung aus Plastik in den Handel kommen, vermitteln die LTE-Smartphones ein leicht metallisches Gefühl an den Fingerspitzen und fühlen sich so hochwertiger an.

Wearables mit LTE werden bei LG eine bedeutende Rolle spielen

Mit Blick auf den Smartwatch-Markt ließ LG-Manager Perederi durchblicken, dass diese Produkte zwar noch nicht als Mainstream-Geräte wahrgenommen würden, mit der LG Watch R sei es aber gelungen, die Nachfrage vor allem bei Männern signifikant zu steigern. Vor allem das „attraktive Design“ habe dazu beigetragen, ist Perederi überzeugt.

Einen weiteren Nachfrage-Schub erhofft sich LG durch die zunehmende Integration von LTE in Wearables. „Das ist für uns eine wichtige Sache und deswegen werden wir diese Technologie in immer mehr Geräte bringen.“ Allein auf Android Wear als Betriebssystem will sich LG aber nicht mehr verlassen. „Wir halten uns alle Optionen offen, um weniger von einem Betriebssystem abhängig zu sein“, so Perederi. Die LG Watch Urbane LTE wird beispielsweise mit einem auf WebOS basierenden Betriebssystem ausgestattet. Ob die LTE-fähige Arbanduhr nach Deutschland kommen wird, ist laut LG aber entgegen anderslautenden Berichten noch nicht final entschieden.

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