Huawei vergisst seine neuen Smartphones

2 Minuten
Huawei will beliebteste Marke werden
Bildquelle: inside-handy.de
Überraschung auf dem Mobile World Congress (MWC): Der ambitionierte Smartphone-Herausforderer aus China, Huawei, hat die weltgrößte Mobilfunkmesse in Barcelona nicht dazu genutzt, um neue Smartphones oder Tablets zu präsentieren. Gespielt wurde ausschließlich die Wearables-Karte: Zwei Fitness-Armbänder und die erste Huawei Watch – das war's. Weitere Neuigkeiten gab es aber auch. Vor allem mit Blick auf das eigene Markenimage.

Amy Lou, bei Huawei für den Aufbau und die Pflege der Konzernmarke zuständig, feuerte im Rahmen einer fast halbstündigen Präsentation ein wahres Feuerwerk an wohlklingenden Worten ab. „Wir wollen die meistgeliebte Marke für Endkunden werden“, erklärte sie in bestem Englisch ohne auch nur den Hauch an Selbstzweifeln durchscheinen zu lassen. Tenor ihrer flammenden Rede: Warum sollte es Huawei nicht gelingen, das zu schaffen, was Coca Cola und Nike in anderen Produktkategorien bereits erreicht haben?

Schon in den zurückliegenden Jahren sei es Huawei gelungen, die weltweite Markenbekanntheit spürbar zu steigern. Habe sie 2013 noch bei 52 Prozent gelegen, sei sie im vergangenen Jahr auf 65 Prozent gestiegen. Und das Ende der Fahnenstange sei noch lange nicht erreicht. Von den im vergangenen Jahr insgesamt 75 Millionen verkauften Smartphones entfielen zwei Millionen auf das Mate 7 und vier Millionen auf das P7, teilte Lou weiter mit. „Die vergangenen zwei Jahre waren aufregend und inspirierend zugleich.“ Sicherlich habe man an der einen oder anderen Stelle auch Fehler begangen, aber genau daraus wolle man als Herausforderer lernen, um es künftig besser zu machen.

Von eigenen Inspirationen leiten lassen

Mit der aktuellen Marken-Botschaft „Make it possible“ wolle man auch nach außen signalisieren, dass es möglich sein kann, das Unmögliche eben doch möglich zu machen. Jeder Mitarbeiter bei Huawei sei angehalten, über die vorstellbaren Grenzen hinaus zu denken. Frei nach dem Motto: Träume groß und agiere mutig. „Eine Vision haben und diese anschließend umsetzen. Das ist das, was wir umsetzen wollen“, sagte Lou und ergänzte. „Wir sind ein Herausforderer mit vielen jungen Menschen an Bord, die ihre Träume Wirklichkeit werden lassen wollen – mit einer gehörigen Portion an Optimismus.“ 

Unter dem Strich müsse immer der Leitsatz gelten, dass Träume inspirierend auf die eigene Kreativität wirken, zog die Markenmanagerin ein klares Fazit. Bleibt nur zu hoffen, dass Huawei daran denkt, die eigene Inspiration auch schon in naher Zukunft in neue Smartphones und Tablets einfließen zu lassen. Denn diese Geräte hat der chinesische Konzern auf dem diesjährigen MWC – da war man sich bei den anwesenden deutschen Journalisten einig – Stand jetzt schlicht vergessen.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

VERWANDTE NEWS