T-Mobile US triumphiert: Mobilfunkfrequenzen gehen mehrheitlich an Telekom-Tochter

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T-Mobile USA
Bildquelle: inside-handy.de
Die Deutsche Telekom sorgt dafür, dass ihre erfolgreiche US-Tochter in den USA weiter vorne mitmischen kann. Für rund 8 Milliarden US-Dollar hat sich T-Mobile US bei einer Versteigerung 45 Prozent des angebotenen Spektrums für neue Mobilfunkfrequenzen gesichert.

Der angriffslustige Chef von T-Mobile US, John Legere, sagte: „Wir haben mehr Spektrum gewonnen als jedes andere Unternehmen und das in jeder Ecke der USA.“ Insgesamt wurden von T-Mobile US und anderen amerikanischen Netzbetreibern rund 20 Milliarden Dollar für die neuen Mobilfunkfrequenzen ausgegeben. Im Vorfeld war erwartet worden, dass bis zu 85 Milliarden Dollar ausgegeben werden könnten. Die großen Telekommunikations-Unternehmen kommen in den USA also deutlich günstiger weg als gedacht. Vor allem deswegen, weil AT&T und Verizon sich überraschend zurückhielten.

Zu den weiteren erfolgreichen Bietern gehören:

  • Dish mit einer Investition von 6,2 Milliarden Dollar
  • Comcast mit einer Investition von 1,7 Milliarden Dollar
  • AT&T mit einer Investition von 0,9 Milliarden Dollar
  • Verizon investierte nichts

Bei der Versteigerung, die bereits vor einem Jahr startete, ging es unter anderem um Frequenzen im 600-MHz-Band, bei denen hohe Reichweiten möglich sind. Für die Netzbetreiber von Vorteil, denn sie brauchen dadurch weniger Basisstationen. Außerdem erlauben die 600-MHz-Frequenzen eine höhere Reichweite bis in Gebäude hinein. In den kommenden Monaten dürfte T-Mobile US vor allem sein LTE-Netz massiv ausbauen, um LTE-Tarife flächendeckend in den USA anbieten zu können. 

Mit Spannung darf man darauf blicken, wie es in den kommenden Monaten und Jahren mit T-Mobile US weitergehen wird. Der Konzern sollte schon mehrfach verkauft werden – zuletzt gab es Gerüchte der japanische Mobilfunkriese Softbank könnte die Mehrheit übernehmen – doch zuletzt hat sich das Unternehmen durch massives Kundenwachstum als Goldesel für die Deutsche Telekom erwiesen. Im Jahr 2016 wurde der Umsatz um 17 Prozent auf etwas weniger als 34 Milliarden Euro gesteigert. Für 2017 wird allerdings ein etwas schwächeres Wachstum erwartet.

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