Nach Festnetz-Telefonen sollen 2015 auch Handys folgen

2 Minuten
Gigaset Logo
Bildquelle: Gigaset
Mit Festnetz-Telefonen ist die ehemalige Siemens-Marke Gigaset groß geworden. Jetzt will das Unternehmen auch Smartphones bauen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Schon im laufenden Jahr sollen die ersten Geräte vorgestellt werden. Entwicklung und Herstellung sollen von China aus gesteuert werden.

Gigaset-Chef Charles Fränkl sagte gegenüber der Zeitung: „Letztes Jahr wurden weltweit etwa 60 Millionen neue Schnurlostelefone verkauft. Wir liefern davon immerhin gut ein Drittel aus. Zur gleichen Zeit wurden aber mehr als eine Milliarde Smartphones vertrieben. Das ist der große Unterschied.“ Der erfahrene Manager, der nun auch auf dem Smartphone-Markt mitmischen möchte, zog unter anderem auch schon bei der Swisscom, E-Plus, Vodafone und AOL die Fäden.

Gigaset will bei der Smartphone-Fertigung eng mit dem neuen Haupteigentümer Pan Sutong aus Hongkong zusammenarbeiten und die Mobiltelefone über ein Gemeinschaftsunternehmen in China zusammenbauen lassen. Sutong besitzt drei Viertel der Gigaset-Anteile und konnte das Unternehmen komplett entschulden. „Ohne ihn könnten wir nicht ins Smartphone-Geschäft einsteigen“, sagt Fränkl und ergänzt in Bezug auf die lange Zeit angespannte finanzielle Lage bei Gigaset, dass es „sicherlich, na sagen wir einmal, interessant geworden“ wäre, hätte Sutong nicht viel Geld in die Hand genommen, um Gigaset zu sanieren. Dank des finanziellen Engagements des asiatischen Milliardärs stehe man nun nicht mehr völlig alleine im Wind.

Inwieweit auch die Festnetz-Telefone künftig in China und nicht mehr im westfälischen Bocholt gebaut werden, ließ Fränkl, der erst kürzlich seinen Vertrag bei Gigaset bis Ende März 2017 verlängerte, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ offen. „Niemand kann in die Zukunft blicken, aber ich gehe davon aus.“ Es gelte der Grundsatz, je individueller ein Produkt ist, desto näher muss man am Kunden sein. „Und die klassischen Gigaset-Kunden leben nun einmal in Europa.“

Zwei Tablets auf Basis des Betriebssystems Android sind bei Gigaset schon im Angebot: Neben dem 8-Zoll-Modell Gigaset QV830 steht auch das 10-Zoll-Tablet Gigaset QV1030 zur Auswahl. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 129 bzw. 249 Euro. 

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Bildquellen:

  • Gigaset Logo: Gigaset
Konzept des Samsung Galaxy Fold 2

Galaxy Fold 2: So könnte Samsungs zweiter Falter aussehen

Einen ersten Prototyp des Galaxy Fold hat Samsung bereits im vergangenen Herbst gezeigt. Ende Februar folgten weitere Details zum ersten faltbaren Smartphone des Südkoreaner. Im Mai soll das Falthandy auf den Markt kommen. Und es dürfte nicht das letzte seiner Art sein. Wie der Nachfolger des Galaxy Fold aussehen könnte, zeigt ein Video.
Vorheriger ArtikelApple: Fingerabdrücke möglicherweise bald in der iCloud hinterlegt
Nächster ArtikelNeue WhatsApp-Version im Play Store verfügbar
Avatar
Hayo liebt Technik seit vielen Jahren. Bereits 2002, in der Pre-Smartphone-Ära, startete er seinen Werdegang im Technik-Journalismus. Heute ist Hayo Chefredakteur bei inside handy. Getreu dem Sprichwort "der frühe Vogel fängt den Wurm" kann er bereits um 6 Uhr dabei erwischt werden, wie er mit einer Tippfrequenz von gefühlt 3 GHz einen Artikel zum kommenden 5G-Netz produziert – als Aufwärmübung im ICE-Pendelverkehr zwischen seiner Heimat Münster und dem Sitz von inside handy in Brühl bei Köln. Und seitdem es einfache Vorlagen für gute HTML-Tabellen gibt, kann den glühenden Fan von Preußen Münster nichts mehr aufhalten.

Deine Technik. Deine Meinung.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen