Apple verklagt Ericsson und Ericsson klagt zurück

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Gerichtsgebäude
Bildquelle: Pixelio.de / Michael Grabscheit
Im Streit um wichtige Mobilfunk-Patente tut sich ein neues Schlachtfeld auf. Dieses Mal streiten sich Apple und der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson. In erster Linie geht es nicht nur ums Prestige, sondern vor allem um viel Geld.

Ericsson wurde nach eigenen Angaben Anfang dieser Woche von Apple verklagt und teilt nun seinerseits gegen den amerikanischen iPhone-Konzern in Form einer Klage aus. In einer Mitteilung gab Ericsson am Mittwoch bekannt, dass jedes iPhone und iPad mit Mobilfunk-Anbindung zwar eine patentierte Technologie von Ericsson verwende, die entsprechende Lizenz aber inzwischen abgelaufen sei. Seit zwei Jahren werde über eine Fortsetzung der Lizenzierung verhandelt, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Nun solle ein Gericht entscheiden, wie es weiterzugehen habe.

Apple wirft Ericsson in einer am Montag in den USA eingereichten Klage vor, überzogene Lizenzgebühren für LTE-Patente zu verlangen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Auch hier soll nun ein Gericht entscheiden, inwieweit die von Ericsson erhobenen Gebühren angemessen sind oder nicht.

Ericsson selbst führt in einer Mitteilung an, pro Jahr 5 Milliarden US-Dollar für die Forschung und Weiterentwicklung seines Patent-Portfolios auszugeben. Insgesamt kann Ericsson nach eigenen Angaben auf weltweit rund 35.000 eigene Patente zugreifen. Mit über 100 Unternehmen seien passende Patentlizenzvereinbarungen unterzeichnet worden und Ziel sei es, auch mit Apple eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung zu erreichen. Apple sei ein geschätzter Partner und solle es auch in Zukunft bleiben.

Quelle: Ericsson

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