Malwarealarm durch Sonys „The Interview“

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The Interview
Bildquelle: Sony Pictures
Der Film "The Interview" hat hohe Wellen geschlagen. Das lag bisher nicht an der besonders guten Komik oder den tollen Schauspielern. Vielmehr soll "The Interview" daran schuld sein, dass Hacker Sonys IT aufdröselten und Firmeninternas sowie andere Daten mit digitalen Schubkarren aus den Rechnern des amerikanischen Ablegers des japanischen Elektronikkonzerns bugsierten. Jetzt kündigt sich der nächste Akt an.

Nachdem der Film zurückgezogen wurde und nun doch in manchen US-Kinos läuft, sowie online verfügbar gemacht wurde, kommt nun der nächste Aufreger in die Akte „The Interview“.

Hacker haben eine Raubkopie des Films mit einem Trojaner versehen und bieten diese Version zum Download auf Android-Geräte an. Wer sich den Film über die App herunterladen will, wird mit Schadsoftware beschickt, die direkt die Daten des Handys ausliest und sie an einen chinesische Server schickt. Herausgefunden hat das laut Graham Cluley die Technische Universität Darmstadt und das Centre for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsfirma McAfee.

Laut Blogger Cluley war der Trojaner auch im Amazon App Store kurzfristig gehostet und ist dort wieder verschwunden. Ein Trojaner kann sich allerdings nicht selbst verbreiten und bedarf einer aktiven Mitarbeit des zu Infizierenden. Somit warnt Cluley vor der Installation der App oder des Films.

Eine Besonderheit liegt dem Trojaner noch an: Er infiziert laut Cluley keine Smartphones der Hersteller Samjiyon und Arirang, die beide ihre Geräte in Nord Korea verkaufen. Stattdessen würde dann auf dem Display eine Fehlermeldung erscheinen, die einen Verbindungsabbruch mit dem Download-Server meldet.

Android Benutzeroberfläche

Quelle: Graham Cluley

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