T-Mobile USA muss für Kunden-Abzocke Millionenstrafe zahlen

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T-Mobile USA
Bildquelle: inside-handy.de
Auf die Deutsche Telekom kommen in den USA Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe zu. Die Tochtergesellschaft T-Mobile USA habe sich nach Betrugsvorwürfen bereit erklärt, mehr als 90 Millionen Dollar (knapp 74 Millionen Euro) an Bußgeldern und Entschädigung an Kunden zu zahlen.

Die amerikanische Telekommunikationsbehörde FCC teilte mit, T-Mobile habe ohne Zustimmung der Kunden teure Zusatzdienste von externen Anbietern, in der Regel SMS-Premium-Dienste, in Rechnung gestellt. Eine entsprechende Klage war bereits Anfang Juli eingereicht worden, nun reagierte die T-Mobile USA mit den Entschädigungszahlungen.

Die durch das so genannte „Cramming“ geschädigten Kunden sollen mindestens 67,5 Millionen Dollar erhalten, die Regierungen aller US-Bundesstaaten werden weitere 18 Millionen Dollar erhalten. Zudem wird ein Strafgeld in Höhe von 4,5 Millionen Dollar fällig, das an das US-Finanzministerium zu zahlen ist.

Teile der Einnahmen wanderten in die eigenen Kassen

Im Juli hatte es geheißen, T-Mobile habe in Form von unnötig langen Rechnungen die Kosten für Premium-Dienste verschleiert. Der Konzern habe zwischen 35 und 40 Prozent der Einnahmen in die eigenen Kassen wandern lassen. Es habe „klare Anzeichen für Betrug“ gegeben, teilte die FCC damals mit. Erschwerend komme hinzu, dass es zwar zahlreiche Beschwerden bei T-Mobile gegeben habe, der Netzbetreiber soll die Abos teilweise aber über Jahre weiterlaufen gelassen haben.

T-Mobile USA-Chef John Legere hatte die Vorwürfe als „unbegründet“ zurückgewiesen. Nun musste er zurückrudern und die Millionenstrafe gegen sein Unternehmen akzeptieren.

Quelle: FCC

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